Inhalt + Aufbau
Porträt
Das Gesundheits- und Sozialwesen ist von strukturellen Ungleichheiten geprägt. Diskriminierung von Patient*innen und Mitarbeitenden u. a. aufgrund Gender, Herkunft, Klasse, Behinderung oder Alter sowie die Unterrepräsentation in Machtpositionen sind systemische Herausforderungen, die besonders im Umgang mit vulnerablen Gruppen relevant sind.
Führung als eine wichtige Grösse beeinflusst direkt Teamgesundheit, Patient*innensicherheit und Versorgungsqualität. Vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels braucht es daher zeitgemässe, diskriminierungskritische und sozialgerechte Führungsansätze.
Die Weiterbildung vermittelt Feminist Leadership als transformativen Ansatz. Sie verbindet theoretische Grundlagen mit reflexiver Selbstführung und konkreter Anwendung im beruflichen Alltag. Im Zentrum stehen die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen, Bias und Privilegien sowie der Transfer in die Praxis anhand eigener Fallbeispiele und geeigneter Tools. So werden Sie befähigt, kollektives Empowerment zu stärken und Versorgungsstrukturen zukunftsorientiert mitzugestalten.
Ausbildungsziel
Das Ziel ist es, kollektives Empowerment als treibende Kraft für Veränderungen erfahrbar zu machen. Sie entwickeln einen inklusiven und machtsensiblen Blick auf Strukturen und fördern ein tieferes Verständnis für die Voraussetzungen sozial gerechter Medizin. Die theoretischen Prinzipien werden dabei durch Räume für Self-Leadership ebenso wie kooperative Formate und die Arbeit an der eigenen Haltung unmittelbar in die Anwendung überführt.
Was Sie konkret erwartet:
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Systemische Machtstrukturen identifizieren: Sie analysieren kritisch den gesellschaftlichen Ist-Zustand sowie Macht- und Diskriminierungskategorien (Intersektionalität, Bias) im Gesundheits- und Sozialwesen und setzen diese in Bezug zur Versorgungsqualität.
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Reflexives Self-Leadership: Sie nutzen «Inner Work» als Voraussetzung für transformatives Handeln. Dabei entwickeln Sie ein neues Führungsverständnis durch Erarbeitung einer neuen Perspektive auf die eigenen Bias, Privilegien und Wertereflexion.
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Transformative Führung gestalten: Ihr neues Führungsverständnis nutzen Sie für den Übergang von hierarchischer Kontrolle («Power Over») zu einem authentischen, transformativen und empowernden Leadership («Power Within»).
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Transfer und Empowerment: Sie entwickeln Feminist-Leadership-Prinzipien, Frameworks und Kommunikationstools mittels Best-Practice Analysen und Bearbeitung eigener Fallbeispiele für die eigene Arbeit und Organisation.