Perinatale psychische Gesundheit

Vertiefen Sie Ihr Wissen zu perinatalen psychischen Erkrankungen. Lernen Sie, die perinatale Versorgung von Frauen mit Risiken für psychische Erkrankungen oder von bereits erkrankten Frauen effizienter und optimaler zu gestalten.

Im SAS

  • erwerben Sie vertieftes Wissen zu perinatalen psychischen Erkrankungen und wenden es an. 

  • verstehen Sie die Notwendigkeit, die perinatale Versorgung von Frauen mit Risiken für psychische Erkrankungen und von bereits erkrankten Frauen effizienter und optimaler zu gestalten. 

  • verstehen Sie die Wichtigkeit koordinierter und integrierter Versorgung in komplexen Situationen. 

  • analysieren und beurteilen Sie existierende Praxismodelle (SWOT-Analyse). 

  • lernen Sie Methoden zur Entwicklung von Versorgungsmodellen kennen. 

CAS Maternale und Neonatale Gesundheit im humanitären Kontext

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Short Advanced Studies (SAS)
  • Dauer 8 Studientage
  • Unterrichtstage Mi, Do, Fr
  • Anmeldefrist 14. Januar 2027
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'600
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern und online
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung Februar - Juni 2027

Inhalt + Aufbau

Porträt

Perinatale psychische Erkrankungen (PPE) sind ein wichtiges, in der Schweiz bisher vernachlässigtes Problem der Gesundheitsversorgung von Frauen und ihren Familien. Hohe Prävalenzraten von PPE und bei Nicht-Behandlung möglicherweise schwerwiegende Folgen dieser Erkrankungen verlangen nach einer effizienten Betreuung. In der Schweiz werden psychische Erkrankungen im Rahmen der geburtshilflichen Versorgung in der gesamten Perinatalphase nur marginal erkannt und behandelt. Hebammen und weitere Gesundheitsfachpersonen sind in der perinatalen Betreuung wichtige Gesundheitsversorgerinnen und pflegen einen engen Kontakt zu Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen. Sie haben daher eine zentrale Funktion bei der Erkennung von Risiken und frühen Diagnosen von perinatalen psychischen Erkrankungen. Ausserdem sind sie wichtige Bezugspersonen für die Angehörigen der betroffenen Frauen sowie Ansprechpartnerinnen für andere Gesundheitsversorger und soziale Dienste. Deshalb benötigen Fachpersonen ein erweitertes und spezialisiertes Wissen und praktische Kompetenzen für den Umgang mit psychisch erkrankten Frauen und ihren Familien. Zudem benötigen sie Kompetenzen in der Praxisentwicklung, um das komplexe Versorgungssystem zu optimieren. Ziel dieses SAS ist es, Gesundheitsfachpersonen für die zukünftige Übernahme erweiterter und spezialisierter Rollen bei der Betreuung psychisch erkrankter Frauen auszubilden. Spezialisierte Gesundheitsfachpersonen können Frauen mit präventiven Massnahmen begleiten, Risiken erkennen, eine existierende Krankheit feststellen und gefährdete oder betroffene Frauen psychiatrischen Fachpersonen zuweisen. Dadurch beugen sie der Entstehung einer psychischen Erkrankung vor, verhindern eine Verschlimmerung der Erkrankung sowie negative Auswirkungen auf das Kind und das familiäre Umfeld. Weiterhin können die Absolventinnen des SAS mit ihrem Expertenwissen Kolleginnen sowie andere Fachpersonen beraten. Sie unterstützen sie darin, die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen und die Sicherheit der Frauen zu gewährleisten. Der SAS befähigt Hebammen, die Lücken der perinatalen Versorgung in der Schweiz zu erkennen und mit innovativen Methoden einen Beitrag zur Optimierung der Versorgung zu leisten.

Portraitbild von Absolvent Radu Pop-Prefit-Iarca mit Aussage zum Fachkurs Perinatale psychische Gesundheit

Ausbildungsziel

  • Sie verstehen die individuelle, familiäre, gesellschaftliche und Public-Health-Relevanz der Thematik.

  • SieKönnen perinatale psychische Erkrankungen (PPE) definieren, kennen die wichtigsten Krankheitsbilder und Symptome sowie Screeninginstrumente

  • Können Krisensituationen beurteilen und die Suizidgefährdung einschätzen

  • Kennen Anzeichen einer gestörten Mutter-Kind- Interaktion sowie Förderungsmassnahmen

  • Sind sich der innerfamiliären Belastungen, die durch eine PPE auftreten können sowie Risikofaktoren der Angehörigen selbst zu erkranken bewusst.

  • Sie kennen die wichtigsten pharmakologischen Therapien (Wirkstoffe, Nebenwirkungen und Kontraindikationen) sowie psychotherapeutischen Ansätze.

  • Sie kennen internationale Best-Practice-Standards zur Diagnose, Betreuung und Behandlung von PPE.

  • Sie kennen die Bedeutung der Interprofessionalität in der Betreuung von Frauen mit PPE und die Rolle von Gesundheitsfachpersonen in der Behandlung.

  • Sie kennen die aktuelle Versorgungslage im Kanton Bern und in anderen Regionen und sind sich der Versorgungslücken bewusst.

  • Kennen präventive Massnahmen und innovative Advanced Practice Rollen in der psychiatrischen Versorgung

  • Erkennen und übernehmen die wichtige Rolle, die Hebammen und Gesundheitsfachpersonen als primäre Bezugspersonen in der interdisziplinären Gesundheitsversorgung für die psychische Gesundheit von Schwangeren und Wöchnerinnen innehaben

  • Sie verstehen die Prinzipien einer Situationsanalyse und setzen sich kritisch und systematisch mit aktuellen Versorgungsmodellen und neuen Rollen für Gesundheitsfachpersonen auseinander.

Das SAS ist, bis auf den Kompetenznachweis, identisch mit dem Modul «Perinatale psychische Gesundheit» des konsekutiven Master-Studiums Hebamme. Er konzentriert sich auf die Wissensvermittlung.

Das SAS konzentriert sich auf die Wissensvermittlung zu folgenden zentralen Themen:

  • Epidemiologie perinataler psychischer Erkrankungen

  • Pathophysiologie, Psychopathologie

  • Therapeutische Ansätze: Pharmakologie und Psychotherapie

  • Diagnostik, Prävention

  • Rolle von Angehörigen bei perinatal psychisch erkrankten Frauen

  • Best-Practice Modelle der perinatalen psychiatrischen Versorgung

  • Analyse der Versorgungsangebote (In- und Ausland)

Das SAS besteht aus Literaturstudium, Vorlesung, Fachgespräch, Seminar, Übungen, Fallbesprechung, E-Learning, Selbststudium.

Der Kompetenznachweis für die Teilnehmer*innen des SAS besteht aus einer schriftlichen Arbeit und Kurzpräsentation: In Kleingruppen wird ein Projektantrag für ein APM- Angebot im gewählten Setting, beschrieben und präsentiert.

 

Titel + Abschluss

Short Advanced Studies (SAS) in «Perinatale psychische Gesundheit»

Das SAS ist, bis auf den Kompetenznachweis, identisch mit dem Modul «Perinatale psychische Gesundheit» des konsekutiven Master-Studiums Hebamme.  

Dozierende

Fachpersonen aus der Forschung, der Lehre und der Praxis

Voraussetzungen + Zulassung

Gesundheitsfachpersonen mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung 

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Berufliche Voraussetzungen

Mindestens ein Jahr Berufserfahrung

Sprachkenntnisse

Gute Englischkenntnisse zum Lesen und Bearbeiten englischer Literatur und Verstehen von Videos.

Organisation + Anmeldung

8 Studientage und 1 Prüfungshalbtag
Für 4 ECTS-Credits rechnen wir mit einem Workload von 120 Stunden (inkl. der Studientage).
Unterrichtszeiten: in der Regel von 9.15 bis 17.15 Uhr

  • Mittwoch, 24. Februar 2027
  • Mittwoch, 3. März 2027  
  • Freitag, 19. März 2027
  • Donnerstag, 1. April 2027
  • Mittwoch, 28. April 2027
  • Mittwoch, 12. Mai 2027
  • Freitag, 4. Juni 2027
  • Freitag, 11. Juni 2027

Anmeldefrist

10. Januar 2027

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.

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