Hitzeschutz für ältere Menschen
Mit Unterstützung der Burgergemeinde Bern und Kanton Bern GSI will das Projekt hitzebedingte Gesundheitsprobleme bei älteren, alleinlebenden Menschen im Kanton BE frühzeitig verhindern, bevor Hospitalisierungen oder Todesfälle auftreten.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Gesundheit
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Institut(e)
Institut Alter
Pflege - Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.07.2026 - 30.04.2027
- Projektleitung Tannys Helfer
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Projektmitarbeitende
Katja Sara Brogli
Prof. Dr. Eva Soom Ammann -
Partner
Finanzierung: Burgergemeinde Bern
Finanzierung: Kanton Bern GSI - Schlüsselwörter Hitzewellen, Hitze-Buddies, Cooling-Spots, Hitzeschutzmassnahmen, ältere Personen, gefährdete Gemeinde
Ausgangslage
Der Klimawandel führt in der Schweiz zu einer deutlichen Zunahme von Hitzewellen (mittlere Tagestemperatur für mindestens drei aufeinanderfolgende Tage grösser oder gleich 25 °C) und längeren Hitzeperioden. Hitze ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, da sie bspw. das Herz-Kreislauf-System belastet, Dehydratation begünstigt und bestehende chronische Erkrankungen verschärft. Die hitzebedingte Mortalität nimmt insbesondere während ausgeprägter Hitzewellen messbar zu. Sogar ein moderater Temperaturanstieg geht mit einer erhöhten Sterblichkeit einher, was angesichts seiner Häufigkeit ebenfalls Grund zu ernsthafter Besorgnis gibt. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da altersbedingte physiologische Veränderungen, Multimorbidität, Medikamenteneinnahme sowie eine verminderte Wahrnehmung von Durst die Anpassungsfähigkeit an hohe Temperaturen einschränken. Ältere Personen, die allein leben, sind zusätzlich belastet, da mögliche soziale Isolation die Umsetzung von Schutzmassnahmen und das frühzeitige Erkennen gesundheitlicher Probleme erschwert. Nationale und städtische Hitzeschutzmassnahmen (z. B. Präventionskampagnen, «Hitze-Buddies», «Cooling Spots») sind zunehmend vorhanden und in manchen Kantonen teilweise implementiert. Mehrere der Kantone haben bereits konkrete Hitzeschutzaktivitäten eingeführt, jedoch bestehen Unterschiede hinsichtlich Reichweite, institutioneller Verankerung und systematischer Einbindung sozialer Unterstützungsnetzwerke.
Vorgehen
Die Vorbereitungen für die Unterstützung alleinlebender älterer Menschen während Hitzewellen im Kanton Bern haben bereits vor 1-2 Jahren begonnen. Um eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung durch die Gemeinden zu gewährleisten – und insbesondere die Akzeptanz von künftigen Massnahmen und Angeboten bei zu Hause lebenden älteren Menschen zu steigern – ist es entscheidend, ein besseres Verständnis für ihre Sichtweisen zum Thema Hitzeschutz sowie ihre Bedürfnisse im Hinblick auf die vom Kanton Bern empfohlenen Massnahmen (z. B. Hitze-Buddies, Cooling Spots) zu gewinnen. Die Einbeziehung der Perspektiven von alleinlebenden älteren Menschen ab 75 Jahren bei der Weiterentwicklung von Hitzeschutzmassnahmen würde dem Kanton Bern eine wichtige Unterstützung bei der gezielten Umsetzung des Aktionsplans bieten. Im Rahmen des Projekts «Hitzeschutz für ältere Menschen im Kanton Bern» werden mit finanzieller Unterstützung der Burgergemeinde Bern und Kanton Bern GSI und in Zusammenarbeit mit dem Kanton BE und Pro Senectute Kanton BE die Perspektiven älterer Menschen in Gemeinden untersucht, die im Kanton besonders gefährdet sind, von Hitzewellen betroffen zu sein. Die Bedürfnisse alleinlebender älterer Menschen im städtischen Umfeld in Bezug auf Hitze und bestehende Hitzeschutzmassnahmen werden durch semistrukturierte Interviews mit ihnen erfasst. Gleichzeitig werden die Innentemperaturen und die Luftfeuchtigkeit in ihren Wohnungen (sowie im Aussenbereich ihrer Wohnumgebung) gemessen.