Grundlagen der Mediation

Sie können als Fachpersonen verschiedener Berufe mittels Mediation Konflikte konstruktiv bearbeiten. Ziel einer Mediation ist die Entwicklung einer tragfähigen Konfliktregelung durch die Beteiligten.

Der Studiengang:

  • vermittelt Ihnen Interventionsmöglichkeiten und eine Haltung, die zu einem kompetenten Umgang mit Konfliktsituationen führen.
  • vermittelt Ihnen das Mediationsverfahren in verschiedenen kontextspezifischen Anwendungsbereichen.
  • ermöglicht Ihnen den Einstieg in die Mediationsausbildung, die Sie bis zum MAS Mediation und Konfliktmanagement ausbauen können.
Kursteilnehmende im Dialog

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist jeweils 2 Monate vor Beginn des CAS
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung mehrmals jährlich
  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation – Kursprogramm 2019

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement - Programm offene Kurse 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Fachpersonen verschiedener Berufe können mithilfe von Mediation Konflikte konstruktiv bearbeiten. Mediation bedeutet freiwillige Selbstregulierung von Konflikten mit der Unterstützung allparteilicher Dritter ohne Entscheidungsgewalt. Dabei sollen die Beteiligten selbst eine tragfähige Konfliktregelung entwickeln.

Im Studiengang lernen Sie, Konfliktsituationen in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld zu erkennen und zu analysieren. Sie eignen sich Interventionsmöglichkeiten und eine Haltung an, die zu einem kompetenten Umgang mit Konfliktsituationen führen.

Ausbildungsziel

  • Sie können Konflikte erkennen, analysieren und geeignete Konfliktbearbeitungsstrategien daraus ableiten.
  • Sie kennen das Mediationsverfahren und können eine mediative Konfliktintervention in Ihrem Arbeitsfeld initiieren und moderieren.
  • Sie kennen das Menschenbild und das Wertesystem, welche die Mediation prägen und reflektieren Ihr Verhältnis dazu.
  • Sie kennen unterschiedliche Anwendungsbereiche der Mediation und sind sensibilisiert für kontextspezifische Unterschiede im Vorgehen.
  • Sie reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes mediativer Interventionen im angestammten Berufsfeld.

Lerneinheit 1:

Grundlagen der Mediation

  • Sozialer Konflikt, Konfliktdynamik und -eskalation
  • Grundformen der Konfliktregulierung, Umgang mit Konflikten
  • Grundlagen und Grundannahmen der Mediation
  • Mediation als Dialog der Anerkennung
  • Mediative Haltung
  • Aktives Zuhören und Paraphrasieren

Lerneinheit 2:

Phasen 0-2 mit Vertiefung Systemische Fragetechniken

  • Einstieg in die Mediation und Auftragsklärung
  • Themensammlung und -bewertung
  • Ausgewählte Grundlagen der Kommunikationstheorie
  • Die Kunst des Fragens in der Mediation

Lerneinheit 3:

Phase 3

  • Grundsätzliches zu Phase 3
  • Interessen- und Bedürfnisklärung
  • Das Menschenbild in der Mediation

Exkurs zur Bearbeitung von Emotionen aus Sicht der Klärungshilfe

Lerneinheit 4:

Vertiefung Phase 3 und Phasen 4-6

  • Repetition und Vertiefung Phase 3
  • Phasen 4-6
  • Lösungsoptionen generieren und bewerten
  • Fairness und Gerechtigkeit in der Mediation
  • Verhandeln und Vereinbaren in der Mediation
  • Der Abschluss der Mediation und die Sicherung deren Nachhaltigkeit

Lerneinheit 5:

Supervisionstag in Kleingruppen

Intensive Auseinandersetzung mit eigenen Konfliktsituationen und Fragestellungen in Kleingruppen unter Anleitung einer erfahrenen Supervisorin oder eines Supervisors

Lerneinheit 6:

Methode der Konflikt-Perspektiv-Analyse

  • innerhalb der Mediation
  • als Methode der Einzelberatung und in der kollegialen Beratung

Vertiefung mediative Haltung und berufliche Sozialisation als Mediatorin/Mediator inkl. Fallwerkstatt

  • Vertiefung mediative Haltung
  • Vertiefung eigene berufliche Sozialisation als Mediatorin/Mediator
  • Reflexion und Diskussion der Anwendung mediativen Handelns in der eigenen beruflichen Praxis

Lerneinheit 7:

Vertiefung mediatives Denken und Handeln

  • Erweiterung der methodischen Kompetenzen
  • Training der Mediationsphasen
  • Umgang mit schwierigen Situationen (Forumtheater)

Interaktives Kontaktstudium

Ein intensiver Lernprozess entsteht durch unterschiedliche Lehr- und Lernaktivitäten. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv, partizipativ und mit Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten abwechslungsreich gestaltet. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, wodurch praxisorientiertes Lernen möglich wird. In der Supervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis begleitet, reflektiert und in der Supervisionsgruppe bearbeitet.

Transferorientiertes Selbststudium

Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen:

  • Selbst organisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung unter den Teilnehmenden zur Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte.
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Zusätzlich wenden Sie Ihre Kenntnisse in der Begleitung von konkreten Mediationsfällen an.
  • Mindestens 90 Prozent Präsenz
  • Schriftliche Abschlussarbeit

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) der Berner Fachhochschule in Grundlagen der Mediation

Der CAS-Studiengang Grundlagen der Mediation ist anerkannt von: Schweizerischer Anwaltsverband (SAV) 

Die vom Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannte Ausbildung erfordert den CAS Grundlagen der Mediation und zusätzlich einen der drei nachfolgenden CAS-Studiengänge mit entsprechender Abschlussarbeit: CAS Familienmediation , CAS Mediation in Organisation  oder CAS Mediation im öffentlichen Bereich.

Dozentinnen + Dozenten

(Änderungen vorbehalten)

Voraussetzungen + Zulassung

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich an Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Recht, Pädagogik, Gesundheit, Psychologie, Wirtschaft, Politik, Technik, Umwelt, Führung, Beratung und weiteren Berufsfeldern.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.


Studiengangspezifische Zulassungsbedingungen:
Zweijährige Berufserfahrung und ein Mindestalter von 25 Jahren, sowie die Möglichkeit, Elemente der Mediation in der Praxis anwenden zu können.

Organisation + Anmeldung

18 Studientage, Dauer ca. 10 Monate
nächste Durchführungen:
Mai bis Dezember 2020
September 2020 bis März 2021

jeweils 2 Monate vor Beginn des CAS

Damit wir Ihre Anmeldung schneller bearbeiten können, bitten wir Sie das untenstehende PDF-Formular auszufüllen. Sie können dieses unter «weitere Beilagen» während des Anmeldeprozesses hochladen.

Studienort + Infrastruktur