Klimaanpassung durch Untersaaten im Bioackerbau
Untersaaten haben ein grosses Potenzial als Klimaanpassungsmassnahme. Dieses Projekt untersucht offene Fragen zu Untersaatmischungen, verschiedenen Saatzeitpunkten, Konkurrenzkraft und zum Wasserhaushalt im Boden in der Biolandwirtschaft.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
- Institut(e) Agronomie
- Forschungseinheit(en) Pflanzenbau und Biodiversität
- Förderorganisation Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2029
- Projektleitung Prof. Dr. Stéphane Burgos
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Projektmitarbeitende
Prof. Dr. Stéphane Burgos
Franziska Büeler
Benoît Paul Loup
Regina Michaela Biedermann
Sofia Lilia Caprez -
Partner
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FibL
Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Migros
Kanton Aargau
Kanton Zürich - Schlüsselwörter Untersaat, Klimaanpassung, Bioackerbau, herbizidlos, Pflanzenkonkurrenz, Untersaatmischungen
Ausgangslage
Untersaaten erhöhen nicht nur die Bodenbedeckung, sie sind auch eine Möglichkeit für Landwirtschaftsbetriebe, sich an häufigere Wetterextreme anzupassen und ihr System resilienter zu gestalten. Zur Wirkung von Untersaaten, besonders auf Biobetrieben ohne Herbizideinsatz, muss jedoch weiter geforscht werden. Das Projekt, unter der Hauptleitung vom FiBL (https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/3171), trägt mit Praxisversuchen dazu bei, offene Fragen zum Effekt der Untersaat auf die Hauptkultur oder zum Einfluss der Wahl der Untersaatkomponenten und des Saatzeitpunkts auf die Bestandesentwicklung zu beantworten. Zudem soll untersucht werden, wie die Wasserverfügbarkeit und das Infiltrationsvermögen beeinflusst werden.
Vorgehen
Auf zwei Bio Suisse Acker- bzw. Gemischtbetrieben im Kt. Aargau werden über 4 Projektjahre Versuche in den zwei wichtigen Hauptkulturen Mais und Weizen angelegt. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Bodentypen und Ausgangsmaterialien: Eine leicht stauwassergeprägte Braunerde mit Tonverlagerung auf Moräne und eine stark tonhaltige Braunerde mit Kalk ab ca. 50 cm auf Jura-Kalkgestein. Die BFH-HAFL beschreibt die Parzellen bodenkundlich, um möglichst homogene Zonen für das Anlegen der Versuche auszuscheiden. Auf den Maisparzellen werden zudem je 6 Sonden (2 Mischungen + 1 Kontrolle und zwei Saatzeitpunkte) installiert. Sie messen den volumetrischen Wassergehalt und dienen dazu, den Einfluss der Untersaat auf den Wasserhaushalt zu ermitteln. Weitere Parameter, die im Projekt aufgenommen werden, sind die Bodenbedeckung, der Trockensubtanzertrag, das Wasserinfiltrationsvermögen und der Ertrag der Hauptkultur. Parallel zu den Haupt-Versuchen führt das FiBL Streifenversuche auf Praxisbetrieben im Weizen durch. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für die Praxis abgeleitet .