Projekt «Washitsu Aikido»
Fabien Padel
Themen
Unterkunft
Infrastruktur
Standort
Pestalozzistrasse 20, 3400 Burgdorf
Studiengang
Bachelor Architektur
Modul
Atelier 2 VZ FS 25
Ein Haus für Sport und Bewegung
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Projekt «Washitsu Aikido»
Das Trainingszentrum für den Kampfsport Aikido ist von seiner umliegenden Natur geprägt. Von der traditionell japanischen Architektur und Kultur inspiriert ist der Bezug und die Nähe von Architektur und Natur bedeutend. Damit die Bäume auf der Parzelle bestehend bleiben können, wurde eine Gebäudeform gewählt, welche sich schlangenähnlich um die bestehende Vegetation herum formt. Damit auch der Boden und die Topografie so belassen sein kann, wird das gesamte Gebäude mit Pfosten einige Zentimeter vom Gelände abgehoben. So kann das Gebäude auf die Höhenveränderungen im Boden reagieren, ohne einen grossen Eingriff in die Natur machen zu müssen.
Das Gebäude soll sich eher zurücknehmen und sich der natürlichen Umgebung des Waldes anpassen. Deshalb ist der Bau nur eingeschossig und befindet sich auf dem hinteren Teil der Parzelle. Das Gebäude wird mit dem in der Schweiz einheimischen Kiefernholz gebaut. Zudem ermöglichen freie Flächen zwischen den verschiedenen Gebäudeteilen einen Durchblick durch das Gebäude.
Das Projekt bietet unterschiedliche Nutzungen auf verschiedenen Flächen an, welche von öffentlich über Gemeinschaftsbereiche für die Bewohnenden zu privatem Zimmer übergehen. Diese verschieden öffentlichen Zonen werden durch ihre Dachform dargestellt. Die Zimmer sind in zwei Wohnhäusern mit Satteldach angeordnet. Die Gemeinschaftsräume befinden sich im bestehenden Isler-Atelier.
Die für die Öffentlichkeit zugänglichen Zuschauertribünen, die Trainings- und Wettkampfhalle und der gemeinschaftliche Aussenbereich korrespondieren stark mit dem Isler-Atelier. Nicht nur durch ihre Nutzung und die Blickbezüge zueinander, sondern auch zu ihrer flachen Dachform, welche ihre gemeinschaftliche Nutzung repräsentiert. Zusätzlich werden die verschieden öffentlichen Bereiche auch durch unterschiedliche Ebenen abgebildet. Die unterste Ebene bildet die Erschliessung, eine Stufe höher befinden sich die gemeinschaftlichen Bereiche und nochmals eine Ebene höher sind die privaten Flächen angeordnet. Die verschiedenen Gebäude und Flächen werden mit einem offenen Laubengang erschlossen.
Auch die Zimmer sind in drei verschiedene Nutzungsbereiche gegliedert, welche durch japanische Schiebetüren voneinander getrennt werden. Die erste Ebene ist funktional, sie beinhaltet Dusche, Badewanne, Toilette, Waschbecken und Stauräume. Gleich neben der Tür befindet sich ein Bereich, um sich die Füsse zu waschen, da man im Aikido oft barfuss ist. Der zweite Bereich ist auf den ersten Blick ein leerer Raum. Im erhöhten Fussboden befinden sich Betten und Stauräume, welche durch horizontale Schiebeelemente hervorgebracht werden können. Dieser Raum ist für Ruhe, Schlaf und Meditation. Der dritte Bereich ist ein Aussenraum. Er verbindet die verschiedenen Zimmer miteinander und ermöglich eine gemeinsame Meditation mit Nähe zur Natur.