Grundlagen der Mediation

Im CAS erwerben Sie Kompetenzen, um in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld Konflikte aktiv und konstruktiv anzugehen und zu bearbeiten.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Fach- und Führungspersonen aus verschiedenen Berufsfeldern, welche Ihre Kompetenz im Umgang mit Konflikten entwickeln möchten.
  • vermittelt Ihnen die Grundlagen, das Vorgehen sowie das Methodenrepertoire der Mediation. 
  • befähigt Sie, zur Situation passende Elemente aus dem Methodenrepertoire der Mediation entsprechend ihrer beruflichen Rolle und Funktion zu nutzen.
  • regt Sie zur Reflektion Ihrer eigenen Prägungen und Werte an und unterstützt Sie in der Weiterentwicklung einer mediativen Haltung.
  • ermöglicht Ihnen den Einstieg in die Mediationsausbildung, die Sie bis zum MAS Mediation und Konfliktmanagement ausbauen können.
Kursteilnehmende im Dialog

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist jeweils 2 Monate vor Beginn des CAS
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Januar bis August 2021
  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement - Programm offene Kurse 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Fachpersonen verschiedener Berufe können mithilfe mediativer Elemente Konflikte konstruktiv bearbeiten. Mediation bedeutet freiwillige Selbstregulierung von Konflikten mit Unterstützung allparteilicher Dritter ohne Entscheidungsgewalt. Dabei sollen die Beteiligten in ihrer Autonomie gestärkt und befähigt werden, nachhaltige und akzeptierte Lösungen für ihre spezifische Situation zu erarbeiten.

Im Studiengang lernen Sie, Konfliktsituationen in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld zu erkennen und zu analysieren. Sie eignen sich Interventionsmöglichkeiten und eine Haltung an, die zu einem kompetenten Umgang mit Konfliktsituationen führen.

Ausbildungsziel

  • Sie können Konflikte erkennen, analysieren und geeignete Konfliktbearbeitungsstrategien daraus ableiten.
  • Sie kennen das Mediationsverfahren und können eine mediative Konfliktintervention in Ihrem Arbeitsfeld initiieren und moderieren.
  • Sie kennen das Menschenbild und das Wertesystem, welche die Mediation prägen und reflektieren Ihr Verhältnis dazu.
  • Sie kennen unterschiedliche Anwendungsbereiche der Mediation und sind sensibilisiert für kontextspezifische Unterschiede im Vorgehen.
  • Sie reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes mediativer Interventionen im angestammten Berufsfeld.

Lerneinheit 1:

Grundlagen der Mediation

  • Definition Sozialer Konflikt, Konflikt-Dynamik, -Verhalten und -Eskalation
  • Verschiedene Interventionsformen zur Konfliktregulierung
  • Grundprinzipien und Grundannahmen der Mediation
  • Überblick: Phasen der Mediation
  • Mediation als Dialog der Anerkennung
  • Basistechnik: Aktives Zuhören

Lerneinheit 2:

Einstieg in die Mediation

  • Indikationen für die Mediation
  • Pre-Mediation: Auftrags- und Kontextklärung
  • Phase 1: Einleitung der Mediation
  • Mediationsvertrag und Mediationsvereinbarung
  • Phase 2: Darlegung der Sichtweisen und Themensammlung
  • Gesprächsdynamiken und Deeskalation
  • Ausgewählte Grundlagen der Kommunikationstheorie
  • Basistechnik: Reframing

Lerneinheit 3:

Konflikthintergründe ergründen und bearbeiten

  • Phasenübergänge gestalten
  • Phase 3: Ziele und Vorgehen
  • Klären von Interessen und Bedürfnissen
  • Fördern des Perspektivenwechsels
  • Unterstützen von «Signale der Anerkennung»
  • Allparteilichkeit, Selbstregulation und Embodiment
  • Basistechnik: Aussagen, Fragen und Spiegeln
  • Basistechniken: Doppeln und Dialogisieren

Exkurs: Umgang mit schwierigen Emotionen

  • Elemente der Klärungshilfe in der Mediation
  • Basistechniken: Doppeln und Dialogisieren

Lerneinheit 4:

Lösungssuche, Vereinbarung und Abschluss der Mediation

  • Das Menschenbild in der Mediation
  • Phase 4: Optionen und Verhandlung
  • Lösungsoptionen generieren, konkretisieren und bewerten
  • Fairness und Gerechtigkeit in der Mediation
  • Phase 5: Vereinbarung und Abschluss
  • Verhandeln und Vereinbaren in der Mediation
  • Umgang mit Stolpersteinen und Hindernissen während der Umsetzung
  • Der Abschluss der Mediation und Sicherung deren Nachhaltigkeit
  • PostMediation: Überprüfung der Umsetzung und ggf. Nachverhandlung

Lerneinheit 5:

Supervisionstag in Kleingruppen

Intensive Auseinandersetzung mit eigenen Konfliktsituationen und Fragestellungen in Kleingruppen unter Anleitung einer erfahrenen Supervisorin oder eines Supervisors

Lerneinheit 6:

Konflikt-Perspektiv-Analyse

  • Einsatz innerhalb der Mediation
  • Einsatz der Methode in der Einzelberatung und in der kollegialen Beratung

Lerneinheit 7:

Mediative Haltung und Umgang mit eigenen Prägungen

  • Entwicklung eines eigenen Rollenverständnisses als Mediatorin/Mediator
  • Stärkung der mediativen Haltung (Training)
  • Reflexion des persönlichen Umgangs mit Diversität und Differenzsensibilität in der Mediation

Lerneinheit 8:

Vertiefung des mediativen Handelns

  • Erweiterung und Vertiefung der methodischen Kompetenzen
  • Training der Mediationsphasen
  • Umgang mit schwierigen Situationen (Forumtheater)
  • Visualisierung und Gestaltung von Flipcharts
  • Abschluss und Würdigung des Erreichten
  • Training der Mediationsphasen
  • Umgang mit schwierigen Situationen (Forumtheater)

Interaktives Kontaktstudium

Ein intensiver Lernprozess entsteht durch unterschiedliche Lehr- und Lernaktivitäten. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv, partizipativ und mit Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten abwechslungsreich gestaltet. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, wodurch praxisorientiertes Lernen möglich wird. In der Supervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis begleitet, reflektiert und in der Supervisionsgruppe bearbeitet.

Transferorientiertes Selbststudium

Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen:

  • Selbst organisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung unter den Teilnehmenden zur Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte.
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Zusätzlich wenden Sie Ihre Kenntnisse in der Begleitung von konkreten Mediationsfällen an.
  • Schriftliche Abschlussarbeit

Eine Präsenz von 90% wird verlangt.

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) der Berner Fachhochschule in Grundlagen der Mediation

Der CAS-Studiengang Grundlagen der Mediation ist anerkannt von: Schweizerischer Anwaltsverband (SAV) 

Die vom Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannte Ausbildung erfordert den CAS Grundlagen der Mediation und zusätzlich einen der drei nachfolgenden CAS-Studiengänge mit entsprechender Abschlussarbeit: CAS Familienmediation , CAS Mediation in Organisation  oder CAS Mediation im öffentlichen Bereich.

Dozentinnen + Dozenten

(Änderungen vorbehalten)

Voraussetzungen + Zulassung

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich an Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Recht, Pädagogik, Gesundheit, Psychologie, Wirtschaft, Politik, Technik, Umwelt, Führung, Beratung und weiteren Berufsfeldern.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.


Studiengangspezifische Zulassungsbedingungen:
Zweijährige Berufserfahrung und ein Mindestalter von 25 Jahren, sowie die Möglichkeit, Elemente der Mediation in der Praxis anwenden zu können.

Organisation + Anmeldung

18 Studientage
nächste Durchführung:
Januar bis August 2021

jeweils 2 Monate vor Beginn des CAS

Damit wir Ihre Anmeldung schneller bearbeiten können, bitten wir Sie das untenstehende PDF-Formular auszufüllen. Sie können dieses unter «weitere Beilagen» während des Anmeldeprozesses hochladen.

Studienort + Infrastruktur