• Story

Zwei Studenten, ein Ziel: Study Abroad in Mexiko

03.07.2026 Raus aus der Komfortzone und «einfach mal machen» – für Arjen Pels und Curdin Sauser wurde genau das im Frühjahr 2026 Realität. Beide studieren Wirtschaftsingenieurwesen an der BFH, sind 27 Jahre alt – und entschieden sich für ein Study Abroad Semester am Tecnológico de Monterrey in Mexiko.

Study Abroad in Mexiko
Unsere Wirtschaftsingenieurwesen (WING) Studenten Curdin Sauser und Arjen Pels während ihres Study Abroad Semesters in Mexiko

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Study-Abroad-Semester eröffnet neue Perspektiven – fachlich, kulturell und persönlich

  • Der Tipp unserer Studierenden: einfach wagen und die Chance nutzen, auch wenn Unsicherheiten dazugehören

  • Study-Abroad ist mehr als ein Studium – es schafft prägende Erlebnisse und internationale Freundschaften

Wahl der Universität

Dass beide am Ende gemeinsam in Mexiko landen würden, war nicht von Anfang an geplant. Für Arjen Pels stand aber ein Auslandsemester schon früh fest. Curdin Sauser hingegen kam erst später auf die Idee. Ein Urlaub in Barcelona brachte den entscheidenden Anstoss: „Mir wurde klar, dass ich diese Chance nutzen muss – sonst würde ich es bereuen.“

« Schon bevor ich mein Studium begonnen habe, wusste ich, dass ein Austauschsemester etwas ist, das ich unbedingt machen möchte.»

  • Arjen Pels Student Wirtschaftsingenieurwesen

Auch bei der Wahl des Zielorts unterschieden sich ihre Ausgangspunkte. „Der Ort war für mich zunächst gar nicht so entscheidend“, sagt Arjen. Empfehlungen aus dem Umfeld führten ihn zunächst in eine ganz andere Richtung. Erst als sich spontan die Möglichkeit ergab, gemeinsam mit Curdin ins Ausland zu gehen, wurde Mexiko konkret. Curdin hatte klare Kriterien: ein spanischsprachiges Land, ein möglichst grosser kultureller Kontrast zur Schweiz und ein Studienangebot, das sich gut in seinen Bachelor integrieren lässt. So trafen beide am Ende die gleiche Wahl.

Zwischen Erwartungen und Realität

Die Zeit vor der Abreise war geprägt von Neugier, aber auch von Unsicherheit. „Viele haben mich gefragt, ob es nicht zu gefährlich sei“, meint Arjen. Eigene Erfahrungen hatte er keine – sein Bild von Mexiko war vor allem durch Medien geprägt. Auch für Curdin war das Thema Sicherheit der einzige wirkliche Zweifel. Dennoch war klar: „Es gibt keinen Grund, sich davon abhalten zu lassen.“

« Letztendlich entstand meine Motivation aus dem Wunsch, eine völlig andere Kultur zu erleben und die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten.»

  • Curdin Sauser Student Wirtschaftsingenieurwesen

Schon die ersten Tage hinterliessen bleibenden Eindruck. Eine intensive Einführungswoche, internationale Studierende aus aller Welt und zahlreiche Welcome Events machten den Einstieg leicht. „Es fühlte sich an wie in einem amerikanischen College-Film“, beschreibt Arjen die Atmosphäre. Curdin erinnert sich vor allem an die Menschen: „Diese Offenheit und Herzlichkeit hat mich sofort beeindruckt.“

Auch der Campus selbst war für beide eine neue Erfahrung: eine grosszügige, moderne Anlage mit umfassender Infrastruktur, vielfältigen Freizeitangeboten und einem lebendigen Campusleben. Für Arjen wirkte es fast wie eine eigene kleine Welt – mit Sportanlagen, Kursen, Events und sogar frei herumlaufenden Tieren, wie Rehe, Pfaue und Enten.

Lernen im echten Leben

Statt klassischer Prüfungen standen vor allem Gruppenarbeiten, Projekte und reale Problemstellungen im Mittelpunkt. „Man arbeitet an echten Challenges von Unternehmen – das macht einen grossen Teil der Bewertung aus“, sagt Curdin. Arjen ergänzt: „Es geht weniger ums Auswendiglernen, sondern darum, Dinge wirklich anzuwenden.“ Gleichzeitig bot das Umfeld Raum für persönliche Entwicklung ausserhalb des Hörsaals – sei es durch Kurse wie Salsa oder durch den intensiven Austausch mit Studierenden aus aller Welt.

Story Abroad Mexiko
Unsere Wirtschaftsingenieurwesen (WING) Studenten Curdin Sauser und Arjen Pels während ihres Study Abroad Semesters in Mexiko

Zwischen Vorlesung und Abenteuer

Die Struktur des Semesters – mehrere Blöcke mit freien Wochen dazwischen – ermöglichte es, Mexiko intensiv zu entdecken. Die beiden reisten unter anderem nach Guatemala, Oaxaca, Costa Rica und La Paz, wo sie mit dem Tauchen begannen. Dabei waren sie besonders von den farbenfrohen und kulturell vielfältigen Städten im Süden beeindruckt. Die Vielfalt des Landes – landschaftlich wie kulturell – machte Mexiko für beide zu einem Erlebnis weit über den Studienalltag hinaus.

Was bleibt

Nach rund viereinhalb Monaten bleibt mehr als eine Sammlung von Eindrücken. Für Curdin sind es vor allem die persönlichen Beziehungen und Erlebnisse: „Ich gehe mit einem Kopf voller Erinnerungen – und weiss, dass ich zurückkehren werde.“ Gleichzeitig fiel ihm der Abschied nicht leicht. Arjen nimmt vor allem eine neue Perspektive mit: „Viele Dinge, die wir in der Schweiz als selbstverständlich betrachten, funktionieren nur dank klarer Strukturen und Regeln.“ Was ihn früher manchmal störte, versteht und schätzt er heute umso mehr.

Ein gemeinsames Fazit

Auch wenn ihre Wege unterschiedlich begonnen haben, kommen beide zum gleichen Schluss: Ein Auslandsemester ist weit mehr als ein Studium im Ausland. Es ist ein Perspektivwechsel, eine persönliche Herausforderung – und eine einmalige Erfahrung.

Oder, einfacher gesagt: Just do it.“

Mehr erfahren