Thrive

Thriving through Reflection on Digital Engagement for Learning and Well-being

Steckbrief

Ausgangslage

THRIVE widmet sich einer der drängendsten Herausforderungen im europäischen Bildungswesen: dem Verständnis und der Begleitung des selbstreflexiven Umgangs von Jugendlichen mit digitalen Technologien im Zeitalter generativer KI. Das zentrale Ziel des Projekts ist es, ein umfassendes, evidenzbasiertes Verständnis davon zu gewinnen, welchen Einfluss digitale Praktiken auf selbstreguliertes Lernen (SRL) und emotionales Wohlbefinden von Jugendlichen haben. Diese Erkenntnisse sollen in skalierbare Interventionen und praxisorientierte Leitlinien für Schulen und politische Entscheidungsträger einfliessen.

Vorgehen

THRIVE arbeitet mit einer vierphasigen Methodik (CUES): 1 - Collect: Erhebung von Basisdaten von ca. 4.000 Jugendlichen (14–16 Jahre) an 30 Schulen in sieben Ländern mittels Mixed-Methods-Befragungen, angeleiteter Selbstreflexion und Beiträgen von Lehrkräften und Schulleitungen. 2 - Understand: Analyse digitaler Praktiken und Ableitung von Gestaltungsmustern mithilfe computergestützter Auswertungen der Reflexionen der Jugendlichen. Dies wird gefolgt von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zweier KI-gestützter, reflexiver Interventionen (intelligentes Tutoring, adaptives Feedback), die in ein Open-Source-Tool (ORBITA) integriert sind. 3 - Empower: Schulen werden gestärkt, indem die Ergebnisse in den Europäischen Rahmen für Interventionen zum Wohlbefinden von Jugendlichen (AdWell) integriert werden. Unterstützt wird dies durch Leitfäden und Policy-Briefs. 4 - Scale: THRIVE arbeitet aktiv an der Verbreitung offener wissenschaftlicher Erkenntnisse, u.A. durch die Etablierung eines europäischen Netzwerks für digitales Wohlbefinden an Schulen (E-Well+ connect), Erasmus+-Lehrerfortbildungen und FAIR/CESSDA-konforme offene Ressourcen.

Ergebnisse

THRIVE kommt den jugendlichen Studienteilnehmern direkt zugute und wandelt sie von passiven Forschungssubjekten in aktive Gestalter und Nutzniesser. Durch die Einbeziehung der Stimmen von Jugendlichen, die Gewährleistung von Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, sozioökonomischem Status und Behinderung sowie die Anwendung sog. value-sensitive KI-Designs liefert THRIVE fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Werkzeuge, die digitale Selbstbestimmung, metakognitive Fähigkeiten und Resilienz fördern. Im Einklang mit den Prioritäten von Horizon Europe in den Bereichen digitale Bildung, Wohlbefinden und Inklusion stattet THRIVE Europa mit datengestützten, skalierbaren Lösungen aus, um einen gesunden und selbstbestimmten Umgang mit Technologie in Schulen zu fördern.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • 4: Hochwertige Bildung