KOPEC – HOPE Holistic Home Care
Das Projekt KOPEC – HOPE stärkt die häusliche Pflege in Tschechien nach Schweizer Vorbild. Der Fachbereich Pflege der BFH berät und unterstützt den Aufbau eines Referenznetzwerks mit Standards, digitalen Tools und Bildungsangeboten.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Gesundheit
- Institut(e) Pflege
- Forschungseinheit(en) Innovationsfeld Gesundheitsversorgung und Personalentwicklung
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 30.06.2029
- Projektleitung Prof. Dr. Sabine Hahn
- Schlüsselwörter Spitalexterne Pflege und Betreuung, Häusliche Pflege, ambulante Pflege, Tschechische Republik, SPITEX, Case Management, Telemedizin, psychosoziale Unterstützung zu Hause.
Ausgangslage
In der Tschechien Republik entsteht zunehmender Druck auf die häusliche Pflege und Betreuung aufgrund von Bevölkerungsalterung, kürzeren Krankenhausaufenthalten und mangelnder Anschlussversorgung. Es fehlt jedoch ein einheitliches System für die Planung, Patientenkategorisierung und Kontinuität zwischen Gesundheits- und Sozialdiensten. Dies im Gegensatz zur Schweiz, die dank einer gut ausgebauten spitalexternen Pflege über eine hervorragende häusliche Pflege und Betreuung verfügt. Daher wird im Entwicklungsprojekt KOPEC – Komplexní domácí péče (HOPE – Holistic Perspective in Home Care) eine Kooperation mit der Berner Fachhochschule zur Übernahme bewährter Praktiken aus der Schweiz geführt. Projektziel sind die Entwicklung und Pilotierung eines funktionalen Modells für ein Referenznetzwerk häuslicher Pflege, basierend auf Standardisierung, methodischer Unterstützung, digitalen Tools und Kompetenzstärkung. Die Zielgruppen sind Anbieter häuslicher Pflege, Pflegefachkräfte (insbesondere häusliche Pflege), Informelle Pflegepersonen (Familienangehörige), Patient*innen bzw. Klient*innen (indirekt), Expert*innen für Bildung und Methodik.
Vorgehen
Nach dem Vorbild der Schweizer spitalexternen Pflege wir der Aufbau eines Referenznetzwerks für mindestens 48 Anbieter häuslicher Pflege aufgebaut. Diese Anbieter werden methodisch unterstützt. Zudem wird ein Bildungsprogramme für Fachkräfte aufgebaut. Dies beinhaltet Kurse zu Case Management, Telemedizin, Qualitätssicherung und psychosozialer Unterstützung der häuslichen Pflege. Auch ein Angebot für die Unterstützung von informellen Pflegepersonen wird entstehen, so wie Schulungen, Ausbildungsmaterialien, Lernvideos und Online-Angebote. Ebenso werden im Sinne eines zukunftsgerichteten Versorgungsmanagement Assistenztechnologien wie Telemedizin und elektronischer Dokumentation integriert sowie pilotiert. Im Rahmen der Kooperation mit der Berner Fachhochschule werden Online-Beratung, Online-Weiterbildungen und drei Praktika in der Schweiz angeboten um das System der Spitex und weitere Angebote der häuslichen Pflege und Betreuung kennenzulernen.