«Guide-mains» und «L'art du chant appliqué au piano». Untersuchungen zum Klavierunterricht und seinen Methoden als Grundlage für eine historisch informierte Interpretation (1805-1865)

Das 3teilige Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Klavierpraxis in der 1. Hälfte des 19. Jhs. Es untersucht ausgewählte Editionen von Klaviersonaten Beethovens, die Ausbildungspaxis für Pianisten sowie zeitgenössische Klavierschulen.

Steckbrief

Ausgangslage

Das Projekt stellt neue Informationen zur Interpretation von Klavierwerke aus der ersten Hälfte des 19. Jhs. zur Verfügung und schafft eine Grundlage für den historisch informierten Unterricht auf Tasteninstrumenten an der HKB.

Vorgehen

Mit dem 19. Jh. beginnt für das Klavier eine Umbruchzeit, in der sich instrumentenbauliche, institutionelle und methodisch-didaktische Neuerungen überschlagen: von Beethovens Fortepiano zum Steinway-Flügel, vom privaten Unterricht zur Berufsausbildung am Konservatorium. Eine Untersuchung der praktischen Bedingungen, des institutionellen Kontexts und der Methoden des Klavierunterrichts jener Periode gibt neue Anregungen für die Interpretation des Repertoires der Zeit.

Ergebnisse

Auswertung ausgewählter Quellen zur pianistischen Ausbildung, zur Editionspraxis sowie zur Methodik des Klavierspiels in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts; Präsentation der Ergebnisse an Symposien, anschliessende Publikation der Beiträge; Transfer der Erkenntnisse in die HKB-Lehre

Ausblick

Der Projektmitarbeiter Leonardo Miucci bereitet eine Bewerbung um eine Doktorandenstelle in der Graduate School of the Arts vor, die auf den Ergebnissen dieses Projekts aufbaut. Ein begleitendes Drittmittelprojekt ist in Vorbereitung.