Projekt «Utropia»

Meierhofer Nicola

Themen

Wohnen
Dienstleist.
Gastronomie
Areal
Arbeiten
Infrasktrutur
Städtebau
Areal
Gewerbe
Landschaft

Standort

Vogelsang 84, 2502 Biel

Studiengang

Bachelor Architektur

Modul

Atelier 3 Areal HS23/24
Vom Kongolomerat zum Lebensraum

Projekt «Utropia»
 

Das Projekt Utropia ist aus dem Sozio-ökonomischen Szenario der Autarkie entstanden und behandelt das Spitalareal in Biel im Beaumont Quartier. Durch die Autarkie in den beplanten Gebäudeteilen können +/-150 Individuen mit Energie versorgt werden. Durch die Umgebungsflächen, die Underground Farm und das Gewächshaus können bei optimalen Verhältnissen bis zu +/-650 Personen für eine Jahr mit Essen versorgt werden. Dies entspricht einer fast doppelten Überproduktion. Wenn wir von 100 Bewohnenden pro Hektar ausgehen. Die Wasserversorgung und Aufbereitung sind ebenfalls auf über 150 Individuen ausgelegt. Die ganzen Autarkieerträge wären theoretisch noch nach oben skalierbar, wenn noch mehr Fläche vom Areal dafür aufgewendet werden würde.
Die gesamten Nahrungsmittelerträge können an unserem neu entstandenen Märitgässli gelagert, verarbeitet und konserviert werden. Auch dort finden wir eine kleine Show Farm, welche zu Experimentations- oder Schulungszwecken gebraucht werden kann. Ebenfalls finden wir einen Saal ein grosszügiges Foyer und eine Anit-Food-Waste-Nachbarschaftsküche zur Verbreitung von Überschüssen. Die in Zusammenarbeit mit den Sozio-ökonomischen Szenarien der Einsamkeit, den Flüchtenden und der iFamily erst richtig zum Einsatz kommen kann.

Zum Wohnungsbau:  Es sind vier verschiedene Wohnformen angedacht. Das autarke Wohnen in kleinen Häusern, welche selbst gebaut und auf den Dächern zu Wohngruppen, sozusagen zu Planwagenparks aus der Siedlerzeit, zusammengefügt werden können.  Dann gibt es das Hallenwohnen. Der Experimentationsraum in welchem, dass stattfinden kann findet sich über der Produktion und Verarbeitung und verfügt über einen zentralen Nasszellenkern, die Steigzone für die Küche sowie zwei Wände zur Zonierung. Alles weitere wird durch die bewohnenden Individuen selbst aus hauseigenen Reuse-Materialien hergestellt. Es sind Kaiüten auf sieben Quadratmeter Grundfläche und ca. 3.8m Höhe angedacht, welche auf Rollen sind für die flexible Anordnung.
Danach haben wir eine Clusterwohnung im Solitär Nordost, welche zusammen mit dem aufgestockten Gewächshaus auf dem Dach den vertikalen Abschluss der Nahungsmittelproduktion bildet. Diese Clusterwohnung wurde wolkenwohnen genannt und ist eine 660m2 grosse Wohnung mit 18 Zimmern, der Möglichkeit für 14 Ankleidezimmer und sechs bis acht Nasszellen. Die Wohnung verfügt über zwei Küchen und drei Wohnzimmer. Durch die Lufträume sowie die Sanitärkerne wird die Wohnung zoniert und die Laufwege gegliedert.
An der Werkgasse gibt das Atelierwohnen. Die Wohnungen verfügen über ein eigenes Atelier nordseitig an der zentralen Werkgasse. Es ist ein Künstlerhaus oder Künstlerkomplex mit einem Zentralen Lager zu Unterbringung der Kunstwerke angedacht. Die Wohnungen können auch über die Südseite direkt durch die Küche erschlossen werden.

Utropia ist eine Idee von Nicola Meierhofer die in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Gruppe 7 Afra Nägeli, Leana Hayoz und Christoph Kägi an der BFH entstanden ist.