Barrierefreiheit im Kindertheater als Lerninstrument
Im Zentrum des Projekts steht das Konzept der „Aesthetics of Access“. In Kollaboration mit der Theatergruppe Engel&Magorrian fördert das Projekt Barrierefreiheit im Kinder- und Jugendtheater.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Hochschule der Künste Bern
- Institut(e) Institut Praktiken und Theorien der Künste
- Forschungseinheit(en) Kunstvermittlung
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Caring Society
- Förderorganisation SNF
- Laufzeit (geplant) 01.05.2026 - 31.10.2027
- Projektleitung Prof. Dr. Yvonne Schmidt
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Projektmitarbeitende
Nina Mühlemann
Jonas Thubten Shontshang
Luzius Engel
Emily Magorrian -
Partner
Theaterkompanie Engel & Magorrian
Theater Stadelhofen
ASSITEJ
Schlachthaus Theater Bern
ThiK Theater im Kornhaus
Schule Fokus Sehen
Ausgangslage
Das Vermittlungsprojekt macht Kindertheater barrierefrei und nutzt es als Lernmittel für Inklusion und Barrierefreiheit. Es baut auf dem Forschungsprojekt "Ästhetiken des Im/Mobilen" auf, das künstlerische Umsetzungen von Barrierefreiheit und die Arbeitsweisen behinderter Künstler*innen untersuchte. In Zusammenarbeit mit der Theatergruppe Engel&Magorrian trägt das Projekt zur Verankerung von Barrierefreiheit im Kinder- und Jugendtheater sowie zu einer inklusiveren Schweizer Kulturlandschaft bei.
Vorgehen
Leider wird Barrierefreiheit im Kultursektor (und auch anderswo) nach wie vor oft vernachlässigt und meist erst im Nachhinein berücksichtigt. Während es im Theater- und Tanzbereich generell an Barrierefreiheit mangelt, trifft dies besonders auf das Kindertheater zu. Rund 5 % der Kinder in der Schweiz sind behindert. Dennoch ist die Kulturlandschaft für diese Kinder derzeit kaum zugänglich, und weder behinderte noch nichtbehinderte Kinder haben viele Möglichkeiten, Inklusion und Barrierefreiheit in einem kulturellen Umfeld spielerisch zu erkunden. Hier setzt das Projekt an, indem es Wissen zu künstlerischer Barrierefreiheit aus dem SNF-Forschungsprojekt "Ästhetiken des Im/Mobilen" gezielt ins Kinder- und Jugendtheater überträgt, wobei eine barrierefreie Theaterproduktion als Lerninstrument dient. In Zusammenarbeit mit der Theatergruppe Maggorian & Engel verfolgt das Projekt zwei Ziele: 1. Gemeinsam mit Schulen für blinde Kinder wird das Stück „Im Härz“ mit Audiodeskription entwickelt, und ausserdem als Relaxed Performance gestaltet, um auch neurodivergenten Kindern den Zugang zu erleichtern. Partizipative Workshops ermöglichen dabei einen kontinuierlichen Austausch zwischen Künstler*innen, Forschenden und jungem Publikum. 2. Auf Basis dieser Erfahrungen wird ein übertragbares Workshop-Format erprobt und in einem praxisorientierten Handbuch dokumentiert. Das bietet Theaterpraktiker*innen konkrete Methoden, um Barrierefreiheit von Beginn an in kreative Prozesse zu integrieren.
Ergebnisse
Durch die Verbindung von Forschung, Praxis und Bildung trägt das Projekt dazu bei, Barrierefreiheit nachhaltig im Kinder- und Jugendtheater zu verankern und eine inklusivere Kulturlandschaft in der Schweiz zu fördern. Mit der Publikation eines Leitfadens zum Thema Barrierefreiheit und Kindertheater, bietet das Projekt Orientierung für anderen Künstler*innen und Theatern, die barrierefreiere Projekte realisieren möchten.