Demenz-Kompetenz und Monitoring
Das Projekt setzt zur Prävention komplizierter Verläufe bei Menschen mit Demenz bei der Vernetzung der Settings Alters- und Pflegeheim, alterspsychiatrische Klinik und häusliche Pflege sowie der Kompetenzerweiterung der Fachpersonen an.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Soziale Arbeit
- Institut(e) Institut Alter
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Caring Society
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.01.2025 - 31.12.2028
- Projektleitung Prof. Dr. Regula Blaser
-
Projektmitarbeitende
Kathy Haas
Tristan Billaud -
Partner
UPD Universitätsklinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie
Gesundheitszentren für das Alter - Schlüsselwörter Demenz, Betreuung, Kompetenz, Alters- und Pflegeheime, Spitex, Alterspsychiatrie
Ausgangslage
Eine Demenzerkrankung wird häufig von verhaltensbezogenen und psychologischen Symptomen (BPSD) begleitet wie z.B. Angst, Agitiertheit, Aggression, Apathie, Unruhe, Depression. Diese Symptome beeinträchtigen einerseits die Lebensqualität der an Demenz erkrankten Personen, andererseits stellen sie betreuende Angehörige und auch Fachpersonen vor Herausforderungen. Lebt eine Person mit einer Demenzerkrankung zu Hause, kann eine Überlastung des Versorgungsnetzes zu einem Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim oder in die alterspsychiatrische Klinik führen. Stossen die Alters- und Pflegeheime in der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung an ihre Grenzen, kann eine Überweisung in eine alterspsychiatrische Klinik notwendig werden. Diese Übertritte stellen für die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen eine weitere Belastung dar, die ihrerseits die Symptome verstärken kann und deshalb, wenn immer möglich, vermieden werden sollte. Wenn Übertritte von einem Setting in ein anderes unvermeidbar sind, verlaufen sie aktuell noch nicht entlang von etablierten Nahtstellen zwischen den Settings.
Vorgehen
Das Projekt DeKoMo will diese Ausgangslage mit drei Teilprojekten verbessern. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre. Im ersten Teilprojekt werden die Kompetenzen aller Mitarbeitenden in der Betreuung von Menschen mit einer Demenzerkrankung erweitert. Die Kompetenzerweiterung basiert auf dem «Teach the teachers» Ansatz: in jeder am Projekt beteiligten Organisationen werden sogenannte Multiplikator*innen als «teacher» ausgebildet und zur Durchführung von Inhouse-Schulungen qualifiziert. Die Inhalte der Schulungen werden basierend auf einer standardisierten Erhebung der aktuellen Kompetenzen in jeder Organisation definiert. Im zweiten Teilprojekt werden Standard-Assessments von für Menschen mit einer Demenzerkrankung relevanten Symptomen (z.B. Mangelernährung, BPSD, akute Verwirrtheit, Depression) definiert und zur elektronischen Verarbeitung aufbereitet. Damit soll die settingübergreifende Zusammenarbeit verbessert und Informationsverluste im Fall von Aus- oder Eintritten vermieden werden. Im dritten Teilprojekt werden Organisationen der drei Settings (Spitex, Alter- und Pflegeheim, alterspsychiatrische Klinik) lokal zu Netzwerken verbunden. Es finden regelmässige Treffen von Vertretenden der drei Settings statt mit dem Ziel, Standards für die settingübergreifende Zusammenarbeit mittels implementierter Behandlungspfade zwischen allen Settings zu etablieren.