Inhalt + Aufbau
User Experience entscheidet darüber, ob Produkte begeistern oder scheitern.
Portrait
Mit dem sehr abstrakten Begriff User Experience oder auch Nutzererlebnis versucht man greifbar zu machen, was Personen erleben, wenn sie mit einem Produkt, einer Dienstleistung, einer Marke oder einer Firma in Berührung kommen.
Tatsächlich kann die Gesamtheit dieser Erlebnisse für den Erfolg eines Unternehmens ausschlaggebend sein. Denn Nutzer*innen fällen und beeinflussen viele Entscheide. Dazu gehören die für Firmen essenziellen Kaufentscheide. Zudem geben Nutzer*innen beispielsweise auch Produkte zurück, erfinden neue Wege, Dinge zu tun, erzählen Kolleg*innen und der Öffentlichkeit von ihren Erlebnissen, machen Fehler mit katastrophalem Ausgang, verlieben sich in Produkte, und mehr. Sich mit diesen Erlebnissen zu befassen und diese in der Gestaltung interaktiver Systeme zu berücksichtigen, ist eine nicht zu unterschätzende Chance und Notwendigkeit für Firmen.
Dabei wünschen sich Nutzer*innen praktische Produkte, die Spass machen, sich gut anfühlen und ihre persönliche Entwicklung fördern. Es benötigt viel Wissen über Nutzer*innen und die konkreten Situationen, in welchen die Produkte verwendet werden, um nach diesen Kriterien gute Produkte zu entwickeln. Dieses Wissen lässt sich nur bedingt im stillen Kämmerlein erarbeiten.
Zweifellos ist es sehr viel wirkungsvoller, wenn Produktentwicklungsteams direkt mit potenziellen Nutzer*innen in Kontakt treten, deren Bedürfnisse verstehen und gemeinsam mögliche Lösungen unter die Lupe nehmen. Das Ergebnis sind attraktive Produkte für Nutzer*innen, die auf dem Markt erfolgreich sind.
Berufsperspektiven
Das CAS User Experience eröffnet Absolvent*innen vielfältige Karrieremöglichkeiten in der wachsenden Nachfrage nach nutzerzentrierter Produktentwicklung. Abgestützt auf praxisnahe Methoden und ein fundiertes Verständnis von Nutzer*innen qualifizieren sich Teilnehmer*innen für folgende Rollen:
- UX Designer / Product Designer – Gestaltung digitaler Produkte mit Fokus auf Nutzbarkeit, Ästhetik und Nutzererlebnis
- UX Researcher – Planung und Durchführung von Nutzertests sowie Ableitung konkreter Produktmassnahmen
- Interaction Designer – Entwicklung konsistenter Designsysteme und Interaktionskonzepte
- Product Manager / Product Owner – nutzerzentrierte Steuerung von Produktentscheidungen im agilen Umfeld
- Business Analyst*in mit UX-Kompetenz – Brückenfunktion zwischen Nutzeranforderungen, Business und Entwicklung
Diese Profile sind im Schweizer Markt stark gefragt – bei Technologieunternehmen, Digitalagenturen, Finanzinstituten sowie im öffentlichen Sektor im Rahmen von E-Government-Initiativen. Auch in bestehenden Rollen – etwa als Entwickler*in oder Tester*in – erlaubt der Abschluss, UX-Methoden gezielt einzubringen und die Produktqualität messbar zu steigern.
Ausbildungsziele
Teilnehmer*innen beziehen potenzielle Nutzer*innen wirkungsvoll in die Entwicklung digitaler Produkte ein und tragen dadurch dazu bei, erfolgreiche Produkte zu entwickeln.
Teilnehmer*innen erlernen:
- Nutzerzentriert forschen und validieren – setzen nutzerbasierte Tests methodisch fundiert auf, führen diese durch, werten sie aus und leiten konkrete Massnahmen für die Produktentwicklung ab.
- Produkte und Interfaces gestalten – wenden Grundlagen des Digital Product Designs, der User Experience und des Interaction Designs an, um funktionale und ästhetisch überzeugende Lösungen zu entwickeln.
- Usability und Accessibility verbessern – nutzen psychologische Prinzipien und etablierte Standards, um Nutzungsfreundlichkeit und Zugänglichkeit digitaler Produkte systematisch zu steigern.
- Ideen validieren und Produktentscheide ermöglichen – bewerten Lösungsansätze strukturiert und liefern entscheidungsrelevante Grundlagen für Teams und Stakeholder.
- Designsysteme aufbauen und pflegen – erstellen skalierbare, konsistente Designsysteme, die eine effiziente und qualitätssichernde Produktentwicklung im Team ermöglichen.