Expanded Theater

Dem Master-Studiengang Expanded Theater liegt ein erweitertes Theaterverständnis zugrunde. Er richtet sich auch an Künstlerinnen und Künstler anderer Disziplinen.

Der Studiengang:

  • ist eine Ausbildungsvertiefung für Theaterschaffende unterschiedlicher Disziplinen,

  • richtet sich auch an Künstlerinnen und Künstler anderer Fächer wie Tanz, Figurentheater, Performance, Musik,

  • lässt Sie Formen und Arbeitsweisen entwickeln, um Ihre künstlerischen Ideen eigenständig umzusetzen – mutig, jenseits vorhandener Konventionen und ohne sich an die Grenzen einer bestimmten performativen Disziplin zu halten,

  • bietet ein offenes Curriculum und die Möglichkeit, das Studium individuell zu gestalten, damit Sie Ihren eigenen Zugang zum Theater entwickeln können,

  • versteht und bearbeitet Elemente wie Raum, Klang, Körper und Text als theatrale Medien mit äquivalenter Bedeutung – im Sinne einer Dramaturgie der gleichberechtigten Mittel,

  • unterstützt und fördert die Verankerung der eigenen künstlerischen Arbeit in Ihrer Berufspraxis,

  • wird in Kooperation mit den anderen drei Hochschulen für Theater der Schweiz angeboten, damit Sie aus vielen zusätzlichen Lehrangeboten und Vernetzungsmöglichkeiten wählen können.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Master of Arts (MA)
  • Vertiefungen Diverse
  • Studienform Vollzeit (3 Semester), Teilzeit (5 Semester)
  • Studienbeginn Herbst: 16.9.2019
    Frühling: 10.2.2020
  • Anmeldefrist Herbstsemester: 15.4.2019
    Frühlingssemester: 1.11.2019
  • Anzahl ECTS 90 ECTS-Credits
  • Unterrichtssprache Deutsch, Englisch
  • Studienort Bern
  • Departement Hochschule der Künste Bern
  • Studienführer

Studiengangsbroschüre Master Expanded Theater

Inhalt + Aufbau

Die Gestaltung des Studiums richtet sich nach den individuellen Schwerpunkten der Studierenden. Das Kursportfolio einer jeden Studentin, eines jeden Studenten kann aus den Unterrichtsangeboten der HKB im Bereich Theater sowie denjenigen des Master-Campus-Theater­-CH und Angeboten anderer Fachbereiche der HKB zusammengestellt werden. Das Studium kann auf fünf Semester ausgedehnt werden, wenn dadurch eine Vernetzung in der Berufspraxis während des Studiums ermöglicht wird.

Portrait

Vernetzung Schweiz

Der Master-­Campus-­Theater­-CH fasst die gesamten Angebote der Schweizerischen Hochschulen für Theater zusammen und ermöglicht somit eine Erweiterung der Studienmöglichkeiten. Teil dieser Erweiterung sind auch die Campuswochen, die einmal pro Semester stattfinden und den Studierenden die Möglichkeit geben, sich ausserhalb der eigenen Hochschule mit den Studierenden der anderen Campus-Studiengänge zu vernetzen.

Vernetzung HKB

Der Kontext des Studiengangs innerhalb der HKB, als einer Hochschule verschiedenster Kunstformen, ermöglicht es den Studierenden, sich auch am Studienort Bern transdisziplinär zu vernetzen.

Vernetzung international

Um grösstmögliche Vernetzungsmöglichkeit zu erreichen, liegt ein Augenmerk bei der Auswahl von Studierenden und Dozierenden neben der Qualität auch auf der Ermöglichung ausgeprägter kultureller und disziplinärer Vielfalt.

Theorie

Im Fokus der Ausbildung steht die künstlerische Praxis. Projektbezogenes Denken und Handeln sowie Selbstverantwortung und eigenschöpferische Leistung sind zentrale Bestandteile der Ausbildung. Darüber hinaus ist es möglich, sich auch intensiv theoretischen Anliegen zu widmen, in welche die performative Praxis als Versuchsanordnung integriert ist, insbesondere dann, wenn der/die Studierende ein Interesse an angewandter Forschung hat.

Ausbildungsziele

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen mit Abschluss des Studiums über folgende Kompetenzen:

  • Fähigkeit, auf hohem professionellen Niveau eigene Projekte auf künstlerischer und organisatorischer Ebene eigenverantwortlich initiieren, planen, durchführen und evaluieren zu können.
  • Fähigkeit, in einem hoch kompetitiven künstlerischen Umfeld tätig zu sein, in dem Selbstmanagement-Kompetenzen und eigenschöpferische Leistungen (Autorschaft) gefragt sind.
  • Autorschaft: Fähigkeit, eigenständige künstlerische Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
  • Fähigkeit, die eigenen künstlerischen Ausdrucksmittel bewusst einzusetzen und aktiv weiterzuentwickeln.
  • Fähigkeit, theatrale Mittel und Formen zu entwickeln und einzusetzen, die über die Konventionen des Sprechtheaters hinausgehen und im Kontext eines erweiterten Verständnisses der performativen Künste stehen.
  • Transdisziplinarität/Transfer: Fähigkeit, mit anderen künstlerischen und nicht-künstlerischen Disziplinen in den Dialog zu treten und diese in die eigene künstlerische Arbeit einzubeziehen.
  • Medienkompetenz: Fähigkeit, den Einsatz verschiedener medialer Mittel zu reflektieren und diese Mittel in den eigenen Projekten anzuwenden.
  • Internationalität: Fähigkeit, die eigene Arbeit über den deutschsprachigen Raum hinaus in Bezug zur internationalen Theaterszene zu setzen.
  • Führungskompetenz: Fähigkeit, Führungsverantwortung zu übernehmen.
  • Fähigkeit, eigene Produktionsgefässe zu entwickeln.
  • Fähigkeit, ein professionelles Beziehungsnetz mit den für Ihre künstlerische Arbeit relevanten Interessengruppen aufzubauen.
  • Fähigkeit, die eigene künstlerische Praxis zu reflektieren und diese in der Öffnung wie in der Abgrenzung und Differenzierung zu anderen Kunstdiskursen positionieren zu können.
  • Fähigkeit, künstlerische Forschung von anderen Formen wissenschaftlichen Arbeitens/Forschens abzugrenzen.
  • Fähigkeit, künstlerische und wissenschaftliche Fragestellungen miteinander in Verbindung zu setzen sowie die Forschungsrelevanz künstlerischer Projekte zu erkennen.
  • Fähigkeit, an künstlerischen Forschungsprojekten aktiv mitarbeiten zu können.

Vertiefungen + Schwerpunkte

Vertiefungen und Schwerpunkte setzen zum grossen Teil die Studierenden selbst, die nach einem vorausgegangenen Bachelor-Studium oder entsprechender Berufserfahrung in der Lage sind, auf persönliche künstlerische Zielsetzungen zu fokussieren. Die Ermöglichung des Portfolio-Studiums, die Auswahl international praxisvernetzter Dozierender und die Vielfalt der Studierendenprofile wirken dabei unterstützend.

Die Studierenden definieren schon in den Bewerbungsunterlagen die von ihnen gewünschte Vertiefungsrichtung und künstlerisch-inhaltliche Zielsetzung. Zentral ist im Studiengang die Arbeit am eigenen künstlerischen Vorhaben. Der Studiengang wird als Portfolio-Studium studiert. Das heisst, dass die Studierenden, ausgehend von ihrer eigenen Vertiefungsrichtung, Kurse aus verschiedenen, unterschiedlich strukturierten Modulen belegen:

Gastdozierende arbeiten mit einer Gruppe von Studierenden. Die Studierenden sind gefordert, ihre eigene disziplinäre Kompetenz in Bezug zu denen der anderen Studierenden zu setzen.

Dozierende, auch aus theaterfernen Kontexten, stellen ihre Arbeit vor und ermöglichen Reibung und Transferdenken.

Module, die im gemeinsamen Vorlesungsverzeichnis der schweizerischen Hochschulen für Theater Bern, Lausanne, Verscio, Zürich angeboten werden (Master-Campus-Theater-CH).

Studienform + Dauer

Das Master-Studium umfasst 90 ECTS-Credits und wird in der Regel in drei bis maximal fünf Semestern absolviert.

Studienplan + Module

Zum einen dienen die Toolboxes der praktischen Erweiterung der eigenen performativen Mittel und Fähigkeiten. Hier wird die Arbeit mit dem eigenen Körper, der eigenen Stimme und grundlegenden darstellerischen Kompetenzen vermittelt. Workshops in den Bereichen Tanz, Bewegung, Stimme oder Performance gehören ebenso in diese Gruppe, wie die künstlerische Auseinandersetzung mit Raum und Klang. Weitere Module befassen sich mit der darstellerisch-inszenatorischen Arbeit aus dem Blickwinkel von Theorie, Organisation, Projektmanagement, Technik, Gesellschaft und Forschung. Geleitet werden die Toolboxes und Workshops von versierten Dozierenden aus der Theorie und der künstlerischen Praxis.

Im Verlauf ihres Studiums erarbeiten die Studierenden unter der Leitung von renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus der performativen Praxis ein gemeinsames Projekt. Dabei geht es darum, deren Arbeitsweise kennen zu lernen und praktisch zu erproben. Die Arbeitsergebnisse werden öffentlich präsentiert.

Die Modulgruppe Produktion umfasst die Module, in denen die Studierenden individuell an ihren künstlerischen Schwerpunkten arbeiten. Sie ist somit der zentrale Bestandteil des Studiums. Die Studierenden arbeiten in eigener Verantwortung und werden von Mentorinnen und Mentoren begleitet. Die Auswahl der Mentorinnen erfolgt dabei gemeinsam mit den Studierenden.

Die Master-Thesis als grösste Eigenarbeit ist ebenfalls Teil dieser Modulgruppe und gleichzeitig Abschluss des Studiums. Sie setzt sich aus drei Teilen zusammen: MA-Thesis Konzept (schriftlich), MA-Thesis Projekt (praktisch) und MA-Thesis Auswertung (schriftlich). Mit der Durchführung der MA-Thesis weisen die Studierenden nach, dass sie in der Lage sind, performative Projekte auf künstlerischer und organisatorischer Ebene eigenverantwortlich initiieren, planen, durchführen und evaluieren zu können.

Mobilität + Austausch

Möchten Sie als Studentin, als Student aus der Schweiz gerne in einem anderen Land wohnen, dort studieren oder arbeiten? Oder möchten Sie ein Gastsemester an einer anderen Schweizer Hochschule verbringen? Oder kommen Sie aus dem Ausland und wollen ein Semester an der Berner Fachhochschule verbringen? Mobilitätserfahrungen sind immer einmalig und wertvoll. Wir ermöglichen Ihnen, während des Studiums Austauschsemester und Praktika im In- oder Ausland zu absolvieren.


Innerhalb des Master-­Campus-­Theater­-CH ist ein Mindestmass an Studierendenmobilität durch den Modulplan gesetzt. Das individuell zu gestaltende Studium ermöglicht zudem international Vernetzungen, die von den Studierenden selbst entsprechend ihrer Vertiefungsrichtung gewählt und von der Studiengangsleitung entsprechend gefördert werden.

Dozentinnen + Dozenten

Der Studiengang setzt sich mit Strömungen der internationalen Theaterszene auseinander. Dies schlägt sich auch in der Auswahl der Dozierenden nieder, die eine breite Diversität von kulturellen und sprachlichen Hintergründen bieten.

Gastdozierende und Mentor/innen (Auswahl)

Hans Werner Kroesinger
Lukas Bangerter (CH) // Plasma
Big Art Group (USA) // Caden Manson & Jemma Nelson
François Chaignaud (F)
Laurent Chétouane (F)
Franck Chartier // Peeping Tom (BE)
Mark Coniglio (USA)
Maurice de Martin (D)
Viviane de Muynck (BE)
Urs Dietrich (D)
Ivo Dimchev (BG)
Onno Faller (D)
Johanna Freiburg & Berit Stumpf // Gob Squad (D/GB)
Michael Harenberg (D)
Christoph Haering (CH)
Niklaus Helbling (CH/D)
Janina Janke (D) // Oper Dynamo West
Knut Jensen (CH)
San Keller (CH)
Mikael Krogerus (FIN) Roman Tschäppeler (CH)
Felix Kubin (D)
Bojana Kunst (SI)
Hans-Thies Lehmann (D)
Kate McIntosh (NZ)
Helge Musial (D)
Jan Ritsema (NL)
Jens Roselt (D)
Roberto Fratini Serafide (I)
Christoph Siegenthaler (CH)
Prof. Dr. Gerald Siegmund (D)
Leonie Stein (CH)
Fred van der Koij (NL)
Penelope Wehrli (CH)
VA Wölfl // Neuer Tanz Düsseldorf (D)

Punktuell unterrichten darüber hinaus Dozierende des Bachelor Theater/Schauspiel im Master Expanded Theater.

Partner

Die HKB ist mit zahlreichen Partnerhochschulen im In- und Ausland verbunden und arbeitet in vielen Projekten mit internationalen Partnern zusammen. Zudem ist sie Mitglied in diversen internationalen Netzwerken.

Master-Campus-Theater-CH

Der Master Theater der HKB ist Teil des Master-Campus-Theater-CH, eine Kooperation der vier Schweizer Theaterhochschulen in Bern, Lausanne, Verscio und Zürich, die damit verschiedene bedeutende Theatertraditionen in Verbindung bringen – die des deutschen, des französischen und des italienischen Sprachgebiets. Master-Studierende der verschiedenen Hochschulen haben die Möglichkeit, bestimmte Studienangebote an den Partnerschulen zu besuchen. Die gemeinsame Eröffnungswoche aller am Campus beteiligten Hochschulen widmet sich zu Beginn jeden Semesters einem theaterspezifischen Thema und ermöglicht die Vernetzung der Studierenden des Campus untereinander.

Voraussetzungen + Zulassung

Wichtig für die Zulassung zum Studiengang ist ein eigenes Studienvorhaben. Ohne ein solches Vorhaben kann der Studiengang nicht studiert werden. Dieses liegt zur Eignungsabklärung ausformuliert vor und ist zentraler Teil der Zulassung und des Studiums.

Zulassungsbedingungen

Die Studienplätze sind begrenzt (sogenannter Numerus Clausus). Die Eignung zum Studium wird mit einer Prüfung abgeklärt. Wir setzen eine hohe Motivation, Ausdauer, Belastbarkeit und Selbständigkeit voraus sowie die Bereitschaft, sich in Hochschulprojekte aktiv einzubringen.

Formale Bedingungen für die Zulassung zum Aufnahmeverfahren im Master Theater sind:

  • Bachelor in Theater, Tanz, Performance oder ein vergleichbarer theaternaher Abschluss auf Bachelor-Stufe oder
  • eine äquivalente, nachgewiesene praktisch-künstlerische Qualifikation, die von der Zulassungskommission im Rahmen der Eignungsabklärung auf ihre Gleichwertigkeit überprüft wird.
  • Grundlage der Eignungsprüfung ist die Vorlage eines eigenen Projekts, das mit der Bewerbung zum Studium eingesandt wird.

Berufliche Voraussetzungen

Beim Eintritt in den Master verfügen die Studierenden über grundlegende darstellerische Kompetenzen in einem der Bereiche Schauspiel, Tanz, Performance oder in angrenzenden Disziplinen.

Kenntnisse + Fähigkeiten

Der Eintritt ins Studium setzt voraus:

  • erkennbares Potenzial zur Arbeit in eigener Autorschaft und ausgeprägtes Innovations- und Kreationspotential im performativen Bereich,
  • erkennbares Pozential zu künstlerischer Arbeit im transdisziplinären Kontext,
  • Fähigkeit zur Reflexion künstlerischer Prozesse und zur Selbstreflexion,
  • konsistente Qualität des künstlerischen Ansatzes und Realisierbarkeit des eigenen Masterprojekts,
  • grundlegende künstlerische Fähigkeiten im Bereich der performativen Künste,
  • ausgeprägte Fähigkeit zu selbstständiger Arbeit,
  • Theater- und kulturkritische Kenntnisse und Kontextwissen,
  • physische und psychische Belastbarkeit.

Sprachkenntnisse

Die Lehr- und Arbeitssprachen des Master of Arts in Theater sind Deutsch und Englisch.

Ausländische Bewerbende

Ausländische Staatsangehörige benötigen ein gültiges und von der Schweiz anerkanntes Reisepapier, oft ist auch ein Visum erforderlich. Ausserdem müssen internationale Studierende gleich nach der Annahme des Studienplatzes eine Aufenthaltsbewilligung beantragen und eine Finanzgarantie vorweisen können. Zudem müssen sie vor Studienbeginn eine Krankenversicherung abschliessen. Bitte informieren Sie sich genau über Ihre spezifischen Einreisebestimmungen.

Erste Auswahl durch die Jury

Die Zulassungskommission der HKB übernimmt die inhaltliche Prüfung der Bewerbungsunterlagen. Sie setzt sich zusammen aus dem Studiengangsleiter oder der Studiengangsleiterin, mindestens zwei Dozierenden des Studienbereichs Theater und mindestens zwei Expertinnen und Experten, welche beratend mitwirken. Die Zulassungskommission der HKB spricht Empfehlungen für die Zulassung zur fachlichen Eignungsprüfung aus.

Einladung zum Zulassungsgespräch

Die HKB lädt die für die Vertiefungsrichtung Expanded Theater empfohlenen Kandidatinnen und Kandidaten anschliessend zum Zulassungsgespräch ein. Bei Bedarf kann dafür die Vorbereitung von weiteren praktischen und/oder theoretischen Aufgaben verlangt werden.

Entscheid über die definitive Zulassung

Die HKB entscheidet nach dem Zulassungsgespräch über die Aufnahme und informiert die Kandidatinnen und Kandidaten umgehend über den Entscheid.

Abschluss + Perspektiven

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs können sich im bewegten Berufsfeld der performativen Künste autonom positionieren. Sie wissen um ihre Stärken, bringen diese ein und können mit Vertreterinnen und Vertretern anderer künstlerischer Positionen konstruktiv arbeiten.

Titel + Abschluss

Master of Arts (MA) in «Theater – Expanded Theater» 

Der Master-Abschluss befähigt zur professionellen Theaterarbeit in einer gewählten Spezialisierung gemäss internationalen Standards.

Berufsbild + Perspektiven

Die Absolventen und Absolventinnen haben ihre disziplinäre Ausbildung um die gewählte Vertiefungsrichtung erweitert. Damit können sie an unterschiedlichsten performativen Projekten mitwirken und sich besser professionell positionieren. In einer Berufswelt, in der sich disziplinär verortete Arbeiten und Produktionsweisen immer mehr mit denen anderer Disziplinen durchsetzen, sind Künstlerinnen und Künstler mit den oben aufgelisteten Kompetenzen sehr gesucht. Die nun 10-jährige Erfahrung mit einem transdisziplinär denkenden und arbeitenden Studiengang zeigt, dass sowohl an sogenannten festen (Theater-)Häusern als auch in «frei» produzierenden Gruppen die Absolventinnen und Absolventen des Master of Arts in Theater – Expanded Theater sehr gefragt sind.

Weiterführende Angebote

Organisation + Anmeldung

Der Studiengang ist international ausgerichtet. Dem trägt auch das Aufnahmeverfahren Rechnung. Ein grosser Teil der für eine Zulassung notwendigen Informationen kann über ein Dossier eingereicht werden. Aufnahmegespräche können via Skype geführt werden. Dennoch leben die verschiedenen performativen Künste von der analogen Begegnung, weshalb auf ein persönliches Aufeinandertreffen Jury-Kandidatin/Kandidat für eine definitive Aufnahme nicht verzichtet werden kann.

Studienbeginn Herbst: 16.9.2019
Anmeldefrist: 15.4.2019
Zulassungsgespräche: 15./17.5.2019 

Studienbeginn Frühling: 10.2.2020
Anmeldefrist: 1.11.2019

Für Studium und Prüfungen an der HKB werden verschiedene Gebühren fällig. 

Anmeldung (pro Anmeldung) und Eignungsabklärung*

CHF 250.–

Immatrikulation**

CHF 100.–

Studiengebühr (pro Semester)

CHF 750.–

Studiengebühr für Bewerber*innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit*** (pro Semester)

CHF 950.–

Prüfungsgebühr (pro Semester)

CHF 80.–

Gebühr für soziale und kulturelle Einrichtungen sowie für Sport (pro Semester)    

CHF 24.–

Mitgliederbeitrag Verband Studierendenschaft der BFH (VSBFH) (pro Semester) 

CHF 15.–

Beurlaubungsgebühr pro Semester

CHF 100.–

* zuzüglich CHF 10.– Bearbeitungsgebühr bei Bezahlung via Einzahlungsschein / Papierrechnung.
** Führt die Anmeldung zur Immatrikulation, wird die Anmeldegebühr als Immatrikulationsgebühr angerechnet, d. h. es fallen keine zusätzlichen Immatrikulationskosten an.
***Als Bildungsausländer/innen gelten alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die zum Zeitpunkt des Erlangens des Hochschulzulassungsausweises ihren zivilrechtlichen Wohnsitz weder in der Schweiz noch im Fürstentum Liechtenstein hatten.

Hinzu kommt ein Pauschalbetrag für Material, der je nach Studiengang unterschiedlich hoch ausfallen kann, sowie weitere Kosten für Lehrmittel, Fachliteratur, Verbrauchsmaterial, etc.

Die Anmeldegebühr kann während der Online-Anmeldung per Kreditkarte bezahlt werden. Auf Wunsch können die Bewerbenden die Gebühr via Einzahlungsschein / Papierrechnung innert 10 Tagen begleichen. In diesem Fall wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 10.– erhoben. Erlass oder Rückerstattung, etwa im Fall einer Abmeldung oder Nichtteilnahme am Verfahren, ist ausgeschlossen.
 
Das Dossier wird erst nach Zahlungseingang bearbeitet.

Fachhörer/innen

CHF 150.– pro Kurs und Semesterwochenstunde
Es ist nur die passive Teilnahme an Klassenunterricht möglich (einzelne, ausgewählte Vorlesungen, Seminare, kein Einzelunterricht).

Ausbildungsbeiträge werden in Form von Stipendien und Darlehen vergeben. Stipendien sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche bei normalem Verlauf der Ausbildung nicht zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden müssen.

Kantonale Stipendien

Für die Gewährung von Stipendien und Darlehen ist sowohl für Schweizer Studierende als auch für ausländische Studierende grundsätzlich derjenige Kanton zuständig, in dem die Eltern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben. Studierende, die seit mindestens zwei Jahren im Kanton Bern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben, können sich um kantonale Stipendien und Darlehen bewerben. Anträge sind bei der Abteilung Ausbildungsbeiträge der Erziehungsdirektion einzureichen.

Weitere Informationen (inkl. Prognoserechner):

Auf den Websites ausbildungsbeiträge.ch, stipendium.ch bzw. European Funding Guide können Sie die wichtigsten Informationen rund um das Stipendienwesen in der Schweiz bzw. im Ausland abrufen.

Stiftungen und Fonds

Es gibt zudem zahlreiche private Stiftungen und Fonds, die Studierende finanziell unterstützen. Konsultieren Sie das elektronische Stiftungsverzeichnis des Eidgenössischen Departements des Innern. Weitere Infos finden Sie auf dieser Übersichtsseite.

HKB-Stipendienfonds

Viele Studierende der HKB leben in prekären finanziellen Verhältnissen. Neben dem anspruchsvollen und zeitaufwendigen Studium, sind die Verdienstmöglichkeiten eingeschränkt. Die Lebensunterhaltskosten sind in der Schweiz im europäischen Vergleich besonders hoch. Dies führt dazu, dass eine Arztrechnung, eine ausreichend gesunde Ernährung sowie die Bezahlung der Mietkosten oder der Semester- und Prüfungsgebühren zu einem belastenden Problem werden können. Hier leistet der Stipendienfonds der HKB gezielte Unterstützung. Sollten Sie als Studentin oder Student der HKB die Unterstützung und Beratung des Stipendienfonds benötigen, nutzen Sie das Antragsformular Stipendienfonds. Bitte geben Sie das vollständig ausgefüllte Gesuch im Sekretariat Ihres Studiengangs ab. Die Einreichefrist für die Gesuche um einen Semestergeührenerlass läuft jeweils vom 15. Mai bis 15. Juni (für das folgende Herbestsemester) respektive vom 15. November bis 15. Dezember (für das folgende Frühlingssemester).

Antrag auf Übernahme der Studiengebühr durch den Stipendienfonds

Weitere

Unterstützung durch Kulturförderung

Off-Stage-Stipendien für Berner Theaterschaffende

Das Amt für Kultur des Kantons Bern schreibt jedes Jahr Off-Stage-Stipendien für professionelle Berner Theater- und Tanzschaffende (Einzelpersonen oder Kollektive) aus.

Kontakt

Bei Fragen zu Stipendien und Darlehen wenden Sie sich bitte an Sebastian Ledesma.

Die Berner Fachhochschule BFH fördert die Vereinbarkeit von Studium, Berufstätigkeit und Betreuung von Angehörigen.

Die BFH bietet ihren Angehörigen eine beschränkte Anzahl Kitaplätze an. Interessierte Studierende und Mitarbeitende finden die Unterlagen auf dem BFH Intranet. Die Preise sind einkommensabhängig und richten sich nach den kantonalen Tarifen gemäss der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) des Kantons Bern. Die Anmeldung für einen Kitaplatz erfolgt über das Webformular im BFH Intranet. Angehende Studierende und Mitarbeitende ohne Intranet-Zugriff wenden sich bitte an Frau Corinne Badertscher (Tel. 031 848 33 01, corinne.badertscher@bfh.ch). Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz.

Das 3-semestrige Master-Studium kann auf maximal 5 Semester ausgedehnt werden, so dass die Pflege eines schon bestehenden künstlerischen Netzwerks, parallel geschaltete Arbeitsverhältnisse oder Vereinbarkeit mit Familie nach Absprache mit der Studiengangsleitung möglich sind.

Studierende müssen ihre Dienstpflicht auch während des Studiums wahrnehmen. Planen und koordinieren Sie Studium und Dienstpflicht frühzeitig.

Wir empfehlen Ihnen dringend, die Rekrutenschule und den Ersteinsatz im Zivildienst vor Beginn des Studiums vollständig zu absolvieren. Werden sie während des Studiums absolviert, hat dies Absenzen zur Folge und kann zur Verlängerung der Studiendauer führen.

Allgemeine Informationen zu Rekrutierung und Zivildienst

Beratung

Informationen zur Koordination von Studium und Dienstpflicht erhalten Sie bei der HKB-Studierendenadministration (+41 31 848 49 49).

Sie haben sich für ein Studium an der Berner Fachhochschule entschieden? Dann zögern Sie nicht und melden Sie sich gleich an! Mit der Online-Anmeldung haben Sie stets den Überblick über das Verfahren.

Online-Anmeldung

Halten Sie entsprechend Ihrer Vorbildung folgende Dokumente in elektronischer Form bereit (Passfoto: JPG / restliche Unterlagen: PDF). Die maximale Grösse pro Dokument beträgt 1 MB.

  • Identitätskarte oder Pass
  • Passfoto
  • Studienberechtigungsausweis (z.B. gymnasiales Maturitätszeugnis, Berufsmaturitätszeugnis, Fachmaturitätszeugnis, Abiturzeugnis)
  • Tabellarischer Lebenslauf

Ausländerinnen und Ausländer zusätzlich:

  • Aufenthaltsbewilligung (wenn vorhanden)

Falls Sie bereits an einer anderen Hochschule immatrikuliert waren:

  • Exmatrikulationsbestätigung
  • Diplom und/oder Abschrift der bisherigen Studienleistungen (Transcript of Records)

Falls Sie über aufgeführte Dokumente noch nicht verfügen, tragen Sie dies bitte im Bemerkungsfeld ein.

Projektskizze

Antworten auf folgende Fragen und Skizze eines Projekts, das im Verlauf des Studiums realisiert werden soll:

  • Begründen Sie, ausgehend von Ihrer bisherigen künstlerischen Orientierung, die Motivation zur Ausbildung (maximal eine DIN A4-Seite).
  • Skizzieren Sie ein Projekt, welches Sie im Rahmen des Studiums als Masterarbeit realisieren wollen und beschreiben Sie dessen Umsetzung (maximal vier DIN A4-Seiten). Formulieren Sie dabei ein konkretes Bild oder eine konkrete Aktion aus dem Projekt.
  • Das Studium im Master-Theater hat transdisziplinäre Anteile. Beschreiben Sie ein oder zwei Bereiche ausserhalb des Theaters, die Sie inhaltlich und/oder ästhetisch interessieren (maximal eine DIN A4-Seite).
  • Beschreiben Sie ein oder mehrere für Sie richtungsweisende Aufführungen oder Performances. Warum sind diese Arbeiten für Sie wichtig (maximal zwei DIN A4-Seiten)?
  • Beschreiben Sie wesentliche Themen oder Fragestellungen, mit denen Sie sich in Ihrer Arbeit auseinandersetzen wollen (maximal eine DIN A4-Seite).

Dokumentation künstlerische Praxis

Lassen Sie uns bitte, falls vorhanden (für Sur-dossier-Anwärter/innen obligatorisch), eine Dokumentation Ihrer bisherigen künstlerischen Praxis zukommen. Erwünscht ist ein Link zu einer Zusammenstellung von verschiedenen Projekten (max. 10 Minuten). Einzelnachweise von Projekten dürfen maximal 5 Minuten dauern.

Beratung + Infoveranstaltungen

An der HKB erwarten Sie ein offener Geist und eine familiäre Atmosphäre. Besuchen Sie uns.

Studienberatung

Der Studiengang präsentiert regelmässig öffentlich Arbeitsergebnisse. Diese Veranstaltungen sind immer auch eine Möglichkeit, sich über den Studiengang zu informieren. Ausserdem kann Sibylle Heim, künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin, die den Studiengang auch organisatorisch unterstützt, kontaktiert werden.

Infoveranstaltungen

Derzeit sind keine Infoveranstaltungen geplant.

Infrastruktur + Studienort

HKB Theater Zikadenweg

Der Standort Theater am Zikadenweg verfügt über 3000 Quadratmeter Arbeits- und Präsentationsräume, darunter drei flexibel einzurichtende Bühnen mit professioneller Theatertechnik: Haupt-, Studio- und Probebühne. Neun grosse Projekträume stehen den Studierenden als Proberäume und Arbeitsateliers zur Verfügung, darüber hinaus ein Tanz- und Bewegungsstudio und mehrere Arbeitsateliers, Videoschnittplätze, eine Werkstatt sowie ein Fundus für Requisiten und Kostüme sowie eine Theaterbibliothek.

MediaLab Fellerstrasse

Das MediaLab ist das Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für audiovisuelle Gestaltung und Fotografie an der HKB. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MediaLab führen Lehrveranstaltungen durch und bieten Fotografie- und Video-Trainings an. Sie beraten Studierende und Dozierende bei inhaltlichen und technischen Fragen. Arbeitsplätze und Studios sind mit einer umfangreichen Produktionsinfrastruktur ausgerüstet. Audio- und Videotechnik steht den Studierenden über die Ausleihe auch Ausserhalb des Medialabs zur Verfügung.

Mediothek Fellerstrasse

Die Mediothek ist die Bibliothek der Fachbereiche Gestaltung und Kunst, Konservierung und Restaurierung und des Y Instituts (Institut für Transdisziplinarität). Sie steht HKB-Angehörigen sowie externen Benutzerinnen und Benutzern offen. 35.000 Medien stehen in der Freihandbibliothek zur Verfügung.