Reframing AI Narratives
Die Debatte über KI wird vom Hype geprägt. Das Projekt befähigt junge Menschen, dominante Tech-Narrative kritisch zu hinterfragen und eigene Gegen-Erzählungen zu entwickeln – durch Workshops, Filme und eine öffentliche Ausstellung.
Steckbrief
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Beteiligte Departemente
Hochschule der Künste Bern
Technik und Informatik - Institut(e) Institute for Human Centered Engineering (HuCE)
- Forschungseinheit(en) HuCE / Labor für Computerwahrnehmung und virtuelle Realität
- Förderorganisation SNF
- Laufzeit (geplant) 01.05.2026 - 30.08.2027
- Projektleitung Prof. Dr. Sarah Dégallier Rochat
- Schlüsselwörter AI Narratives, Technodetermism, Narrative Agency, Critical AI
Ausgangslage
Die öffentliche Debatte über künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend von einem ausgeprägten „KI-Hype“ dominiert – einer Kommunikationspraxis, die auf spektakulären, oft weder überprüfbaren noch widerlegbaren Behauptungen über die Fähigkeiten und die vermeintliche Autonomie von KI-Systemen beruht. Diese Narrative dominieren die öffentliche Debatte und stellen KI als unvermeidlich und alternativlos dar. Damit werden Faktenwissen und ethische, gesellschaftliche und politische Fragen in den Hintergrund gedrängt.
Vorgehen
Im Zentrum steht die Entwicklung narrativer Handlungsmacht: Junge Menschen sollen befähigt werden, dominante Tech-Narrative kritisch zu dekonstruieren und eigene Gegen-Erzählungen zu gestalten. Die Umsetzung erfolgt in zwei miteinander verzahnten Interventionen: • Vier Workshop-Serien in unterschiedlichen Institutionen, in denen Teilnehmende kurze Filme über ihre technologischen Erfahrungen und Zukunftsvorstellungen produzieren. • Eine öffentliche Ausstellung, die Filmvorführungen, Expert*innengespräche, interaktive Workshops sowie einen Posterwettbewerb umfasst und damit eine breite gesellschaftliche Debatte anregt. Das Projekt untersucht und erkundet exemplarisch, wie kreative Ausdrucksformen genutzt werden können, um technologische Zukunftsvorstellungen zu pluralisieren und die demokratische Teilhabe zu stärken. Das Projekt verbindet kritische Technologieanalyse mit kunstbasierten Methoden und spekulativem Design, um die emotionale, kreative und intellektuelle Auseinandersetzung miteinander zu verschränken.