GRID4CITY
GRID4CITY untersucht, wie bestehende Fahrleitungsnetze von Trolleybussen und Trams als intelligente Energieplattformen genutzt werden können, um lokale Energiesysteme flexibler, resilienter und nachhaltiger zu gestalten.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Technik und Informatik
- Institut(e) Institut für Energie- und Mobilitätsforschung IEM
- Förderorganisation SNF
- Laufzeit (geplant) 01.01.2027 - 31.12.2029
- Projektleitung Prof. Stefan Schori
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Partner
Gdanks University of Technology
Riga Technical University
Delft University of Technology
Universitatea Politehnica Timisoara
Stichting Hogeschool Arnheim
Ausgangslage
Europa strebt eine weitreichende Dekarbonisierung von Energieversorgung und Mobilität an. Gleichzeitig werden Stromnetze in vielen Städten stärker ausgelastet. Zahlreiche europäische Städte verfügen jedoch bereits über leistungsfähige Gleichstrom-Fahrleitungsnetze für Trolleybusse oder Trams. Diese Infrastrukturen werden heute primär für den öffentlichen Verkehr genutzt, bieten aber das Potenzial, erneuerbare Energien, Elektromobilität, Batteriespeicher und Gebäude intelligent miteinander zu verknüpfen. Bisher wird dieses Potenzial kaum genutzt.
Vorgehen
GRID4CITY entwickelt und untersucht Konzepte, mit denen bestehende Gleichstrom-Fahrleitungsnetze zu multifunktionalen Energieplattformen weiterentwickelt werden können. Im Fokus stehen die Integration von Photovoltaikanlagen, stationären und mobilen Batteriespeichern, Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge sowie die Anbindung von Gebäuden. Dazu werden digitale Zwillinge, intelligente Energiemanagementsysteme und neue Modelle für lokale Energiemärkte entwickelt. Die Lösungen werden in den Städten Gdynia (Polen) und Arnhem (Niederlande) demonstriert und hinsichtlich ihrer technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen bewertet. Die BFH untersucht insbesondere die Auswirkungen auf das Stromnetz sowie die Integration von Photovoltaik, Batteriespeichern, Elektromobilität und Gebäuden in bestehende Gleichstrom-Fahrleitungsnetze. Ziel ist es, neue Ansätze für resiliente, nachhaltige und wirtschaftliche Energiesysteme in europäischen Städten zu entwickeln und deren Praxistauglichkeit aufzuzeigen.