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Porträt
Eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes ist eine schwere Verletzung bei körperlich aktiven Menschen. Unabhängig von der gewählten Therapie (Operation vs. konservative Nachbehandlung), bleiben bei einer grossen Zahl von Patient*innen funktionelle Defizite auch zum Zeitpunkt der Rückkehr zu voller Aktivität bestehen. Diese funktionellen Defizite könnten auf Defizite in der sensomotorischen Kontrolle, also im Nerv-Muskel-Zusammenspiel, zurückzuführen sein. Solche Defizite beeinträchtigen eine gezielte und situationsgerechte Aktivierung der Muskulatur und könnten somit das Risiko für eine erneute Verletzung erhöhen. Der Fachbereich Forschung und Entwicklung der BFH hat im Rahmen einer Studie ein progressives Trainingskonzept entwickelt, welches auf evidenzbasierten Trainingsansätzen und dem Peer-Review von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis fundiert. Das P4P sensibilisiert Physiotherapeut*innen für potenzielle neurokognitive Defizite nach Kreuzbandverletzungen und befähigt sie, diese im Rehabilitationsprozess zu erkennen und gezielt mithilfe des entwickelten Trainingskonzepts therapeutisch zu beeinflussen.