Bauphysik im Holzbau

Im CAS Bauphysik im Holzbau lernen Sie, wie Sie alle bauphysikalischen Aspekte beim Planen und Umsetzen von Holzbauten frühzeitig berücksichtigen – für mehr Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.

In diesem Studiengang

  • erarbeiten Sie sich die nötigen bauphysikalischen und energietechnischen Kenntnisse, um Bauherren und Planerinnen bei holzbauspezifischen Fragen kompetent zu beraten und so die steigenden Anforderungen an Gebäude sicherzustellen,
  • lernen Sie, Zusammenhänge zu verstehen, bringen Sie Ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand und wenden Sie das erlernte Wissen in Praxisbeispielen an,
  • bauen Sie ein breites Netzwerk aus Fachleuten aus der Branche auf und profitieren vom Wissen der Dozierenden und Gastreferentinnen.
CAS Bauphysik

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Donnerstag, Freitag, Samstag
  • Anmeldefrist 30.09.2019
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6’200
    (Vergünstigungen und Unterstützungbeiträge siehe unter Organisation und Anmeldung).
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Biel
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Durchführung Oktober 2019 bis März 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Das CAS Bauphysik im Holzbau ergänzt Ihre in der Grundausbildung erworbenen bauphysikalischen Grundkenntnisse, vermittelt Ihnen spezifische Fachkenntnisse im Holzbau und erweitert diese mit neuen Bautechniken und Materialien. Themen sind: Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz mit besonderem Augenmerk auf den Aspekten Behaglichkeit und Energieeffizienz. Sie lernen, die Zusammenhänge zu verstehen, bringen ihre Kenntnisse auf den neusten Stand und wenden das erlernte Wissen in Praxisbeispielen an.

Ausbildungsziel

Sie...

  • kennen die Grundlagen der Bauphysik und können diese gezielt anwenden (Wärme- und Feuchteschutz, Luftdichtheit, Schallschutz und Raumakustik, Brandschutz, Energieeffizienz).
  • kennen die bauphysikalischen und brandschutztechnischen Anforderungen bei Neu- und Umbauten.
  • berücksichtigen dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen ebenso wie die Vorgaben der Bauherrschaft (Nutzungsziele).
  • sind in der Lage die grundlegenden Dokumente der Projektplanung selbständig zu erarbeiten (Nutzungsvereinbarung).
  • sind in der Lage, Bauteile und Anschlussdetails in der Gebäudehülle so zu planen und zu entwickeln, dass die Vorgaben der Nutzungsvereinbarung eingehalten werden.
  • sind in der Lage Gebäude und Bauteile so zu planen, dass eine gute und gesunde Wohnqualität gewährleistet ist (Thermische Behaglichkeit im Winter und im Sommer, gesunde Luftfeuchte und Raumluftqualität.
  • kennen die Grundlagen der Energiebilanz eines Gebäudes.
  • kennen die massgebenden Labels und können die entsprechenden Anforderungen an Bauteile und Detaillösungen daraus ableiten.
  • kennen die wichtigsten Systeme der Haustechnik und können die Schnittstellen holzbautechnisch korrekt planen.
  • sind in der Lage, das erworbene Wissen anhand eines konkreten Projekts (mehrgeschossiger Holzbau) aus der Praxis anzuwenden.

Wieso soll ich die Weiterbildung Bauphysik im Holzbau besuchen?

Studienleiter Hanspeter Kolb erklärt's.

Besuchen Sie auch ...

Die Fachveranstaltung Raumluftqualität ist Teil des CAS Bauphysik, kann aber auch einzeln besucht werden.

Das sagt der Studienleiter

Von Klimawandel bis Komfort: Die Bauphysik sorgt für nachhaltige Gebäude, in denen wir uns wohlfühlen. Die Vielfalt und das Zusammenspiel von Planung, Material und Umsetzung faszinieren Hanspeter Kolb, Prof. für Brandschutz und Holzbau an der Berner Fachhochschule. Im Interview erklärt er, warum Bauphysik die heimliche Königsdisziplin beim Bauen ist und warum die Bauphysik im Holzbau gelernt sein will.

Sie erarbeiten sich die notwendigen bauphysikalischen und energietechnischen Kenntnisse, um Bauherrschaften und Planende bei holzbauspezifischen Fragen kompetent und gezielt beraten zu können. Sie verstehen die bauphysikalischen Zusammenhänge zwischen Wärme- und Feuchteschutz, Luftdichtheit, Schallschutz und Raumakustik sowie Brandschutz. Ihre Kenntnisse in diesen Gebieten sind auf dem neusten Stand und Sie können damit Ihre Kunden im Berufsalltag kompetent beraten.

Der Zertifikatskurs gliedert sich thematisch in sieben Module sowie einem Abschlussmodul (Projektarbeit):

  • Modul 1: Grundlagen und Vorschriften
  • Modul 2: Innenwände und Geschossdecken
  • Modul 3: Gebäudehülle
  • Modul 4: Raumklima
  • Modul 5: Energieeffizientes Bauen
  • Modul 6: Bauteile und Detaillösungen (Workshop)
  • Modul 7: Projektarbeit / Kompetenznachweis

Der Studiengang wurde in enger Zusammenarbeit mit Spezialisten der jeweiligen Fachgebiete erarbeitet und zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Das vermittelte Fachwissen ist im betrieblichen Alltag unmittelbar anwendbar und wird an aktuellen, realen Projekten veranschaulicht. Unsere Dozierenden und Fachreferenten vermitteln Ihnen das umfassende Wissen in verschiedenen Lernformen:

  • Vorlesungen, Lehrgespräche und Erfahrungsaustausch
  • Bearbeitung von Fallbeispielen, Gruppenarbeiten und Übungen
  • Besichtigungen aktueller Objekte
  • Inputreferate ausgewiesener Fachleute
  • Coaching und persönliche Betreuung
  • Neuste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung der BFH und anderer F+E-Institute
  • Freies Selbststudium (Aufarbeitung der Literatur. Erarbeiten der Projektarbeit, Vorbereitung auf die Abschlussprüfung)

Für einen erfolgreichen Studienabschluss muss eine Abschlussprüfung zu den Einzelthemen abgelegt sowie eine schriftliche Projektarbeit verfasst und präsentiert werden.

Titel + Abschluss

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Das Angebot richtet sich an Planer, Bau- und Holzingenieurinnen, Techniker Holzbau, Architektinnen und Bauphysiker, die ihre bauphysikalischen Kenntnisse im Holzbau vertiefen und erweitern möchten.

Zulassungsbedingungen

Abschluss an einer Fachhochschule, Universität oder ETH sowie Diplomabschluss als Techniker/-in HF Holztechnik mit Vertiefung Holzbau.

Sprachkenntnisse

Deutsch

Ausnahmen

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden, wenn sich die Befähigung zur Teilnahme aus einem anderen Nachweis ergibt (z. B. mehrjährige Berufserfahrung und andere absolvierte Aus- und/ oder Weiterbildungen).

Organisation + Anmeldung

Der Studiengang umfasst insgesamt 132 Lektionen (inkl. Besichtigungen von Objekten, Prüfungen und Präsentation Projektarbeiten), welche auf 18 Studientage resp. Halbtage aufgeteilt sind. Für die Vor- und Nachbearbeitung, die selbstständigen Übungen, die Vorbereitung der schriftlichen Prüfungen und die Ausarbeitung der Projektarbeit muss mit einem zusätzlichen Aufwand von ca. 200 Stunden gerechnet werden.

Oktober 2019 bis März 2020
Der Unterricht findet ein- bis zweimal monatlich Donnerstag und Freitag statt. Viermal findet das CAS an einem Samstag statt.

Anmeldefrist ist vier Wochen vor Studienbeginn.

CHF 6’200.–

Der Kurs wird durch den Verein Berufsförderung Holzbau Schweiz finanziell unterstützt. 

Sie haben ausserdem die Möglichkeit, mit einem Individualgesucht bei der MAEK Ergänzungsleistungen zu beantragen. 

Maximal 22

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Weiterbildungsveranstaltungen mit ECTS an der Berner Fachhochschule.

Infoveranstaltungen + Beratung

Studienberatung

Der Studienleiter steht gerne für ein individuelles Beratungsgespräch zur Verfügung.

Studienleiter: Hanspeter Kolb
Administration und Anmeldung: Nadine Aeschlimann

Studienort + Infrastruktur