Best Practice Seeuferrevitalisierung

Erarbeitung einer Best-Practice-Arbeitshilfe zur Revitalisierung von Seeufern im Rahmen der Biodiversitätsstrategie Schweiz, mit Fokus auf Planung, Umsetzung und nachhaltige Entwicklung resilienter Gewässerökosysteme.

Steckbrief

  • Beteiligte Departemente Architektur, Holz und Bau
  • Institut(e) Institut für Infrastruktur und Umwelt IIU
  • Forschungseinheit(en) Fachgruppe Wasser und Naturereignisse FGWN
  • Strategisches Themenfeld Themenfeld Nachhaltige Entwicklung
  • Förderorganisation Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
  • Laufzeit (geplant) 18.03.2026 - 31.12.2029
  • Projektleitung Prof. Dr. Jolanda Jenzer Althaus
  • Projektmitarbeitende Linda Ryter
    Prof. Dr. Pierre Queloz
    Sophia Völk
  • Partner see-land.plan gmbh
    EPFL
    Verein für Ingenieurbiologie
    Hydrique Ingénieurs SA
    AquaPlus AG
  • Schlüsselwörter Seeuferrevitalisierung, Biodiversität, Gewässerökosysteme, Best-Practice

Ausgangslage

Im Rahmen des Aktionsplans Strategie Biodiversität Schweiz wird die Förderung biodiverser und resilienter Seen im Kontext des Klimawandels verfolgt. Ein zentraler Bestandteil ist die Revitalisierung von Seeufern, die sowohl zur ökologischen Aufwertung beiträgt als auch die Anpassungsfähigkeit der Gewässer an sich verändernde Rahmenbedingungen stärkt. Gleichzeitig fehlt bislang eine systematische Aufbereitung von Erfahrungen und bewährten Lösungen, die als Orientierung für zukünftige Projekte dienen können. Insbesondere bestehen Herausforderungen im Umgang mit unterschiedlichen Ufercharakteristiken, hydrodynamischen Prozessen, Nutzungsansprüchen sowie rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund soll eine Best-Practice-Arbeitshilfe erarbeitet werden, die erfolgreiche Beispiele, methodische Ansätze und praxisnahe Empfehlungen bündelt. Sie berücksichtigt sämtliche relevanten Gewässerbereiche – von Freiwasserzonen über Ufer und Deltas bis hin zu Zuflüssen – und schafft eine fundierte Grundlage für Planung, Umsetzung und langfristige Entwicklung von Seeuferrevitalisierungen.

Vorgehen

Entwicklung und Aufbereitung nachfolgender Produkte mit Fokus auf die Bedürfnisse der zentralen Anspruchsgruppen wie Auftraggeberschaft, Planungsbüros (Ingenieurwesen, Landschaftsarchitektur oder Ökologie), Bewilligungsbehörden, Bauunternehmungen sowie Studierende als Anwender*innen: Erarbeitung einer Best-Practice-Arbeitshilfe mit Fokus auf zentrale Schritte und Erfolgsfaktoren für qualitätsvolle Revitalisierungsprojekte. In Abstimmung mit dem BAFU und dem Projektteil SUPSI wird ein Kriterienkatalog bzw. eine Checkliste entwickelt. Dieser dient als Orientierung und Anforderungskatalog für subventionsberechtigte Projekte zuhanden von BAFU, kantonalen Behörden und Planer*innen. Definiert werden die Anforderungen an Projekte im Rahmen der Programmvereinbarung und im Planungsprozess zu erarbeitenden Grundlagen, insbesondere im Spannungsfeld von Naherholung und Ökologie. Ergänzend werden rund zehn Referenzbeispiele gesammelt und aufbereitet. Pro Projekt wird ein besonders gelungener Aspekt identifiziert und anhand der definierten Kriterien beschrieben und eingeordnet. Die ausgewählten Projekte werden anhand des Kriterienkatalogs bewertet, in standardisierten Steckbriefen dokumentiert und in einer digitalen Karte (GIS-Layer) räumlich verortet. Der Wissenstransfer ist über die Wasser-Agenda 21 geplant, u. a. in Form von Fachartikeln, Seminaren oder Webinaren.

Best Practice Seeuferrevitalisierung: Anregungen für qualitätsvolle, zukunftsgerichtete Projekte.
Best Practice Seeuferrevitalisierung: Anregungen für qualitätsvolle, zukunftsgerichtete Projekte.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
  • 14: Leben unter Wasser
  • 15: Leben an Land