Digitale Interventionen bei Long Covid
Optimierung der Gesundheitsversorgung von Long-Covid-Betroffenen durch die Gestaltung und Integration von digitalen Gesundheitsinterventionen in den Versorgungsprozess.
Steckbrief
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Beteiligte Departemente
Gesundheit
Technik und Informatik - Institut(e) Institut für kollaborative Gesundheitsversorgung und Leadership
- Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 01.01.2025 - 31.12.2025
- Projektleitung Prof. Dr. Mirjam Körner
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Projektmitarbeitende
Chantal Britt
Prof. Dr. Karin van Holten
Prof. Dr. Maya Zumstein-Shaha
Prof. Dr. Kerstin Denecke -
Partner
Rashiti Kimet, Spitex , Thun
Wolfgang Rieder, SPIBB, Biel - Schlüsselwörter care@home, Long Covid, digitale Gesundheitsinterventionen, Versorgungsforschung, Querschnittsstudie, mixed-methods, neue Versorgungsmodelle
Ausgangslage
Circa 4 Prozent der Bevölkerung sind von Long Covid betroffen. Die Gesundheitsversorgung ist wenig vorbereitet und vernetzt für eine optimale Behandlung der Long-Covid-Betroffenen und ihren Angehörigen. Studien weisen darauf hin, dass zusätzliche Strukturen und Angebote benötigt werden, um eine adäquate personenzentrierte Versorgung für Long-Covid-Betroffene und ihre Angehörigen leisten zu können. Digitale Gesundheitsinterventionen (z. B. Apps, Therapieplattformen) können den Zugang, die Vernetzung und die Versorgung unterstützen sowie die Akteur*innen in der Gesundheitsversorgung entlasten. Allerdings ist noch wenig bekannt über die vorhandenen digitalen Angebote und deren Nutzung von den Betroffenen und als auch der Gesundheitsfachpersonen. Daher identifiziert und analysiert das Projekt digitale Gesundheitsinterventionen für Long-Covid Betroffene hinsichtlich Zugänglichkeit, Akzeptanz, Vertrauen, Sicherheit, Wirksamkeit, Einbindung in den Versorgungsprozess, Bedienbarkeit etc. sowie das Nutzungsverhalten inklusive Förderfaktoren und Barrieren von Long-Covid-Betroffenen, Angehörigen sowie den Gesundheitsfachpersonen. Ziel ist es Empfehlungen für die Entwicklung von zukünftigen digitalen Interventionen sowie in folgenden Schritten die Optimierung der Gesundheitsversorgung auszuarbeiten.
Vorgehen
Es handelt sich um eine Querschnittsstudie mit einem mixed-methods-Design. Die Betroffenen und Angehörige werden über die Patientenorganisation Long Covid Schweiz rekrutiert. Ziel ist es in Abhängigkeit von der Sättigung, mindestens jedoch 10 Gesundheitsfachberufe, 10 Long- Covid-Betroffene und 5 Angehörige schweizweit zu befragen. Das Projekt besteht aus vier Teilbereichen: 1. Identifikation und Analyse digitaler Gesundheitsinterventionen, die in der Schweiz für die Behandlung von Long-Covid-Patient*innen verfügbar sind. (deskriptiv-explorative Auswertung) 2. Halbstandardisierte qualitative Interviews mit Nutzenden, potenziell Nutzenden und Angehörigen sowie Gesundheitsfachpersonen um Information zu Bedürfnissen, Erfahrungen, Herausforderungen und Best Practices zu sammeln (Auswertung mittels Inhaltsanalyse nach Mayring) 3. Online-Befragung mittels eines auf den Interviewergebnissen basierenden Fragebogens (statistische deskriptiv-explorative Auswertung). 4. Triangulation aller Ergebnisse und Expertenworkshop (BFH-Mitarbeitende, SIPBB, Spitex Thun, Vertreter*innen der Gesundheitsfachberufe und Patient*innen) zur Ergebnisdiskussion und zum Ableiten von Empfehlungen, Best-Practice und Guidelines
Ergebnisse
Liegen derzeit noch nicht vor
Ausblick
Die Nutzung von digitalen Gesundheitsinterventionen kann das Gesundheitssystem entlasten und zu einer höheren Kosteneffizienz führen. Hierfür müssen die digitalen Gesundheitsinterventionen allerdings bekannt sein und genutzt werden. Weiterhin können Entwickler*innen von digitalen Gesundheitsinterventionen einen Vorteil von Empfehlungen zum Design und Funktionalitäten haben. Daten zu Long-Covid-Krankheitsverläufen und Patient-reported Experience/Outcome Measures können über eine Datensammlung in digitalen Lösungen zur Erforschung des Krankheitsbildes und der Krankheitsverläufe ebenso profitieren. Das Projekt zu digitalen Gesundheitsinterventionen für Long Covid könnte auf gesellschaftlicher Ebene langfristige Veränderungen im Gesundheitswesen und in der Art und Weise, wie chronische Krankheiten behandelt werden, bewirken. Die Behandlung kann kosteneffizienter gestaltet werden. Durch die Verlagerung von Behandlungen ins häusliche Umfeld könnte das Gesundheitssystem entlastet werden. Neue Versorgungsmodelle können konzipiert werden. Good Practice für die Integration von digitalen Gesundheitsinterventionen in den Care@Home Prozess kann ausgearbeitet werden.