MSc in Engineering | Profil Civil Engineering

Als Bauingenieurin oder Bauingenieur gestalten Sie die Lebenswelt Ihrer Mitmenschen und übernehmen Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt. Im Master-Studium können Sie sich auf ein Gebiet spezialisieren – das öffnet Ihnen vielfältige Karrierewege. Die Bauwerke, die Sie planen und realisieren, prägen unsere zukünftigen Lebensräume.

Als Absolvent, als Absolventin des Profils Civil Engineering

  • tragen Sie bei anspruchsvoller Fragestellung einen wesentlichen Beitrag zu innovativen Lösungsansätzen bei (analytisch, konzeptionell, technisch und planerisch),
  • erkennen Sie komplexe Zusammenhänge und können vielschichtige Aufgabenstellungen selbständig lösen,
  • haben Sie profunde Kenntnisse in Projektmanagement und kennen betriebswirtschaftliche Zusammenhänge,
  • sind Sie in der Lage, anspruchsvolle Führungsaufgaben in Ingenieursbüros, Bauunternehmen, der Verwaltung oder der Forschung zu übernehmen.

Master of Science Engineering studieren an der BFH (Deutsch / Englisch / Französisch)

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Master of Science in Engineering
  • Vertiefungen Civil Engineering
  • Studienform Vollzeit (mind. 3 Semester), Vorlesungen an zwei Tagen pro Woche
    Teilzeit (4 bis 7 Semester), Vorlesungen an einem Tag pro Woche
  • Studienbeginn KW 52 und KW 38
  • Anmeldefrist 31. Juli (Herbstsemester)
    31. Dezember (Frühlingssemester)
  • Anzahl ECTS Total 90 ECTS-Credits
    30 ECTS-Credits Theorie-Module, 60 ECTS-Credits Praxis (Profil)
  • Unterrichtssprache Deutsch und Englisch (jeweils mindestens Sprachniveau B2)
  • Studienort Biel, Burgdorf
  • Departement Architektur, Holz und Bau

Kontakt

Portrait

Der Aufgabenbereich von Bauingenieuren und Bauingenieurinnen ist sehr vielfältig. Durch Ihren Entscheid für eine Vertiefung werden zur gefragten Fachperson im Bauwesen. Sie lernen spezifische Lösungen zu komplexen Problemen zu erarbeiten und profitieren dabei von der engen Zusammenarbeit mit Forschung und Praxis.

Kompetenzen

Als Master of Science in Engineering mit dem Profil Civil Engineering erkennen Sie komplexe Zusammenhänge und lösen die sich daraus ergebenden Aufgabenstellungen selbständig. Ausserdem leisten Sie einen wesentlichen, analytischen, konzeptionellen und technischen, bzw. planerischen Beitrag zu innovativen Lösungsansätzen. Sie kennen die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge und haben profunde Kenntnisse in Projektmanagement.

Einstiegsqualifikationen

Bachelorabschluss in einer technischen Studienrichtung. Interessierte werden individuell durch die gewählte Fachhochschule beurteilt. Das Assessment der Einstiegsqualifikationen ist Teil des jeweiligen Aufnahmeprozedere.

Module

Der Fokus beim Master-Studium liegt bei der fachlichen Vertiefung; ihr sind zwei Drittel des Studiums gewidmet und sie wird innerhalb einer Forschungseinheit einer Fachhochschule absolviert. Im Rahmen dieser fachlichen Vertiefung schreiben Sie zwei Projektarbeiten und die Master-Thesis.

Ein Drittel Ihres Studiums ist der Theorie vorbehalten, die in Modulen vermittelt wird. Diese theoretischen Module sind grundsätzlich in drei Bereiche unterteilt:

  • Technical Scientific Modules (TSM)
  • Fundamental Theoretical Principles (FTP)
  • Context Modules (CM)

Die Planung Ihres Studiums erfolgt mit Unterstützung Ihres Advisors. Dieser Studienberater, diese Studienberaterin berät Sie auch bei der Wahl der theoretischen Module und der Vertiefung. Der Modulübersicht für das Vollzeit- und Teilzeitstudium finden Sie hier. 

Sara Ruchti, MSE-Studentin mit Vertiefung Geotechnik (Deutsch)

Vertiefungen

Sie komplettieren Ihr Studium mit Vertiefungen; dabei haben Sie die Wahl aus sechs Spezialgebieten.

Der nachhaltige Umgang mit Energie ist eines der zentralen Themen im Bauwesen. Die Anforderungen an einen hohen Wohnkomfort steigen. Dabei spielt neben Licht und thermischen Behaglichkeit auch das Bedürfnis nach Ruhe, und dem damit verbundenen Schallschutz, eine wichtige Rolle. Die Vertiefung «Bauen im Bestand und Bauphysik» konzentriert sich auf diese Aspekte, die direkte Auswirkungen auf die Baukonstruktion, die Bautechnik und die Ausführung haben.

Bauen im Bestand

Ein grosser Teil der zukünftigen Bauaufgaben wird an bestehender Bausubstanz durchgeführt. Dabei müssen sowohl die gestiegenen Ansprüche der Nutzer*innen wie auch höhere Ansprüche bezüglich des Raumklimas und der Energieeffizienz berücksichtigt werden. Als Spezialistin oder Spezialist für Bauen im Bestand erstellen Sie projektspezifische Gebäudezustandsanalysen. Dabei erkennen Sie die architektonischen, baulichen und denkmalpflegerischen Qualitäten und entwickeln innovative Lösungen für die Praxis.

Bauphysik

Für die künftigen Herausforderungen im Bereich der Bauphysik sind Spezialistinnen und Spezialisten gefragt, die auf die sich verändernden Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen und neue Lösungswege entwickeln können. Als Spezialistin oder Spezialist für Bauphysik befassen Sie sich mit den physikalischen Eigenschaften von Baumaterialien, Bauteilen und Bauwerken. Die klassischen Arbeitsfelder der Bauphysik sind Wärme-, Feuchtigkeits-, Schall- und Brandschutz sowie die Ökologie von Gebäuden. Diese stehen im engen Zusammenhang mit der Baukonstruktion.

Sowohl im Hochbau wie auch im Ingenieur- und Brückenbau sind zurzeit vor allem zwei Entwicklungen zu beobachten: Einerseits wenden sich Bauherren wieder vermehrt der Holzbauweise zu. Andererseits werden neben dem klassischen Stahl-Beton-Verbundbau zunehmend auch andere leistungsfähige Materialien intelligent miteinander kombiniert.

Holzbau

Die Anforderungen an energieeffiziente und nachhaltige Bauten werden immer höher. Holz bietet in dieser Hinsicht den Vorteil, der einzig nachwachsende und somit sehr nachhaltige Werkstoff zu sein. Daher wenden sich immer mehr private, wie auch öffentliche Bauherren dem Holz zu. Als Spezialistin oder Spezialist im Holzbau können Sie die vermehrt anspruchsvollen Holzbauprojekte entwerfen und bemessen.

Verbundbau

Als Spezialistin oder Spezialist im Verbundbau entwerfen Sie Gebäude mit kurzen Bauzeiten und flexiblen Grundrissen. Die Leistung besteht dabei in der Ermittlung der erforderlichen Querschnitte und der Systeme nach gültigen Vorschriften sowie in der Konzeption aller Anschlüsse, die einen erheblichen Anteil an der Wirtschaftlichkeit des Verbundbaus innehaben.

Verkehrsinfrastrukturprojekte in ihrer Interdisziplinarität betreffen ein breites Spektrum an Fachbereichen, wie beispielsweise Geologie, Geotechnik, Wasserbau, Strassenbau oder Brücken- und Tunnelbau. In der Vertiefung Verkehrsinfrastruktur beschäftigen Sie sich insbesondere mit den Anforderungen an eine wirtschaftliche und nachhaltige Strasseninfrastruktur und entwickeln innovative Lösungen. Zudem werden ausgewählte Fragestellungen im Eisenbahn- und Flugplatzbau bearbeitet.

Grossprojekte, wie die neuen Alpentransversalen für Bahn und Strasse, neue Verkehrsführungen in Städten und Agglomerationen, grosse Einkaufszentren oder Hochhäuser aber auch Schutzbauten vor Lawinen oder Steinschlag können ohne die fundierten Kenntnisse von Geotechnikerinnen und Geotechnikern nicht erstellt werden. In den Eigenschafen des Baugrunds, des Wassers und des Grundwassers sowie in deren bautechnischer Interpretation liegen grosse Planungsunsicherheiten. Geotechnikerinnen und Geotechniker besetzen deshalb wichtige Schlüsselstellen in der Planung und Erstellung von Bauwerken.

Geotechnik

Als Geotechnikerin oder Geotechniker arbeiten Sie an der Schnittstelle zwischen Erdwissenschaften und Bautechnik. Dabei wird der zu behandelnde «Baustoff» von der Natur als Baugrund zur Verfügung gestellt. Dieser kann nur wenig beeinflusst werden, so dass Ihre Werkzeuge situationsbezogen spezifisch eingeschränkt sind und entsprechend eingesetzt werden müssen.

Naturereignisse

Als Spezialistin oder Spezialist für Naturereignisse konzentrieren Sie sich auf Schutzbauten vor Naturereignissen, wie zum Beispiel Hanginstabilitäten, Lawinen und Steinschlag. Ziel Ihrer Arbeit ist es, Gefahren zu erkennen und zu entschärfen. Sie erreichen dies nicht nur durch die Entwicklung von Schutzbauten, welche die einwirkenden Kräfte aufnehmen, sondern auch dadurch, dass Sie Konzepte und Modelle zur Reduktion der Einwirkungen und Auswirkungen entwickeln. Diese vereinfachen die nötigen bautechnischen Massnahmen und erhöhen die Wirksamkeit.

Der Wasserbau ist ein herausforderndes Fachgebiet mit vielfältigen Aspekten. Der Klimawandel steigert den Bedarf an nachhaltigen Lösungen in diesem Bereich und macht es schwieriger, Ereignisse vorherzusagen und abzuschätzen. So ist der Flussbau mit verschiedenen, sich teilweise widersprechenden Ansprüchen konfrontiert. Der stark bebaute städtische und der landwirtschaftlich geprägte Raum haben unterschiedliche Interessen daran, wie der Boden genutzt werden soll. Daneben ist gesetzlich verankert, dass die Flüsse revitalisiert werden müssen, um eine hohe Qualität der Habitate und mehr Raum und Vernetzungsmöglichkeiten für aquatische Lebensgemeinschaften zu gewährleisten. Das Geschiebe soll zu Hochwasserzwecken einerseits rückgehalten, anderseits im Zuge der Revitalisierung weiter transportiert werden. Hinzu kommen die Bestrebungen, mehr Energie aus Wasserkraft zu gewinnen. Ein weiteres Spannungsfeld im Wasserbau sind auch die Seen. Diese geraten als Trinkwasserspeicher und Wärmetauscher mit ihren Häfen und Ufersicherungen zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit.

Tragwerksplanung ist eine schöpferische Disziplin. Durch statisch und technisch konsequente Konstruktionen realisiert sie gestalterische Ideen. Moderne Bauten werden zunehmend höher, Spannbreiten werden grösser, Formen freier. Neue Anforderungen aus den Bereichen Energie, Haustechnik und Gebäudemanagement müssen bereits in der Phase Tragwerksplanung berücksichtigt und integriert werden. Mit den so entstehenden eindrücklichen Bauwerken steigen auch die Anforderungen an die planenden und ausführenden Ingenieure und Ingenieurinnen. Ebenso wird neben den Kernkompetenzen des Bauingenieurs das Verständnis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Planungspartnern immer wichtiger.

Zusätzlich werden Seminare im Zweijahresrhythmus zu Themen wie Spezialtiefbau, integrale Brücke, probabilistische Sicherheitskonzepte, Risikonachweise, Labormethoden u.v.m. angeboten. Die bieten die Möglichkeiten, Ihr fachliche Vertiefung zu ergänzen.

Wir arbeiten mit folgenden Instituten zusammen:

Institut für Holzbau, Tragwerke und Architektur IHTA

Bauwerke – von dem Entwurf und der Planung bis zur baulichen Umsetzung von Neubauten und Gebäuden.

Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft IdBH

Analyse von Märkten, Methoden und Technologien und Entwicklung von neuen, wirtschaftlichen Lösungen für die Bau- und Holzbranche von morgen.

Der Fachbereich Bauingenieurwesen der Berner Fachhochschule gehört zu den traditionsreichsten seiner Art in der Schweiz. Besondere Merkmale des Studienortes sind das Tragwerks- und das Geotechniklabor, das Strassenbaulabor sowie die überschaubare Grösse des Campus in Burgdorf.

  • Als Studentin oder Student steht Ihnen eine grosse Freihandbibliothek mit Lesesaal zur Verfügung. Die Dokumente der Bibliothek sind in den gesamtschweizerischen NEBIS-Verbund (Netzwerk von Bibliotheken und Informationsstellen in der Schweiz) eingegliedert.
  • Die Räumlichkeiten können Sie mittels BFHcard auch ausserhalb des Präsenzunterrichts benutzen. 
  • Sie erhalten Zugang zum Intranet und verfügen über eine persönliche E-Mail-Adresse sowie einen direkten Access auf das WLAN.
  • Die Parkplätze sind gebührenpflichtig. Auf Wunsch sind Parkkarten in den Studiensekretariaten erhältlich. Wir empfehlen jedoch, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.
  • Wir betreiben in Biel das grösste Forschungszentrum der Schweizer Holzwirtschaft und am Standort in Burgdorf gemeinsam mit dem Institut für Geologie der Universität Bern ein umfassendes Labor für Geotechnik. Der Grossteil der durchgeführten Prüfungen ist nach ISO / IEC 17025 durch die schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditiert. Die Prüfungen sind international anerkannt.

Als Masterabsolvent und -absolventin können Sie an einer Universität promovieren. Eine Dissertation ist auch an der BFH in Zusammenarbeit mit einer Universität möglich. Über die Zulassung entscheidet die Universität.

Mit einem Dissertationsprojekt an der BFH profitieren Sie von praxisnahen Infrastrukturen und Labors sowie von fundiertem Spezialwissen. Die BFH unterstützt Sie bei der Suche nach der richtigen Partneruniversität und der Auswahl des Forschungsthemas.

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Prof. Dr. Dirk Proske, der Leiter des Profils Civil Engineering dieses Master-Studiums berät Sie gerne persönlich. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Mobilität + Austausch

Wir unterstützen Sie bei der Planung und der Organisation eines allfälligen Auslandsaufenthalts. Im Rahmen des Mobilitätsprogramms ERASMUS und anderer Austauschprogramme können unsere Studenten und Studentinnen einen Teil ihres Studiums an einer der zahlreichen Partnerschulen im europäischen Raum oder anderen Ländern absolvieren.

International studieren

Infoveranstaltungen + Beratung

Nächste Informationsveranstaltungen

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Prof. Dr. Dirk Proske, der Leiter des Profils Civil Engineering dieses Master-Studiums und Cynthia Naef beraten Sie gerne persönlich. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Master of Science in Engineering

Der Master of Science (MSc) in Engineering umfasst eine breite Palette an fachlichen Kompetenzen. Diese sind schweizweit in derzeit vierzehn Profile gegliedert. Den Master of Science in Engineering können Sie an der Berner Fachhochschule BFH in zehn Profilen erwerben.