EQK Aktionsplan Patienteneinbezug (PPI)
Vom Plan zur konkreten Umsetzung: Systematischer Einbezug von Betroffenen, Angehörigen und der Bevölkerung im Gesundheitswesen der Schweiz
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Gesundheit
- Institut(e) Pflege
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.02.2026 - 31.03.2028
- Projektleitung Dr. Caroline Gurtner-Zürcher
Ausgangslage
Das Schweizer Gesundheitssystem wird international als eines der leistungsfähigsten betrachtet, insbesondere in Bezug auf Versorgungsqualität, Zugang und Innovationskraft. Trotz vielversprechender Initiativen bestehen jedoch wesentliche Defizite im Patienteneinbezug und hinsichtlich des politischen Ziels einer echten Partnerschaft zwischen Gesundheitsfachpersonen und Patienten. Gemäss einer aktuellen Erhebung von Patientenorganisationen in der Schweiz, die im Auftrag der Eidgenössischen Qualitätskommission (EQK) durchgeführt wurde, besteht der signifikant grösste Handlungsbedarf in der systematischen Anerkennung der Expertise von Patienten. Ausserdem fehlt es gegenwärtig an geeigneten Anreizsystemen und unterstützenden Strukturen für einen systematischen Patienteneinbezug. Bisherige Erfahrungen in der Schweiz und im Ausland legen nahe, dass eine nachhaltige und systematische Verankerung des Patienteneinbezugs die Entwicklung einer kohärenten nationalen Strategie sowie einen verbindlichen Orientierungsrahmen erfordert. Nur durch die Berücksichtigung der Patientenzentrierung bereits bei der Planung und Implementierung von Angeboten und Dienstleistungen in der Gesundheitsversorgung kann der systematische Patienteneinbezug als treibende Kraft in der Verbesserung der Qualität des Schweizer Gesundheitswesen wirken Den Auftrag der eidgenössischen Qualitätskommission (EQK) erhielt ein breit aufgestelltes, interdisziplinäres Projektteam welches im Zeitraum vom März 2026 bis März 2028
Vorgehen
Das Projekt gliedert sich in insgesamt 4Arbeitspakete: Ausgangspunkt stellt eine Literaturrecherche (AP1) dar, die möglichen Massnahmen und Best Practice Beispiele aus dem In- und Ausland zur Thematik sammelt. Im zweiten Arbeitspaket AP2 werden mittels eines partizipativen Ansatzes gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern Ziele erarbeitet, die im Bereich PPI in den kommenden Jahren erreicht werden sollen. Auf Basis dieser Grundlage wird in AP3 ein Aktionsplan entwickelt, der entsprechende Massnahmen definiert, um diese Ziele zu erreichen. Der Aktionsplan wird breit abgestützt auf Input der Auftraggeberin, Patientenexperten sowie weiteren relevanten Stakeholder, deren Inputs in partizipativen Workshops nach dem Policy Sprint-Ansatz integriert werden. Als Endergebnis liefert das Projekt einen Schlussbericht (AP4) inklusive Empfehlungen.