Blended Nutrition Care at home
Das Projekt konzipiert und evaluiert ein Care@home-Modell zur Ernährungstherapie von Patient*innen mit Mangelernährung nach Spitalaustritt. Im Zentrum steht eine Blended Nutrition Therapy, die persönliche und digitale Beratung kombiniert.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Gesundheit
-
Institut(e)
Ernährung und Diätetik
Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik - Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2026
-
Projektleitung
Prof. Dr. Undine Lehmann
Dr. Raphael Banz - Projektmitarbeitende Prof. Dr. Katharina Blankart
-
Partner
Eveline Zbären, MSc HAFL, Omanda AG
Dr. Marvin Grossmann, Inselspital
PD. Dr. med. Matthias Schlögl, Klinik Barmelweid - Schlüsselwörter Ernährungstherapie, Blended Counseling, Digitalisierung, Mangelernährung, Gesundheitsökonomie
Ausgangslage
Mangelernährung ist ein häufiges und schwerwiegendes Problem im Gesundheitswesen und betrifft rund 40 Prozent der hospitalisierten Patient*innen. Sie führt zu negativen Folgen wie Gewichtsverlust, Muskelabbau, erhöhter Sturzgefahr und häufigeren Rehospitalisationen. Obwohl eine gezielte Ernährungstherapie nachweislich die Lebensqualität von Patient*innen verbessern und Spitaleinweisungen reduzieren kann, fehlt in der Schweiz häufig eine strukturierte ernährungstherapeutische Betreuung nach dem Klinikaufenthalt. Diese wesentliche Versorgungslücke wird mit diesem Projekt im Care@home-Setting adressiert.
Vorgehen
Im Projekt wird ein innovatives Blended-Nutrition-Care@home-Modell entwickelt und evaluiert, das persönliche und digitale Ernährungstherapie kombiniert. Ziel ist die strukturierte Betreuung von Patient*innen mit Mangelernährung im häuslichen Umfeld. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden rund 20 Patient*innen nach Klinikaustritt betreut, um die Machbarkeit, Wirksamkeit und Umsetzbarkeit des Ansatzes zu evaluieren. Dabei werden bestehende digitale Tools und telemedizinische Methoden genutzt. Begleitend werden die Bedürfnisse von Patient*innen und beteiligten Institutionen erhoben sowie technologische, organisatorische und gesundheitsökonomische Anforderungen analysiert.
Ausblick
Aufbauend auf den Ergebnissen des Pilotprojekts ist ein Folgeprojekt geplant, das die kantonale und nationale Skalierung des entwickelten Modells zum Ziel hat. Dabei werden digitale Lösungen weiterentwickelt, patientenrelevante Outcomes untersucht sowie gesundheitsökonomische und gesellschaftliche Auswirkungen analysiert und Integrationsprozesse in verschiedene Versorgungssysteme getestet. Langfristig soll ein standardisiertes, schweizweit einsetzbares Care@home-Modell für Ernährungstherapie etabliert werden, das die Versorgung verbessert und zur Senkung der Gesundheitskosten beiträgt.