KompetenzKompass
Die Kompetenzentwicklung von Pflege-Studierenden während klinischer Praktika soll standardisiert erfasst werden. Hierzu werden Situational Judgement Tests (SJT) durchgeführt.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Gesundheit
- Institut(e) Akademie-Praxis-Partnerschaft Insel Gruppe/BFH
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.03.2026 - 31.08.2028
- Projektleitung Prof. Dr. Kai-Uwe Schmitt
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Projektmitarbeitende
Gesche Gleichner
Rachel Strahm
Prof. Dr. Mirjam Körner
Prof. Dr. Irene König
Dr. Dr. Slavko Rogan
Prof. Dr. Sabine Hahn
Prof. Dr. Klazine Van der Horst - Partner Inselspital, Universitätsspital Bern
- Schlüsselwörter Ausbildung, Studium, Qualität
Ausgangslage
Pflege-Studierende (HF, FH) absolvieren Praktika in der klinischen Praxis. Die inhaltlichen und formalen Anforderungen an diese Praktika sind definiert. Um den dort erworbenen Kompetenzzuwachs zu messen und die Qualität dieser Ausbildungsleistung zu bewerten, soll eine entsprechende Evaluation etabliert werden. Ausbildungsbetriebe erhalten dadurch mehr Einblick in die Kompetenzentwicklung der Studierenden und können ihren Beitrag zur Ausbildung optimieren. Das Vorgehen ergänzt die individuelle Begleitung und Beurteilung der Kompetenzentwicklung durch die Berufsbildner*innen und Praxisausbildner*innen, die qualitative Einschätzung der Ausbildungsqualität der Bildungs-verantwortlichen sowie die Massnahmen zur Beurteilung der Ausbildungsqualität der Bildungs-institutionen. Das Projekt nutzt das Instrument «SkillCheck», das in einem vorangegangenen Pilotprojekt von BFH und Insel Gruppe entwickelt wurde.
Vorgehen
Es sollten die Kompetenzen der Studierenden in den vier Dimensionen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz bei Eintritt und Austritt in ein Praktikum strukturiert erhoben werden. Für die Messung wurde die Systematik der Situational Judgement Tests (SJT) in Form von Multiple-Choice-Antworten gewählt. Es handelt sich somit um einen formativen Fragebogen. Die SJTs bestehen dabei aus praxisnahen Fallvignetten, in denen mehrere mögliche Handlungsoptionen aufgeführt werden. Keine Antwort ist «falsch», die Optionen unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Komplexität. Die Kandidatinnen wählen jene Option, die ihrem aktuellen Ausbildungsstand am ehesten entspricht. Damit basiert der Test auf einer Selbsteinschätzung, die den individuellen Kompetenzstand sichtbar macht. Zur Skalierung wurden das 5-Stufen-Modell von Dreyfus & Dreyfus (1980) sowie die berufspädagogische Adaption von Rauner (2002) herangezogen. Der erste Einsatz dieser Systematik in einem Pilotprojekt an der Insel Gruppe ist erfolgreich verlaufen. In diesem Projekt soll die Evaluation der Kompetenzentwicklung daher umfassender ausgestaltet und auf weitere Settings (z.B. Pädiatrie, Langzeitpflege, Psychiatrie) übertragen werden. Das Projekt wird im Rahmen der Pflegeinitiative gefördert.