Inhalt + Aufbau
Porträt
Die Neurorehabilitation erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und den Einbezug der Patient*innen und ihrer Angehörigen in den Rehaverlauf. In diesem SAS stärken Sie Ihre Kompetenzen in interprofessioneller Zusammenarbeit in den verschiedenen Rehaphasen, analysieren Teamprozesse gezielt, lernen berufsspezifische Denkprozesse kennen und leiten praxisnahe Interventionen ab. Sie beziehen Patient*innen aktiv in Zielsetzung, Therapie und Austrittsplanung ein und fördern deren Selbstwirksamkeit und Selbstmanagement. Praxisnahe Lernformate vermitteln Grundlagen zu Neuroplastizität, (motorischem) Lernen und 24-Stunden-Therapiekonzepten.
Zusammen mit dem SAS Technologien und inter- sowie transprofessionelle Ansätze in der Neurorehabilitation kann das CAS Interprofessionelle Neurorehabilitation absolviert werden.
Ausbildungsziel
- Sie lernen, die zentralen Prinzipien des Selbstmanagements in der Neurorehabilitation anzuwenden und Patient*innen anhand des Shared Decision Making Zielsetzung und Therapieplanung aktiv mitgestalten zu lassen. Dabei fördern Sie die Kompetenzen, Selbstwirksamkeit und Autonomie der Patient*innen, damit diese ihre Symptome bewältigen, mit funktionellen Veränderungen umgehen und ihre Teilhabe im Alltag über den gesamten Rehabilitationsprozess hinweg aktiv gestalten können.
- Sie lernen die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation kennen, insbesondere multidisziplinäre, interprofessionelle und transprofessionelle Modelle, und verstehen deren Bedeutung für eine koordinierte und patient*innenzentrierte Versorgung.
- Sie entwickeln ein Verständnis für zentrale Prinzipien der kollaborativen Teamarbeit, wie klare Kommunikation, gemeinsame Zielsetzung, gegenseitiger Respekt für Rollen und Kompetenzen sowie koordinierte Behandlungsplanung innerhalb eines rehabilitativen Teams, übergreifend während verschiedener Rehabilitationsphasen (akut, Reha, ambulant).
- Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der zentralen Prinzipien der Neurorehabilitation, insbesondere im Hinblick auf motorisches Lernen und Neuroplastizität, und verstehen deren Bedeutung für die Gestaltung wirksamer Rehabilitationsprozesse. Dabei lernen Sie Strategien und praktische Tools kennen, um diese Prinzipien im Sinne eines 24-Stunden-Therapieansatzes in den rehabilitativen Alltag zu integrieren.
- Sie vertiefen Ihr Verständnis über die in der Neurorehabilitation eingesetzten Medikamente und deren potenziellen Einfluss auf den Rehabilitationsverlauf und die funktionelle Erholung.