Patient*innenzentrierte, interprofessionelle Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation

Sie entwickeln Kompetenzen, um Patient*innen interprofessionell wirksam zu begleiten. Sie fördern die Zusammenarbeit im Team, das Selbstmanagement der Patient*inenn und beziehen sie aktiv ein.

  • Sie lernen, die zentralen Prinzipien des Selbstmanagements in der Neurorehabilitation anzuwenden und Patient*innen anhand des Shared Decision Making Zielsetzung und Therapieplanung aktiv mitgestalten zu lassen.
  • Sie lernen die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation kennen, insbesondere multidisziplinäre, interprofessionelle und transprofessionelle Modelle, und verstehen deren Bedeutung für eine koordinierte und patient*innenzentrierte Versorgung.
  • Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der zentralen Prinzipien im Hinblick auf motorisches Lernen und Neuroplastizität und lernen praktische Tools kennen, um diese anhand eines 24-Stunden-Therapieansatzes in den rehabilitativen Alltag zu integrieren.
  • Sie vertiefen Ihr Verständnis der in der Neurorehabilitation eingesetzten Medikamente und deren potenziellen Einfluss auf den Rehabilitationsverlauf und die funktionelle Erholung.
Patient*innenzentrierte, interprofessionelle Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Short Advanced Studies (SAS)
  • Dauer 8 Studientage
  • Unterrichtstage diverse Wochentage
  • Anmeldefrist 31. Dezember 2026
  • Anzahl ECTS 6 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'960
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung Februar bis April 2027
    ⇢ Die Durchführungsdaten finden Sie unter Organisation + Anmeldung

Inhalt + Aufbau

Porträt

Die Neurorehabilitation erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und den Einbezug der Patient*innen und ihrer Angehörigen in den Rehaverlauf. In diesem SAS stärken Sie Ihre Kompetenzen in interprofessioneller Zusammenarbeit in den verschiedenen Rehaphasen, analysieren Teamprozesse gezielt, lernen berufsspezifische Denkprozesse kennen und leiten praxisnahe Interventionen ab. Sie beziehen Patient*innen aktiv in Zielsetzung, Therapie und Austrittsplanung ein und fördern deren Selbstwirksamkeit und Selbstmanagement. Praxisnahe Lernformate vermitteln Grundlagen zu Neuroplastizität, (motorischem) Lernen und 24-Stunden-Therapiekonzepten.

Zusammen mit dem SAS Technologien und inter- sowie transprofessionelle Ansätze in der Neurorehabilitation kann das CAS Interprofessionelle Neurorehabilitation absolviert werden.

Ausbildungsziel

  • Sie lernen, die zentralen Prinzipien des Selbstmanagements in der Neurorehabilitation anzuwenden und Patient*innen anhand des Shared Decision Making Zielsetzung und Therapieplanung aktiv mitgestalten zu lassen. Dabei fördern Sie die Kompetenzen, Selbstwirksamkeit und Autonomie der Patient*innen, damit diese ihre Symptome bewältigen, mit funktionellen Veränderungen umgehen und ihre Teilhabe im Alltag über den gesamten Rehabilitationsprozess hinweg aktiv gestalten können.
  • Sie lernen die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation kennen, insbesondere multidisziplinäre, interprofessionelle und transprofessionelle Modelle, und verstehen deren Bedeutung für eine koordinierte und patient*innenzentrierte Versorgung.
  • Sie entwickeln ein Verständnis für zentrale Prinzipien der kollaborativen Teamarbeit, wie klare Kommunikation, gemeinsame Zielsetzung, gegenseitiger Respekt für Rollen und Kompetenzen sowie koordinierte Behandlungsplanung innerhalb eines rehabilitativen Teams, übergreifend während verschiedener Rehabilitationsphasen (akut, Reha, ambulant).
  • Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der zentralen Prinzipien der Neurorehabilitation, insbesondere im Hinblick auf motorisches Lernen und Neuroplastizität, und verstehen deren Bedeutung für die Gestaltung wirksamer Rehabilitationsprozesse. Dabei lernen Sie Strategien und praktische Tools kennen, um diese Prinzipien im Sinne eines 24-Stunden-Therapieansatzes in den rehabilitativen Alltag zu integrieren.
  • Sie vertiefen Ihr Verständnis über die in der Neurorehabilitation eingesetzten Medikamente und deren potenziellen Einfluss auf den Rehabilitationsverlauf und die funktionelle Erholung.
  • Multi-, inter- und transprofessionelle Modelle der Teamzusammenarbeit in der Neurorehabilitation
  • Berufsspezifische Rollen, Kommunikation und Denkprozesse
  • Förderung des Selbstmanagements von Patient*innen
  • Patient*innenzentrierte Zielsetzung
  • Biologische Mechanismen der Neurorehabilitation: Neuroplastizität, Motorisches Lernen und Lerntheorien, Erfahrungsabhängige Neuroplastizität, Genesungsverläufe und spontane neurologische Erholung
  • 24-Stunden-Therapieansatz
  • Medikamente in der Neurorehabilitation und deren Einfluss
  • Ethischer Aspekt bei der Austrittsplanung
  • Inputreferate
  • Gruppendiskussionen
  • Fallarbeit
  • Selbststudium
  • Vorbereitungsaufträge

Der Kompetenznachweis erfolgt entweder in interprofessionellen Gruppen anhand eines Patient*innenbeispiels aus der Neurorehabilitation oder einzeln anhand eines strukturellen Beispiels aus dem eigenen Arbeitsalltag. Sie entwickeln entweder einen evidenzinformierten, patient*innenzentrierten Rehabilitationsplan, in welchem Sie die im SAS behandelten Inhalte – insbesondere kollaborative Teamarbeit, Selbstmanagement, Neuroplastizität, das 24-Stunden-Neurorehabilitationskonzept, den Einfluss von Medikamenten sowie Austrittsplanung und Reintegration – integrieren. Als zweite Option kann ein bestehender Arbeitsprozess des eigenen Arbeitsortes analysiert werden, Limiten und Herausforderungen aufgezeigt und ein neuer Vorschlag im Sinne der erlernten inter-/multi-/transprofessionellen Modelle erarbeitet werden.

Der Kompetenznachweis wird in einer zwei- bis dreiseitigen, schriftlichen Ausarbeitung begründet und durch eine einseitige, visuelle Darstellung (z. B. Patient Journey, Rehabilitationsfahrplan oder Poster) ergänzt. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer simulierten, interprofessionellen Fallbesprechung präsentiert und gemeinsam mit den Dozierenden und den anderen Teilnehmenden diskutiert. Dabei stehen die nachvollziehbaren Begründungen der klinischen Entscheidungsfindung, die Integration unterschiedlicher professioneller Perspektiven sowie die Reflexion des interprofessionellen Rehabilitationsprozesses im Vordergrund.

Titel + Abschluss

  • Short Advanced Studies (SAS) in «Patient*innenzentrierte, interprofessionelle Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation»
  • Bridges Practitioner

Dozierende

  • Clare Maguire, PT PhD, Fachliche Leitung Physiotherapie REHAB, Basel, Leiterin Schwerpunkt Neurologie, MSc PT, BFH
  • Annina Anliker, MScPT, Physiotherapeutin, Rehaklinik Tschugg, Abteilungsleiterin Physiotherapie
  • Weitere Dozierende aus den Berufen Ergotherapie, Pflege, Logopädie, Medizin, Technologie

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Dieses SAS richtet sich an alle Berufsgruppen, die in der neurologischen Rehabilitation oder in der Betreuung neurologischer Patient*innen (auch ambulant) tätig sind und ihre inter- und transprofessionelle Zusammenarbeit vertiefen, neue Sichtweisen gewinnen sowie Inputs zu aktuellen Technologien erhalten möchten. Besonders angesprochen sind:

  • Physiotherapeut*innen
  • Ergotherapeut*innen
  • Logopäd*innen 
  • Pflegefachpersonen 
  • Ärzt*innen

Berufliche Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung in Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Pflege BSc/HF mit NTE, Medizin oder einer anderen Gesundheitsprofession. Aktuelle Tätigkeit oder Erfahrung im Arbeitsfeld der neurologischen Rehabilitation (stationär oder ambulant) von Vorteil.

Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Pflegefachpersonen, Physiotherapeut*innen mit HF mit Nachweis von Grundkenntnissen im wissenschaftlichen Arbeiten oder absolviertem SAS «Wissenschaftliches Arbeiten, reflektierte Praxis», Aufnahme «zur Dossier».

Kenntnisse + Fähigkeiten

Erfahrung in der Arbeit im neurologischen Setting von Vorteil. Interesse an inter- und transprofessioneller Zusammenarbeit sowie Offenheit gegenüber neuen Technologien in der Rehabilitation.

Sprachkenntnisse

Die Weiterbildung wird in Deutsch unterrichtet, gute Deutschkenntnisse sind daher Voraussetzung.

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Organisation + Anmeldung

8 Studientage
Für 6 ECTS-Credits rechnen wir mit einem Workload von 180 Stunden (inkl. Studientage).
Unterrichtszeiten: in der Regel von 9.15 bis 17.15 Uh

Hinweis: Vorbereitende Aufgaben können, sofern vorgesehen, bereits vor dem ersten Kurstag Teil des Workloads sein und sollten entsprechend eingeplant werden.

Durchführung Februar bis April 2027

  • Donnerstag, 11. Februar 2027
  • Freitag, 12. Februar 2027
  • Samstag, 13. Februar 2027
  • Dienstag, 2. März 2027
  • Mittwoch, 3. März 2027
  • Montag, 15. März 2027
  • Dienstag, 16. März 2027
  • Dienstag, 6. April 2027

 

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.

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