Aufführungspraxis und Instrumentenbau der Saiteninstrumente im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Das Forschungsprojekt untersuchte die instrumentenbauerischen und spieltechnischen Veränderungen der Streich- und Zupfinstrumente zwischen der Ablösung barocker Spielpraxis am Ende des 18. Jhs. und deren Neustandardisierung im 20. Jh.

Steckbrief

Ausgangslage

Mit historischen Quellen zur Aufführungspraxis, der Analyse instrumentenbaulicher Neuerungen (anhand historischer Schweizer Sammlungen) und praktischen Experimenten wurden diese Veränderungen in Spielpraxis und Instrumentenbau greifbar gemacht.

Vorgehen

Wenig erforschte Schweizer Instrumentensammlungen (primär die Hillel-Sammlung im Kloster Einsiedeln) wurden als klar begrenzter Corpus der Untersuchung unterzogen. Parallel wurden Gitarren von Joseph Panormo untersucht, der auch Streicher verfertigte und der seine Innovationen in Absprache mit Fernando Sor entwickelte.

Ergebnisse

Aus der Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen (der Gesellschaft der Freunde alter Musikinstrumente, dem Kloster Einsiedeln, der Geigenbauschule Brienz, den Universitäten Bern und Fribourg) ist Know-how entstanden, das für Restaurierung und Nachbau von spezifisch romantischen Instrumenten genutzt werden kann, die momentan auf dem Markt noch unüblich sind.