ALLEGRA Gesundheitsförderung für Bewohnende und Mitarbeitende in Heimen

ALLEGRA ist ein Projekt, das sich für gesunde und nachhaltige Lebens-, Wohn- und Arbeitsräume für Bewohnende und Mitarbeitende von Heimen und damit für Lebensqualität engagiert.

Steckbrief

  • Departement Gesundheit
  • Forschungsschwerpunkt Wirkungsorientierung und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen
  • Forschungsfeld Psychosoziale Gesundheit, Gesundheitsförderung, Prävention
  • Laufzeit (geplant) 01.01.2020 - 31.12.2022
  • Projektverantwortung Prof. Dr. Eva Soom
  • Projektleitung Prof. Dr. Eva Soom
  • Mitwirkende Projektpartner Organisationen RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung
    Institut et Haute Ecole de la Santé La Source HES-SO

Projektbeschrieb

Heime für Menschen mit Unterstützungsbedarf – Alters- und Pflegeheime, Heime für Erwachsene mit Behinderungen, Heime für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen – sind mit vielfältigen gesellschaftspolitischen Herausforderungen konfrontiert. Hohe Ansprüche an Lebensqualität und Selbstbestimmung bei Bewohnenden, zunehmende Lebenserwartung und komplexere Betreuungssituationen, Personalmangel und seine Folgen, oder auch gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Auswirkungen der Globalisierung (z.B. Migration, Ökologie). Die Anforderungen an Heime sind hoch, die Ressourcen jedoch bleiben knapp. Gefragt sind deshalb unkomplizierte Lösungen mit langfristiger Wirkung, von denen sowohl Bewohnende wie auch Mitarbeitende profitieren.

Das Projekt ALLEGRA unterstützt Heime, die sich zu gesunden und nachhaltigen Lebens-, Arbeits- und Lernräumen entwickeln wollen. Teilnehmende Heime erhalten personelle Unterstützung bei dieser Entwicklung. Besehende positive Ansätze werden gestärkt und sichtbar gemacht. Dazu werden Ressourcen und Optimierungsbedarf erkannt und für das jeweilige Heim sinnvolle Massnahmen eingeleitet. Bestehende Leitlinien (z.B. Lebensqualitätskonzeption von CURAVIVA) oder Angebote (z.B. S-Tool oder friendly workspace von Gesundheitsförderung Schweiz) werden gebündelt zugänglich gemacht, so dass je nach Bedarf auf Bewährtes zugegriffen werden kann. Heime erhalten weitere Impulse und Unterstützung durch einen moderierten Erfahrungsaustausch mit anderen Heimen, durch bedürfnisorientierte Hilfsmittel und Instrumente sowie durch fortlaufende Dokumentation guter Praxis der Gesundheitsförderung in Heimen.

Das Projekt ALLEGRA ist als Pilotprojekt konzipiert und zielt darauf ab, zehn Heime in der Schweiz in ihrer Entwicklung zu gesundheitsfördernden Organisationen zu begleiten. Dies wird formativ und summativ evaluiert, und ein langfristiges Angebot für alle Heime wird unter Einbezug der Erfahrungen und Resultate der Evaluation nach Abschluss des Projektes bereitgestellt. Aktuell steht die Vorbereitungs- sowie Umsetzungsphase in Planung. Gesuche für die Finanzierung laufen. An dieser Stelle finden Sie jeweils weitere Informationen und Neuigkeiten zum Projekt ALLEGRA.

Für das Engagement und die wertvollen Rückmeldungen in der Konzeptionsphase danken wir an dieser Stelle den Teilnehmenden des Workshops der Stakeholder vom Herbst 2016 sowie CURAVIVA Schweiz. Ihre vielfältigen Kompetenzen, die wertvollen Erfahrungen aus Heimen, Verbänden, Fachgesellschaften, Behörden (Bund, Kantone, Gemeinden und Städte), Fachhochschulen und weiteren Institutionen haben wesentlich zur Entwicklung des Projekts «ALLEGRA – Gesundheitsförderung für Bewohnende und Mitarbeitende in Heimen für Menschen mit Unterstützungsbedarf» beigetragen. Wir freuen uns, auch in der Umsetzung auf eine gute Zusammenarbeit zählen zu dürfen. Ein grosser Dank geht ebenso an Gesundheitsförderung Schweiz und dem Projekt meingleichgewicht, welche mit ihren fachlichen und finanziellen Ressourcen die Konzept- und Grundlagenarbeit unterstützt haben.