Inhalt + Aufbau
Porträt
Mit der Einführung der ICD‑11 (2019) durch die WHO wurde ein grundlegender Paradigmenwechsel im Verständnis der Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzen eingeleitet. Zentrale Elemente dieses neuen Schmerzverständnisses sind die Trennung von Nozizeption und Schmerzwahrnehmung (Perzeption) sowie die Abkehr von einem rein postural‑strukturell‑biomechanischen (PSB) Modell hin zu einem bio‑psycho‑sozialen (BPS) Modell. Ergänzt wird dieses durch die Beschreibung peripherer und zentraler Sensibilisierungsprozesse sowie durch die Differenzierung verschiedener Schmerzmechanismen. Mit der ICD‑11 wurde dabei erstmals der noziplastische Schmerz als eigener Schmerzmechanismus definiert und klinisch verankert. Dieses SAS vermittelt und transportiert die konzeptionellen Neuerungen der ICD-11 für die schmerztherapeutische Praxis und bildet die Grundlage für weitere spezifische Weiterbildungen in Schmerzdiagnostik, -therapie und klinischen Krankheitsbildern.
Der Präsenzunterricht wird durch ein strukturiertes E-Learning ergänzt.
Dieses SAS kann auch in Form eines P4P-Kurses besucht werden, ohne den Erwerb von ECTS-Credits.