Holzendverbrauch Schweiz

Der stoffliche Holzendverbrauch im gesamtschweizerischen Kontext für die Bereiche Bauwesen, Holz im Aussenbereich, Möbel und Innenausbau, Verpackung sowie Holzwaren.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat die Berner Fachhochschule BFH beauftragt, den Holzendverbrauch über mehrere Jahre auszuwerten und abzubilden. Die kompakten Studien zeigen aktuelle Entwicklungen sowie Zahlen und Fakten zur Nutzung von Holz in den oben genannten Bereichen.

Steckbrief

Holzendverbrauch in Kürze

  • Holzeinsatz von 3.33 Mio. m3 im Bereich der Holzprodukte (2017)
  • Zuwachs von 8.7% zwischen 2017 und 2012, sowie von 2.4% zwischen 2017 und 2016
  • Grosser Anteil von 46% und 1.54 Mio. m3 im Bauwesen (2017)
  • Deutlicher Zuwachs zwischen 2017 und 2012: bei Mehrfamilienhäusern +  11.0%, öffentlichen Gebäuden + 75.6% und Möbel + 13.1%

Die Publikation zum Holzendverbrauch 2017 ist verfügbar. Daten für das Jahr 2018 folgen im Juni 2020.

Innenaufnahme eines komplett mit hellem Holz ausgekleideten Wohnzimmers mit Esstisch und Sitzgruppe. Alle Sitzgelegenheiten sind türkis oder königblau. Die Decke ist aufgefaltet und strukturiert damit die Raumteile. Bild vergrössern
Bild: Lignum, Holzwirtschaft Schweiz

Im vorliegenden Bericht finden Sie Projektergebnisse von ausgewählten Teilbereichen des Holzendverbrauchs, grundlegende Daten zum Baumarkt sowie interessante Einschätzungen der Expertengruppen.

Gesamtberichte

In den Berichten wird ein breiter Überblick über alle Holzendbereiche gegeben. Aktuelle Trends runden das Bild ab und wichtige Fragestellungen und Einschätzungen werden durch Ergebnisse aus Unternehmensbefragungen und Experteninterviews dokumentiert.

Bauwesen

Der Endbereich Bauwesen konzentriert sich auf die Marktentwicklung in den vier Gebäudekategorien Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, öffentliche Bauten und Gewerbebauten. Des Weiteren werden die Holzeinsätze für Bauhilfsstoffe und Infrastrukturbauten beleuchtet. Die Entwicklung im Gebäudebereich ist ein wesentlicher Faktor für den gesamten stofflichen Einsatz von Holz in Endprodukten.

Möbel und Innenausbau

Diese Rubrik ist in drei Teile gegliedert: Die Kategorie Möbel umfasst den Holzendverbrauch für Wohnmöbel, Küchen- und Badmöbel, Büro-, Schul- und Ladenmöbel, Gartenmöbel und Sauna. Die Kategorie Decken-, Wand- und Innenverkleidungen umfasst die Innenverkleidungen bei der Ausstattung aller Gebäudekategorien von Wohnbauten über Büro- und Gewerbebauten und öffentlichen Bauten wie Schulen und Spitäler mit Holz und Holzwerkstoffen. Die Kategorie Böden umfasst den Einsatz von Parkett und Laminat für die Ausstattung der oben genannten Gebäude.

Aussenbereich

Dieser Endbereich ist in zehn Kategorien gegliedert und reicht von Unterständen, Gartenhäusern und Pergolas, über Holzprodukte für Terrassen und Sichtschutz bis zu Hochbeeten und weiteren Produkten für die Ausstattung von Aussenanlagen und den Gartenbau.

Holzverpackungen

Der Holzeinsatz für Ladungsträger und Verpackungen wie Paletten, Kisten und Spezialverpackungen, sowie Kabeltrommeln, werden in dieser Rubrik abgebildet.

Holzwaren

Der Bereich Holzwaren umfasst neun Unterkategorien, welche sich von den Einsatzgebieten her teilweise stark unterscheiden. Die Unterkategorien reichen vom Holzeinsatz für Werkzeuge, landwirtschaftliche Anwendungen wie Holzwolle, über Särge, bis zu Haushaltsausstattungen mit Küchenartikeln und Dekorationsgegenständen.

Ausgangslage

Holz ist eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen der Schweiz. Die Ressourcenpolitik Holz bildet die umfassende strategische Grundlage des Bundes betreffend den Umgang mit der Ressource Holz in der Schweiz. Der Holzendverbrauch ist ein wichtiger Indikator für die Ressourcen- und Waldpolitik des Bundes sowie ein Monitoring-Instrument für die Umsetzung von Art 34b WaG.

lm Anschluss an die umfassenden Erhebungen zum Holzendverbrauch 2016 wird die Datenanalyse für den Zeitraum 2017-2020 mit einer jährlichen Berechnung der eingesetzten Holzmengen im Holzendverbrauch weitergeführt.

Projektziele

  • Ermittlung der verwendeten Holzmenge im Endverbrauch der Schweiz
  • Regelmässige Aktualisierung der Datengrundlage des BAFU als Entscheidungshilfe für weiteren Handlungsbedarf in der Ressourcenpolitik Holz sowie zur Überprüfung der erreichten Zielsetzungen
  • Aktualisierte Grundlageninformation für Unternehmen, Forschungs- und Bildungsinstitutionen in Form einer einfach zu aktualisierenden Datenbasis

Projektmethodik

Die Projektmethodik basiert auf einer Weiterentwicklung der Vorgängerprojekte Holzendverbrauch 2016, 2014 (Teilerhebung), 2012 und 2009. Daten aus bestehenden Erhebungen und Analysen zum Holzeinsatz in der Schweiz werden ausgewertet. Ebenso werden Daten aus Baustatistiken, Betriebszählungen, Zollstatistiken und Marktstudien herangezogen. Baubewilligungen für alle relevanten Gebäudekategorien werden selektiert und analysiert. Kennzahlen und Informationen zum Holzeinsatz werden Unternehmensbefragungen und in Expertengesprächen bei Betrieben und Verbänden abgeglichen und verifiziert. Auf Basis dieser Methodik werden die Daten für ausgewählte Jahre systematisch aktualisiert und können mit den Ergebnissen der Vorgängerstudien verglichen und interpretiert werden.

Kernkompetenzen

Umfassende Marktstudien zum Schweizer Baumarkt:

  • Marktanalysen der Baubranchen
  • Gebäudedatenbank BFH-AHB
  • Konzeption und Durchführung von Branchenpanels
  • Monitoring von Teilmarkt- und Materialentwicklungen