Erweiterter Horizont, Karriere, Freude – das alles kann Weiterbildung!

05.09.2022 Matthias Aebischer ist hochbeschäftigter Politiker mit vielen Engagements, beispielsweise als Präsident des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB). Da erstaunt es, dass er Zeit findet, selbst einen CAS-Studiengang an der BFH zu absolvieren. Deshalb haben wir nachgefragt, was ihn motiviert hat, diesen Effort zu leisten.

Nationalrat Matthias Aebischer
«Als Politiker ist man primär ein Einzelkämpfer», sagt Nationalrat Matthias Aebischer.

Was macht für Sie eine gute Weiterbildung aus?

Eine grosse Frage. Weiterbildung kann meine Karriere befeuern. Weiterbildung kann horizonterweiternd sein. Weiterbildung kann Freude machen. Im Idealfall alles zusammen.

Welche Kriterien sollte man nach Ihrer Ansicht bei der Auswahl einer Weiterbildung beachten?

Die Art wie ein Angebot ausgeschrieben ist, sagt schon viel aus. Wenn klare Lernziele, Dauer, Kosten, Abschluss und Methodik genannt werden, ist das schon mal gut. Wenn die Weiterbildung nicht an einer akkreditierten Hochschule stattfindet, würde ich noch auf das eduQua-Label achten. Weiterbildungsinstitutionen, welche die eduQua-Kriterien erfüllen, haben ein hohes Qualitätsbewusstsein.

Welche Vorteile und Herausforderungen birgt aus Ihrer Sicht die Digitalisierung in der Weiterbildung für einzelne Weiterbildungsteilnehmenden?

Wer an einer digitalen Weiterbildung teilnehmen will, braucht ein Mindestmass an digitalen Kompetenzen. Gerade diejenigen, welche sich nicht selbständig weiterbilden, haben oft Defizite in diesem Bereich. Deshalb erhielten die Kantone den Auftrag, die Grundkompetenzen in der Informations- und Kommunikationstechnik zu fördern.

Sie waren selbst Weiterbildungsstudent, welche Impulse haben sie aus dieser Zeit mitgenommen?

Als Politiker ist man primär ein Einzelkämpfer. In der Weiterbildung haben wir sehr viel in Gruppen gearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen. Von den meist jüngeren Kolleg*innen habe ich sehr viel gelernt – punkto Methodik und auch Tempo.

Kurzportrait Matthias Aebischer

Matthias Aebischer ist 55 Jahre alt. Er absolvierte ursprünglich das Lehrerseminar und war als Lehrer tätig. Einige andere interessante Tätigkeiten als Journalist, Fernsehmoderator, Reporter und Lehrbeauftragter schlossen sich an. Seit 2011 ist er Nationalrat für die SP. In seiner Funktion als Präsident des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB) setzt er sich für lebenslanges Lernen, mehr Chancengerechtigkeit und bessere Weiterbildungsmöglichkeiten ein. Anfang 2022 hat er mit dem CAS Digital Marketing und Transformation an der BFH selbst eine Weiterbildung abgeschlossen.

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB)

Der SVEB ist der gesamtschweizerische Dachverband der Weiterbildung. Der Verband führt Geschäftsstellen in allen drei Sprachregionen. Seine rund 750 Mitglieder sind private und staatliche Anbieter von Weiterbildung, Verbände, innerbetriebliche Weiterbildungsabteilungen und Einzelpersonen. Der SVEB setzt sich für ein wirksames und zukunftsfähiges Weiterbildungssystem ein. Er fördert die Vernetzung der Mitglieder über nationale und internationale Projekte, Tagungen und Informationsveranstaltungen. Der SVEB engagiert sich auch für ein hohes Niveau der Weiterbildungsangebote in der Schweiz. Denn Weiterbildung ist wichtig: Für alle Menschen, die ihre persönlichen und beruflichen Möglichkeiten entwickeln wollen; für die Gesellschaft, welche von neugierigen, vielseitig qualifizierten und flexiblen Bürger*innen profitiert. Zu den Hauptthemen des SVEB gehören Professionalisierung, Qualität und Digitalisierung in der Weiterbildung sowie die Förderung der Grundkompetenzen von Erwachsenen. Der SVEB ist auch international in verschiedenen Netzwerken.

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Fachgebiet: Soziale Arbeit, Wirtschaft + Management
Rubrik: Fachhochschule