Einfluss von Hängegleitern auf Wildtiere im alpinen Lebensraum
Wildtiere können sensibel auf Luftfahrzeuge reagieren, was für sie negative Folgen haben kann. Unsere wissenschaftliche Studie trägt dazu bei den Einfluss des Hängegleitens besser zu verstehen und negative Auswirkungen zu reduzieren.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
- Institut(e) Multifunktionale Waldwirtschaft
- Forschungseinheit(en) Waldökosystem und Waldmanagement
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2029
- Projektleitung Prof. Dr. Christian Willisch
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Projektmitarbeitende
Prof. Dr. Christian Willisch
Nelson Marreros
Michael Grüter
Sven Signer - Partner Schweizerischer Hängegleiter-Verband
- Schlüsselwörter Gleitschirm, Hängegleiter, Störungsökologie, Grundlagen, Konflikte, Management, Wildtiere, Gämsen
Ausgangslage
Bisherige wissenschaftliche Forschungsarbeiten zum Thema «Wildtiere & Hängegleiten» haben bereits wichtige Zusammenhänge aufgedeckt. Einige relevante Fragen sind jedoch immer noch offen. Im Auftrag des Schweizerischen Hängegleiterverbands (SHV) mit Unterstützung des BAZL und verschiedener Kantone führt die BFH-HAFL eine wissenschaftliche Untersuchung dazu durch. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Klärung folgender Sachverhalte: Sind Veränderungen in der Reaktion von Wildtieren gegenüber Hängegleitern im Vergleich zur Situation vor rund 20–30 Jahren festzustellen? Wie ist der Einfluss von Hängegleitern gegenüber anderen menschlichen Freizeitaktivitäten am Boden einzustufen? Inwiefern beeinflusst der Hängegleitersport die Kondition/Konstitution der Wildtiere?
Vorgehen
Zur Klärung der ersten beiden Fragestellungen erfolgt die Datenerhebung mittels Direktbeobachtungen in verschiedenen Studiengebieten in der Schweiz. Darunter befinden sich vier Gebiete im Berner Oberland, in denen bereits in den 1990-2000er Jahren Erhebungen durchgeführt wurden. Dort wurden u.a. Reaktions- und Fluchtdistanzen von Gämsen gegenüber sich nähernden Hängegleitern ermittelt. Um Veränderungen im Verhalten der Gämsen gegenüber damals festzustellen, werden in diesen Gebieten die Erhebungen mit derselben Methodik wiederholt. In weiteren Regionen wird zudem die tageszeitliche Raumnutzung von Gämsen in Bezug zu auftretenden Hängegleitern und anderen potenziellen Störquellen am Boden, wie Wanderern, festgehalten. Für den dritten Teil der Untersuchung, werden bestehende Daten der Kantone zu Gewichten und Körpergrössen von erlegten Tieren (Gämsen, Steinböcke) zusammengetragen und diese mit verfügbaren Befliegungsdaten von Hängegleitern in diesen Regionen in Verbinung gebracht.