Inhalt + Aufbau
Portrait
Klimafolgen treffen Gemeinden nicht abstrakt, sondern konkret: als Erdrutsch, Überschwemmung, Versorgungsausfall – und als eskalierende Konflikte auf der nächsten Gemeindeversammlung, im Krisenstab, im Gemeinderat. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es passieren wird. Entscheidend wird dann sein, ob die Menschen in Verantwortung die richtigen Antworten finden und handlungsfähig bleiben.
Die szenariobasierte Interventionswerkstatt für Städte, Gemeinden und Kantone, Konfliktprofis und Nachhaltigkeitsakteur*innen setzt genau dort an, wo Druck, Erschöpfung und Polarisierung aufeinandertreffen. Anhand konkreter Krisenszenarien – realistisch, vorstellbar, nah an der Schweizer Realität – werden typische Situationen nachgespielt und ausgewertet: analytisch, gruppendynamisch, emotional. Nicht Wissensvermittlung steht im Zentrum, sondern das direkte Erleben von Dynamiken, die man sonst erst im Ernstfall kennenlernt.
Ausbildungsziel
Die Teilnehmenden erwerben Kompetenzen auf vier Ebenen:
Fachkompetenz:
Sie kennen zentrale Dynamiken von Polykrisenkonflikten – Eskalationsmuster, Triggerpunkte und typische Blockademechanismen wie NIMBY-Dynamiken oder Empörungswellen.
Methodenkompetenz:
Sie verfügen über konkrete Instrumente zur Konfliktmoderation, Dialoggestaltung und Depolarisierung – und kennen Methoden zur Resilienzstärkung, Selbstregulation und zum Aufbau tragfähiger Netzwerke.
Strategie- und Sozialkompetenz:
Sie können über institutionelle und weltanschauliche Grenzen hinweg zusammenarbeiten, ungewöhnliche Koalitionen initiieren und in hochkomplexen Situationen handlungsfähig bleiben.
Selbstkompetenz:
Sie kennen ihre eigenen Reaktionsmuster unter Druck und verfügen über Strategien zur Selbst- und Emotionsregulation. Sie haben erfahren, dass Handeln Hoffnung erzeugt – auch ohne schnelle Lösungen.