Care@home: Wohnumfeld bis zum Wohnraum
Das vorliegende Projekt liefert Wissen zur Beurteilung des Wohnumfelds, sowie zur effizienten Versorgung von Patient*innen mit Ernährungsproblemen im Care@home-Kontext.
Steckbrief
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Beteiligte Departemente
Architektur, Holz und Bau
Gesundheit
Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
Soziale Arbeit - Institut(e) Pflege
- Forschungseinheit(en) Innovationsfeld Psychosoziale Gesundheit
- Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2026
- Projektleitung Tannys Helfer
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Projektmitarbeitende
Prof. Dr. Heiner Baur
Fabienne Schaller
Katja Sara Brogli
Aferdita Fanaj
Prof. William Fuhrer
Áron Korózs
Prof. Dr. Jerylee Wilkes-Allemann
Ausgangslage
Bei der Austrittsplanung aus dem Spital wird häufig nur die direkte Wohnsituation der Patient*innen berücksichtigt. Zur Vermeidung einer Rehospitalisierung ist es entscheidend, sowohl die eigene Wohnung als auch das unmittelbare Wohnumfeld zu beurteilen, um den Unterstützungsbedarf der Patient*innen zu erfassen. Neben der Wohnsituation spielt auch die Ernährung eine zentrale Rolle bei Rehospitalisierungen. Ernährungsprobleme wie Protein-Energie-Mangelernährung sind bei Menschen über 65 verbreitet (Leij-Halfwerk, 2019). Bei chronisch kranken Menschen oder nach viszeralchirurgischen Eingriffen ist das Risiko für erneute Spitaleintritte im Zusammenhang mit Ernährungsproblemen hoch.
Vorgehen
Im ersten Teil dieses Projekts wird identifiziert, was im Lebensumfeld berücksichtigt werden muss, um Care@home-Patient*innen zu unterstützen. Dazu werden grundlegende Informationen für die Entwicklung eines interprofessionellen Bewertungsinstruments gesammelt, welches das Lebensumfeld als entscheidenden Faktor für Care@home integriert. Diese grundlegenden Informationen basieren auf den bestehenden Handlungsempfehlungen von «Healthy up High in der Schweiz» https://www.bfh.ch/de/forschung/forschungsprojekte/2023-982-451-5), die durch weitere Recherchen sowie Wissen von Expertin*innen ergänzt werden, um ihre Anwendbarkeit auf das Care@home-Modell sicherzustellen. Der zweite Teil befasst sich mit der Unterstützung, die Patient*innen mit Ernährungsproblemen von Fachkräften (Arztpraxen, ambulante oder stationäre Pflege, SVDE-Ernährungsberater*innen) erhalten, da der Bedarf an professioneller Ernährungsberatung oft nicht erkannt wird, was die Genesung behindern kann. Die systematische Verknüpfung des häuslichen Umfelds mit der digitalen Versorgungsplanung für Patient*innen mit Ernährungsproblemen wird zu neuen Prozessen führen, die die Arbeitsbelastung von Pflegepersonal, Ernährungsberater*innen und Ärzt*innen verringern werden. Diese Erkenntnisse aus den beiden Teilen des Projekts sind für Folgeprojekte mit Drittmittelakquise von entscheidender Bedeutung, die ein digitales Bewertungsinstrument und neue Pflegeprozesse vorsehen, um eine erfolgreiche Care@home zu ermöglichen.