Areal- und Immobilienprojektentwicklung

Im CAS Areal- und Immobilienprojektentwicklung lernen Sie, die Bedürfnisse der Investoren und Nutzer bei der Entwicklung von Arealen und Immobilien frühzeitig einzubeziehen.

In diesem Studiengang

  • lernen Sie die neuesten Markt- und Trendanalysen kennen,
  • vertiefen Sie Ihre Analyse- und Methodenkompetenzen bezüglich Immobilienentwicklung,
  • erfahren Sie, wie Sie Investorinnen und Eigentümer fachkundig beraten,
  • profitieren Sie vom Wissen erfahrener Immobilienexperten,
  • arbeiten Sie an einem Praxisbeispiel.
CAS Areal- und Immobilienprojektentwicklung

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 28 Kurstage
  • Unterrichtstage Freitag und Samstag (zweimal monatlich)
  • Anmeldefrist Vier Wochen vor Studienbeginn
  • Anzahl ECTS 15 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 8’300
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Burgdorf
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Durchführung August 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Wie gelingt es, Areale und Immobilien so zu entwickeln, dass die Anforderungen, Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der Gesellschaft, der Investoren und der Nutzer erfüllt werden? Die wachsende Anzahl der Rahmenbedingungen und die zunehmende Komplexität erfordern heute eine ganzheitliche, interdisziplinäre Denk- und Arbeitsweise. In der Projektentwicklung ist die Handhabung der Komplexität ein unerlässliches Ziel. Unser Weiterbildungsstudiengang vermittelt Ihnen aktuellstes Wissen und macht Sie zur gefragten Fachperson in einem dynamisch wachsenden Markt.

Ausbildungsziel

Sie verstehen, dass nachhaltige Architektur im Kontext von gesellschaftlichen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Fragestellungen steht. Wir vermitteln Ihnen eine interdisziplinäre, strategisch ausgerichtete Betrachtung der Planungs-, Denk- und Vorgehensprozesse sowie der Methoden bei der Analyse und Entwicklung von Arealen und Immobilien.

Nach erfolgreichem Abschluss des CAS Areal- und Immobilienentwicklung können Sie in privaten Unternehmen oder bei der öffentlichen Hand die Verantwortung für Immobilien in strategischen und operativen Bereichen übernehmen. Sie können in Planungsteams ganzheitliche Immobilienanalysen und -planungen leiten und professionell durchführen sowie den Grundeigentümer und Investor kompetent beraten.

Rahel Minder

Projektleiterin SBB Immobilien Development

«Mit dem „CAS Areal- und Immobilienprojektentwicklung“ habe ich den Grundstein für meine berufliche Weiterbildung von der Betriebswirtschaft zur Immobilienentwicklung gelegt. Die praxisnahe Wissensvermittlung durch Fachexperten empfand ich dabei als sehr wertvoll.»

Martin Fischer

Immobilienbewertung und Projektentwicklung, TAGMAR AG

«Im CAS habe ich vieles gelernt, dass ich in meinen beruflichen Alltag direkt anwenden kann. Speziell gefallen hat mir, dass wir praxisbezogene Projekte umsetzen konnten und auch der Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Dozierenden war sehr spannend.»

Jürg Wirz

Selbständiger Berater für Projektentwicklung in Gastronomie und Hotellerie

«Als Quereinsteiger in die Immobilienbranche habe ich einen guten Überblick zu Methoden der Immobilienentwicklung und die Ansprüche der Stakeholder erhalten. Von unschätzbarem Wert ist auch das Netzwerk, das ich während dem halben Jahr dieser Weiterbildung aufbauen konnte.»

Jonathan Maeder

Gründer und VRP Maeder Property

«Im CAS wurde insbesondere das vernetzte Denken stark gefördert. Weitere Kernelemente waren, dass über die eigene Parzelle hinausgedacht wird und die Sichtweisen von allen Stakeholdern systematisch abgeholt werden. Interessant fand ich auch die theoretische Ebene von Projektentwicklungen. Die Erkenntnisse daraus, die Förderung der Kommunikation führt zu besseren Projekten.»

Modul Einführung: Gesamtüberblick
 

  • Stadt, Areale, Menschen, Immobilien und Architektur
  • Standort sucht Idee
  • Idee sucht Standort
  • Kapital sucht Verwendung
  • Vorstellung der Leitimmobilie
  • Architekturkommunikation
  • Bedarfsplanung: Die Phase Null

Lernziele
Einführung in das CAS und gegenseitiges Kennenlernen. Besprechung der Lernziele, der Anforderungen und der zu erwerbenden Handlungskompetenzen. Sie entwickeln ein Verständnis für die Bedarfsplanung und die Architekturkommunikation aus Sicht des Bauherrn.

Modul Stadt: Raum – Urbane Strategien, Recht
 

  • Stadtwahrnehmung: Stadt als System, Stadt als Bühne
  • Begriffe und Kennzahlen
  • Trends und Herausforderungen
  • Planungsinstrumente und Methoden, Tools und Werkzeuge
  • Kontext, Akteure und Nutzer

Lernziele
Wir schaffen ein gemeinsames Grundverständnis von räumlichen Zusammenhängen und ordnen Planungsaufgaben ein. Sie führen selbständig eine städtebauliche Einschätzung eines Ortes durch. Dabei lernen Sie den ganzheitlichen Kontext eines Areals kennen und können wichtige Planungsparameter und Akteure einschätzen.

Sie bekommen einen Überblick über das «System Stadt», aktuelle Rahmenbedingungen und zukünftige Herausforderungen von Städten. Weiter erhalten Sie eine Einführung in städtebauliche Grundlagen und Begriffe, Planungsinstrumente und Methoden, sowie einen Überblick über wichtige Akteure der Stadtentwicklung. Dabei werden Zusammenhänge vom großen Ganzen (Stadt) hin zum einzelnen Baustein (Areal/Baufeld) hergestellt und an Praxisbeispielen erläutert.

Modul Markt: Nutzung
 

  • Marktanalysen: Marktlage und Megatrends
  • Segmentierung der Nachfrage
  • Werkzeuge und Tools
  • Makro- und Mikrolage
  • Nutzungskonzepte und Ertragsschätzung
  • Mieterträge und Verkaufspreise schätzen
  • Durchführung einer Projektbewertung anhand der Leitimmobilie
  • Vom Rechnen zum Verstehen: Bearbeitung von Fragestellungen zu statistischen Daten, deren Analyse und Darstellung. 
    Daten zu Areal und Immobilie:
    • Positionierung
    • Nutzungskonzeption
    • Erträge und Erstellungskosten
    • Projektentwicklungstool

Lernziele
Ökonomische und demographische Entwicklungen stehen in einem engen Kontext zur räumlichen Entwicklung und damit auch zu einzelnen Immobilien. Sie werden befähigt, Daten und Berichte zu analysieren, einzuschätzen, daraus die nutzer- und marktseitigen Konsequenzen für das Projekt abzuleiten und diese umzusetzen.

Modul Bedarf: Management
 

  • Rollen und Akteure im Immobilienmarkt
  • Entwicklungsprozess Areal oder Immobilie: Investitionsentscheid
  • Führung, Steuerung, Machbarkeit, Due Diligence, Verträge
  • Bedarfsplanung: Vom Impuls bis zum Bedarf. Nutzerbedürfnisse
  • Projektinitiierung, Projektfokus, Projektidee, Projektziele: Profil
  • Projektorganisation und Stakeholder-Management
  • Kommunikation, Partizipation, Kooperation
  • Bauherrenberatung

Lernziele
Die Bedarfsplanung dient der Ermittlung des zukünftigen Bedarfs und deren Kommunikation für ein Bauvorhaben. Die Entwicklung von Arealen und Immobilien geschieht nie im «luftleeren Raum». Die Nutzung und der daraus gezogene Nutzen sind unabdingbare Voraussetzungen für eine wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch sinnvolle Entwicklung. Unterschiedlichste Akteure und Rollen wirken erfolgsrelevant auf Entwicklungen ein. Der Einbezug der Anspruchsgruppen, die phasengerechte Kommunikation, der Aufbau geeigneter Projektmanagement-Mittel und die aktive Steuerung des Entwicklungsprozesses sind unabdingbare Voraussetzungen für das Gelingen.

  • Rollen und Akteure im Immobilienmarkt werden identifiziert
  • Die grundlegenden Entwicklungsprozesse kennenlernen und verstehen
  • Das Vorgehen in der Bauherrenberatung bis zur Kommunikation verstehen
  • Anhand von Beispielen und der Fallstudie gehen Sie den Erfolgsfaktoren nach und spielen eine beispielhafte Entwicklung durch.

Modul Kapital: Kapitaleinsatz
 

  • Standort
  • Nutzungsdauer und Life Cycle Costs (LCC)
  • Finanzierung
  • Erträge
  • Finanzfluss
  • Kennzahlen und Sensitivitäten
  • Wertveränderungsprozess

Lernziele
Sie können eine Finanzflussrechnung über die Nutzungsdauer einer Immobilie erstellen, kennen die wert- und renditebestimmenden Faktoren eines Finanzflusses und wissen diese anzuwenden. Lernziele sind Antworten auf die Fragen:

  • Wie lange ist die Gesamtnutzungsdauer von Bauten?
  • Wie lange ist die Nutzungsdauer der einzelnen Bauteile?
  • Wie lassen sich Nutzungszykluskosten ermitteln?
  • Wie hängen Life Cycle Costs (LCC) und Investitionsplanung zusammen?
  • Wie hoch sind die erforderlichen Anfangsinvestitionen?
  • Wie hoch sind die Instandsetzungsinvestitionen und wann fallen sie an?
  • Wie fliesst das investierte Kapital zurück?
  • Welche Beziehungen bestehen zwischen Eigenkapital und Fremdkapital?
  • Welchen Einfluss hat die Teuerung?
  • Wie hoch sind die möglichen/erforderlichen Erträge?
  • Wie beeinflusst die Teuerung den Finanzfluss?
  • Wie verändern sich Erträge/Renditen im Verlauf der Gesamtnutzungsdauer?

Modul Architektur: Nachhaltige Gestaltung
 

  • Gesellschaft und Planung
  • Wirkung und Werte von Architektur
  • Umfassend denken
  • Komplexität handhaben
  • Nutzerorientierte Projektentwicklung
  • Nachhaltige Gestaltung: Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt

Lernziele
Das Modul vermittelt Kenntnisse über die Arbeits- und Denkweise in der Architektur. Dazu gehört das Wissen über die Prozessgestaltung, die Rollen und Aufgaben des Architekten und die Kooperation der Akteure. Weiter zählen dazu Kenntnisse über die Arbeitsweise, die Gestaltung, das Entwerfen, die Konstruktion und den sozialen Lebensraum.

Wir gehen der Frage nach: was sind die Benutzerbedürfnisse und die Perspektiven der Ersteller? Es ist entscheidend, die Frage in ihrem Kontext zu verstehen und ganzheitliche Lösungen zu entwickeln. Wir wollen die Prozesse, Wirkungen, Werte und Einflussnahmen zwischen Architektur, Bau, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bewusstmachen. Gebaute Architektur ist immer Ausdruck sozialer, ökologischer und ökonomischer Verhältnisse. Wir wollen die Wirkung und Werte der Architektur aufzeigen, entschlüsseln und selbst eine Darstellung zwischen dem Rechnen und Verstehen aufzeigen.

Modul Umsetzung: Projektziele erreichen
 

  • Planungs- und Bauprozesse verstehen, gestalten und steuern
  • Projektmanagement und Organisation
  • Baukosten bestimmen und steuern
  • Verträge und Versicherungen
  • Qualitäts- und Risikomanagement
  • Controlling
  • Nachhaltigkeit im Bauprozess

Lernziele
Sie können Planungs- und Bauprozesse so gestalten und steuern, dass die Projektziele erreicht werden. Sie wissen, worauf es im Projektmanagement ankommt, und können Projekte zweckmässig organisieren.

Ein Überblick über die Themenbereiche Verträge, Versicherungen, Baukosten, Qualitätsmanagement, Risikomanagement und Controlling erlaubt es Ihnen, Spezialisten zu führen. Dank Kenntnis der Instrumente zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen erreichen sie diese.

Modul Zertifikatsarbeit: Zertifikatsarbeit und Abschluss
 

  • Reflexion der Arbeiten der Teilnehmenden
  • Präsentation der Projektarbeiten: Review
  • Zusammenfassung
  • Fazit und Feedback
  • Abschluss und Apéro

Zertifikatsarbeit

Ihr Wissen wird anhand eines schriftlich verfassten persönlichen Lerntagebuchs getestet. Sie vertiefen ausgewählte und mit den Dozenten abgesprochene Themen im Rahmen einer Projektarbeit. Diese Projektarbeit ist eine Gruppenarbeit mit mindestens zwei Personen. Sie arbeiten anhand eines konkreten Objekts. Im Vordergrund stehen die analytischen und konzeptionellen Themen in der Projektentwicklung, die im jeweiligen Unterricht behandelt werden. Sie vertiefen das erworbene Wissen anhand eines konkreten Projekts, einer Leitimmobilie aus der Praxis.

Lernziele
Sie verstehen, dass nachhaltige Architektur im Kontext von gesellschaftlichen, kulturellen und ökologischen Fragestellungen steht. Eine sorgfältige Projektentwicklung vernetzt, integriert und schafft zukunftsfähige Architektur und somit langfristige Werte für uns Menschen.

  • Vorlesungen, Lehrgespräche und Erfahrungsaustausch
  • Lerntagebuch und Tagesreflexionen
  • Bearbeitung von Fallbeispielen, Gruppenarbeiten und Übungen
  • Besichtigungen aktueller Objekte
  • Inputreferate ausgewiesener Fachleute
  • Coaching und persönliche Betreuung
  • Neuste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung der BFH und anderer F+E-Institute
  • Freies Selbststudium (Aufarbeitung der Literatur, Erarbeiten Projektarbeit, Vorbereitung auf Abschlussprüfung)
  • Angeleitete Reflexionsgespräche in Gruppen

Für den erfolgreichen Abschluss muss ein Kompetenznachweis bestehend aus einem Lerntagebuch und einer Abschlussarbeit erbracht und präsentiert werden.

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) in «Areal- und Immobilienprojektentwicklung»

Dozentinnen + Dozenten

William Fuhrer
Architekt MA ZFH
Professor für Urbane Entwicklung und Mobilität, Co-Leiter Dencity
Berner Fachhochschule

Dr. Matthias Haldimann
Dipl. Bauingenieur ETH/SIA
CEO und Verwaltungsrat
Emch+Berger ImmoConsult AG

Lorenz Held
Dipl. Arch. ETH/MBA
Mitglied des Verwaltungsrates, Stv. Geschäftsführer
Brandenberger+Ruosch AG

Rainer Marti
Msc ETH
Raum- und Verkehrsplaner
Fahrländer Partner Raumentwicklung

Elke Reitmayer
Dipl. Arch., Wohnpsychologische Expertin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Berner Fachhochschule

Dr. Beat Salzmann
Dipl. Arch. ETH/SIA
Geschäftsführer
Salzmann ImmobilienAnalyse S_IA

Christine Seidler
Ing. Raumplanung B.ScHTR FSU
Professorin für Urbane Entwicklung und Mobilität, Co-Leiterin Dencity
Berner Fachhochschule

Dr. Boris Szélpal
dipl. Architekt MAA SIA MREM
Professor für Architektur und Planung, Studienleiter CAS Areal- und Immobilienprojektentwicklung
Berner Fachhochschule

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Das Angebot richtet sich an:

  • Immobilienfachleute
  • Immobilienbewerter
  • Architektinnen
  • Fachleute aus den Bereichen Immobilien- und Bauherrenberatung
  • Verwalter
  • Treuhänder
  • Investoren
  • Finanzberaterinnen
  • Facility Manager
  • Portfoliomanagerinnen
  • Projektentwicklerinnen
  • Bau-, Holzbau- und Gebäudetechnikingenieure
  • Techniker aus den Bereichen Bauen und Holz

Zulassungsbedingungen

Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität oder ETH) oder Diplomabschluss in verwandten Themen. Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden.

Schulische Voraussetzungen

Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität oder ETH) oder Diplomabschluss in verwandten Themen.

Ausnahmen

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden, wenn sich die Befähigung zur Teilnahme aus einem anderen Nachweis ergibt (z.B. mehrjährige Berufserfahrung und andere absolvierte Aus- und/oder Weiterbildungen).

Organisation + Anmeldung

Der Studiengang umfasst insgesamt 184 Lektionen (inkl. Besichtigungen von Objekten, Prüfungen und Präsentation Projektarbeiten), verteilt auf 28 Studientage resp. Halbtage. Für die Vor- und Nachbearbeitung, die selbstständigen Übungen, die Vorbereitung der schriftlichen Prüfungen und die Ausarbeitung der Abschlussarbeit muss mit einem zusätzlichen Aufwand von ca. 270 Stunden gerechnet werden.

Anmeldefrist ist vier Wochen vor Studienbeginn.

CHF 8’300 inkl. elektronischer Kursunterlagen.
Nicht inbegriffen sind Verpflegungskosten und Kosten für Übernachtungen, Anreisekosten und Parkgebühren sowie Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten bei Exkursionen.

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Weiterbildungsveranstaltungen an der Berner Fachhochschule.

Studienort + Infrastruktur