TabaMeno - Rauchfrei durch die Wechseljahre
In der Schweiz raucht rund jede fünfte Frau zwischen 45 und 64 Jahren. Gerade in der Menopause wäre ein Rauchstopp besonders wirksam – gleichzeitig erschweren körperliche und psychosoziale Veränderungen diesen Schritt.
Steckbrief
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Beteiligte Departemente
Gesundheit
Soziale Arbeit - Institut(e) Institut Alter
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.06.2026 - 31.12.2027
- Projektleitung Prof. Dr. Karin Haas
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Projektmitarbeitende
Dr. Renato Mattli
Anita Schürch
Justine Christen
Prof. Dr. Jonathan Bennett - Schlüsselwörter Frauen, Menopause, Wechseljahre, Rauchstopp, Gewichtszunahme, körperliche Veränderungen, Körperbild, Tabakprävention, Chancengerechtigkeit
Ausgangslage
Frauen in der Menopause befinden sich in einer Lebensphase, die mit tiefgreifenden hormonellen Veränderungen einhergeht und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose erhöht. In Kombination mit Tabakkonsum entsteht eine besondere gesundheitliche Vulnerabilität. Gerade Frauen in dieser Lebensphase würden von einem Rauchstopp besonders profitieren. Zugleich stehen sie jedoch vor mehrfachen Herausforderungen: Körperliche Veränderungen wie Gewichtszunahme, psychosoziale Belastungen und gesellschaftliche Altersbilder erschweren die Entscheidung und Umsetzung eines Rauchstopps. Das Zusammenspiel dieser Faktoren ist bislang unzureichend erforscht – insbesondere im Hinblick auf die Erfahrungen und Bedürfnisse betroffener Frauen.
Vorgehen
Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wird eine qualitative Studie durchgeführt, die die Erfahrungen, erlebten Barrieren und Bedürfnisse von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in der Peri- und frühen Postmenopause im Zusammenhang mit Rauchstopp und körperlichen Veränderungen (insbesondere Gewichtszunahme) untersucht. In 25 Einzelinterviews und zwei Fokusgruppen werden zentrale Barrieren und Gelingensfaktoren exploriert – mit besonderem Fokus auf Körperbild, Gewichtsentwicklung, altersbezogene Selbstbilder, psychosoziale Belastungen und Unterstützungsnetzwerke. In einem anschliessenden Workshop mit Personen, die Beratungen zum Rauchstopp durchführen, werden die Ergebnisse aus den Interviews sowie erste Möglichkeiten einer Integration in die aktuellen Rauchstopp-Angebote diskutiert und erste Handlungsempfehlungen abgeleitet. In einem Co-Creation Workshop mit betroffenen Frauen und Stakeholdern werden zielgruppen- und praxisorientierte Umsetzungsmassnahmen für bereits vorhandene Rauchstopp-Angebote entwickelt. Das Projekt wird durch ein transdisziplinäres Advisory Board begleitet und leistet einen Beitrag zur chancengerechten Weiterentwicklung der Tabakprävention in der Schweiz.