Digitale Schweizer Präzisions-Therapeutika zur Prävention von Typ-2-Diabetes
Durch die Entwicklung von Innovationen im Bereich der digitalen Präzisions-Therapeutika zielt dieses Innosuisse Flagship Projekt darauf ab, einen systemischen Wandel in der Prävention von Typ-2-Diabetes zu ermöglichen.
Fiche signalétique
- Départements participants Santé
- Institut(s) Nutrition et diététique
- Organisation d'encouragement Innosuisse
- Durée (prévue) 01.10.2025 - 31.12.2030
- Direction du projet Prof. Dr. Tamara Bucher
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Équipe du projet
Prof. Dr. David Fäh
Franziska Scheidegger-Balmer -
Partenaire
EMPA
Inselspital, Universitätsspital Bern
RE-NUT AG
Situation
Mit einer Prävalenz von rund 7 % zählt Typ-2-Diabetes (T2D) zu den bedeutendsten nichtübertragbaren Krankheiten (NCDs) in der Schweiz. Die Erkrankung weist eine multifaktorielle Entstehung auf, bei der verschiedene Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung sowie ein Alter von 45 Jahren oder mehr zusammenwirken und die Krankheitsentwicklung begünstigen. T2D ist mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verbunden, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen, Neuropathien sowie weitere Stoffwechselerkrankungen. Die Erkrankung verursacht nicht nur grosses persönliches Leid, sondern führt auch zu erheblichen Gesundheitskosten von geschätzt 1,7 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr. Gleichzeitig kann T2D verhindert werden, wenn Personen mit erhöhtem Risiko frühzeitig erkannt werden. In frühen Krankheitsstadien ist die Erkrankung sogar reversibel. Die Prävention spielt daher eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderungen. Dieses Innosuisse-Projekt zielt darauf ab, Menschen mit erhöhtem Risiko für T2D dabei zu unterstützen, sich für einen gesünderen Lebensstil zu entscheiden, und befasst sich mit der Rolle der Krankenkassen bei der Förderung dieser Entscheidungen. Aufbauend auf fünf Subprojekten (SP) entwickelt, testet und implementiert das Projekt Innovationen im Bereich der digitalen Präzisions-Therapeutika, um die Häufigkeit von T2D in der Schweiz zu reduzieren.
Approche
SP 1 und SP 2 verfolgen das Ziel, das Risiko für T2D bei Einzelpersonen mithilfe bestehender Consumer-Wearables und intelligenter Textilien zu erkennen und vorherzusagen. SP 3 und SP 4 konzentrieren sich darauf, gesundheitsförderliches Verhalten sowie eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Lebensstilentscheidungen, Lebensmittelauswahl und Mahlzeitenplanung zu unterstützen. SP 5 schliesslich zielt darauf ab, gemeinsam mit den vier grössten Krankenversicherern der Schweiz ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die Prävention von T2D zu entwickeln. Die Forschungsgruppe Ernährung und Diätetik der Berner Fachhochschule Gesundheit ist Teil des SP 3 „Datengestützte, personalisierte Ernährungsberatung und Ernährungsinterventionen zu Lebensmittelauswahl und Mahlzeitenplanung“ und fokussiert damit auf ernährungsbezogene Aspekte der Prävention von T2D. Sie wird zum SP 3 beitragen, indem sie einen virtuellen Coach mitentwickelt, der KI-gestützte personalisierte Ernährungsinformationen bereitstellt, um eine gesunde Lebensmittelauswahl, die Mahlzeitenplanung und das Kochen zu unterstützen.