MADRE Perinatal mental health care in Switzerland: Unraveling the perspectives of affected women and health professionals

Steckbrief

  • Departement Gesundheit
  • Forschungsschwerpunkt Wirkungsorientierung und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen
  • Forschungsfeld Psychosoziale Gesundheit, Gesundheitsförderung, Prävention
  • Laufzeit (geplant) 01.10.2018 - 31.03.2020
  • Projektverantwortung Prof. Dr. Eva Cignacco Müller
  • Projektleitung Dr. Anke Berger
  • Mitwirkende Projektpartner Forschungsinstitutionen inkl. BFH Universität Bern
    Universitäre Psychiatrische Dienste Bern
  • Schlüsselwörter Gesundheitsversorgung, perinatal, psychisch, interdisziplinär

Ausgangslage

Psychische Beschwerden während der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt (Perinatalzeit) sind weit verbreitet: fast jede fünfte Frau ist betroffen. Eine frühe Erkennung und adäquate Behandlung ist wichtig, um die Belastung und Folgen zu minimieren. Daten unserer Forschungsgruppe deuten auf Lücken in der Versorgung hin.

Ziele

Wir wollen Schlüsselfaktoren identifizieren, die für eine adäquate Versorgung von Frauen mit psychischen Beschwerden in der Perinatalzeit hinderlich oder förderlich sind, und zwar aus der Sicht von betroffenen Frauen (Nutzerinnen-Perspektive) und von Gesundheitsfachpersonen (Versorger-Perspektive). Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, die perinatale Versorgung bei psychischen Beschwerden zu optimieren. 

Vorgehen

  • In semi-strukturierten Einzelinterviews befragen wir Frauen, die während der letzten Schwangerschaft und/oder nach der Geburt unterschiedliche psychische Beschwerden hatten, zu ihren Erfahrungen und Bedürfnissen in Bezug auf die Gesundheitsversorgung.  
  • In Fokusgruppeninterviews befragen wir Gesundheitsfachpersonen verschiedener Disziplinen (Geburtshilfe, Pflege, Psychiatrie, Psychologie und Pädiatrie) und Vertreter von Gesundheitsversicherungen zu ihren Sichtweisen bezüglich der perinatalen psychischen Gesundheitsversorgung. Die erhobenen Daten werden thematisch analysiert und trianguliert. 

Aus den Studienergebnissen sollen Empfehlungen für eine adäquate interdisziplinäre Gesundheitsversorgung abgeleitet werden.

Publikationen

Projektteam

  • Dr. Anke Berger, Berner Fachhochschule Gesundheit
  • Karin Schenk, MSc, Berner Fachhochschule Gesundheit
  • Prof. Dr. med. Sebastian Walther, Universität Bern, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern
  • Dr. med. Ankica Ging, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern (UPD)