Städte als Treibkräfte nachhaltiger Ernährungssysteme

Wir erforschen Lebensmittel- und Food Waste-Flüsse sowie den ernährungsbedingten Umweltfussabdruck des städtischen Ernährungssystems Bern und partizipativ mit wichtigen Zielgruppen Lösungsstrategien für eine nachhaltige Transformation.

Fiche signalétique

  • Département responsable Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
  • Institut Production alimentaire centrée sur les consommateurs
  • Unité de recherche Gestion d’entreprises alimentaires et consommation
    Durabilité des systèmes alimentaires
  • Organisation d'encouragement Autres
  • Durée (prévue) 01.01.2022 - 31.12.2024
  • Responsable du projet Dr. Evelyn Markoni
  • Direction du projet Dr. Evelyn Markoni
  • Équipe du projet Dr. Evelyn Markoni
    Dr. Matthias Meier
    Dr. Franziska Götze
    Jan Henric Michael Lemola
    Isabel Häberli
  • Partenaire Stiftung Mercator Schweiz
    Amt für Umweltschutz
    Universität Bern
  • Mots-clés Nachhaltige städtische Ernährungssysteme; Berner Ernährungssystem; Suffizienz; Nachhaltige Transformation; Sozial-gerechte Ernährung; Partizipative Forschung

Situation

Für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 und der Klimaziele gemäss Pariser Klimaabkommen spielt die nachhaltige Transformation des Ernährungssystems eine wichtige Rolle. Als aktive Mit-Gestalterinnen einer nachhaltigen Transformation von Ernährungssystemen können Städte dabei u.a. ihre Ernährungsstrategien vermehrt auf lokal produzierte Lebensmittel aus nachhaltiger Produktion ausrichten, möglichst viele betroffene Akteur*innen stärker einbinden, welche integral das ganze Spektrum von Produktion, Verarbeitung, Verteilung, Zugang zu Lebensmitteln bis hin zu Food Waste-Vermeidung umfassen sowie die Bevölkerung für einen Lebensmittelkonsum innerhalb der Ressourcengrenzen sensibilisieren. So können Städte beispielsweise Projekte und Massnahmen lancieren, welche die Sensibilisierung der Bevölkerung für Ernährungsthemen und den Wissenstransfer fördern, Nachhaltigkeitskriterien im Rahmen der öffentlichen Beschaffung bei Ausschreibungen festlegen, Infrastrukturen bevorzugt für ökologische Landbau-Projekte vergeben oder den Aufbau zivilgesellschaftlicher Ernährungsbewegungen stärken, wie Ernährungsforen. Solche Aktivitäten und Prozesse befinden sich in der Schweiz jedoch noch am Anfang und es bestehen Wissenslücken bezüglich bestehender Ernährungssysteme und wie diese unter Einbezug der Bürger*innen nachhaltiger gestaltet werden können.

Approche

In diesem Projekt quantifizieren wir zum einen die Lebensmittelflüsse im Ernährungssystem der Stadt Bern und schätzen die Anteile an regional und/oder nachhaltig produzierten Lebensmitteln ab. Des Weiteren werden die Food Waste-Flüsse auf Ebene der Absatzkanäle des städtischen Ernährungssystems abgeschätzt und das Produktionspotenzial der regionalen Landwirtschaft unter der aktuellen sowie einer standortangepassten Produktionsintensität modelliert. Aus diesen Daten wird der durchschnittliche ernährungsbedingte Umweltfussabdruck der Bevölkerung der Stadt Bern abgeschätzt. Zum anderen entwickeln wir partizipativ mit den Berner*innen Strategien und Handlungsempfehlungen für ein nachhaltigeres Ernährungssystem in Bern, welches die Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen gewährleistet. Insbesondere erarbeiten wir Lösungsstrategien, um auch Haushalten mit tieferem Einkommen den Zugang zu nachhaltigen und gesunden Lebensmitteln aus der Region zu ermöglichen.