Interprofessionelle Neurorehabilitation

In diesem CAS entwickeln Sie Kompetenzen, um Patient*innen interprofessionell wirksam und zukunftsorientiert zu begleiten. Sie fördern die Zusammenarbeit im Team und beziehen Patient*innen aktiv ein.

Der CAS-Studiengang umfasst

SAS 1: Patient*innenzentrierte, interprofessionelle Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation

  • Sie lernen die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation kennen, insbesondere multidisziplinäre, interprofessionelle und transprofessionelle Modelle, und verstehen deren Bedeutung für eine koordinierte und patient*innenzentrierte Versorgung, übergreifend der verschiedenen Rehaphasen.
  • Sie lernen, die zentralen Prinzipien des Selbstmanagements in der Neurorehabilitation anzuwenden, Patient*innen und Angehörigen mithilfe von Shared Decision Making aktiv in die Zielsetzung und Therapieplanung einzubeziehen sowie diese Prinzipien im interprofessionellen Team umzusetzen.

SAS 2: Technologien und inter- sowie transprofessionelle Ansätze in der Neurorehabilitation

  • Sie erwerben Kenntnisse über verschiedene Technologien in der Neurorehabilitation, darunter Robotik, Künstliche Intelligenz, kognitionsbasierte Therapieformen, Wearables sowie digitale, assistive Technologien.
  • Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Themen wie Kommunikation, Atmung, Schlucken, Mobilität, Körperpflege und Alltagsstrategien aus inter- und transprofessionellen Perspektiven behandelt.
CAS Interprofessionelle Neurorehabilitation

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 16 Studientage
  • Unterrichtstage diverse Wochentage
  • Anmeldefrist 31. Dezember 2026
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 5’920 (2‘960 pro SAS)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung Februar bis Juni 2027
    ⇢ Die Durchführungsdaten finden Sie unter Organisation + Anmeldung.

Inhalt + Aufbau

Porträt

Die Neurorehabilitation erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und den gezielten Einsatz moderner Technologien. In diesem CAS stärken Sie Ihre Kompetenzen in interprofessioneller Zusammenarbeit in den verschiedenen Rehaphasen, analysieren Teamprozesse gezielt, lernen berufsspezifische Denkprozesse kennen und leiten praxisnahe Interventionen ab. Sie beziehen Patient*innen aktiv in Zielsetzung, Therapie und Austrittsplanung ein und fördern deren Selbstwirksamkeit und Selbstmanagement.

Praxisnahe Lernformate vermitteln Grundlagen zu Neuroplastizität, (motorischem) Lernen und 24-Stunden-Therapiekonzepten. Zusätzlich lernen Sie Technologien wie Robotik, Künstliche Intelligenz, kognitionsbasierte Therapieformen und Wearables kennen und reflektieren deren Einsatz im klinischen Alltag.

Ausbildungsziel

  • Sie lernen die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation kennen, insbesondere multidisziplinäre, interprofessionelle und transprofessionelle Modelle, und verstehen deren Bedeutung für eine koordinierte und patient*innenzentrierte Versorgung.
  • Sie lernen, die zentralen Prinzipien des Selbstmanagements in der Neurorehabilitation anzuwenden, Patient*innen und Angehörige mithilfe von Shared Decision Making aktiv in die Zielsetzung und Therapieplanung einzubeziehen sowie diese Prinzipien im interprofessionellen Team umzusetzen.
  • Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der zentralen Prinzipien im Hinblick auf Lernen, einschliesslich motorischem Lernen und Neuroplastizität, sowie der einsetzbaren Medikamente und lernen praktische Tools kennen, um dies in einem 24-Stunden-Therapieansatz in den rehabilitativen Alltag zu integrieren.
  • Sie verfügen über fundiertes Wissen zu aktuellen Technologien in der Neurorehabilitation, darunter Robotik, Künstliche Intelligenz, kognitionsbasierte Therapien, Wearables und digitale Assistenztechnologien.
  • Sie setzen sich mit alltagsrelevanten Rehabilitationsthemen wie Kommunikation, Schlucken, Mobilität, Körperpflege und Alltagsstrategien auseinander und entwickeln gemeinsam im Team Ansätze für deren Gestaltung im interprofessionellen rehabilitativen Alltag.

Aufbau

Das CAS besteht aus zwei eigenständigen SAS, die einzeln oder als kompletter CAS besucht werden können.

  • Modelle der Teamzusammenarbeit in der Neurorehabilitation
  • Förderung des Selbstmanagements von Patient*innen
  • Biologische Mechanismen der Neurorehabilitation: Neuroplastizität, Motorisches Lernen und Lerntheorien, Erfahrungsabhängige Neuroplastizität, Genesungsverläufe und spontane neurologische Erholung
  • Technologien in der Neurorehabilitation
  • Ethik & Technologien
  • Einführung in die Künstliche Intelligenz
  • Assistenztechnologien
  • Inter- und transprofessionelle Ansätze in der Neurorehabilitation:
    • Schlucken und Sprechen
    • Mobilität
    • Körperpflege, Ausscheidungsmanagement
    • Alltagsstrategien
  • Inputreferate
  • Gruppendiskussionen
  • Fallarbeit
  • Exkursion
  • Selbststudium
  • Vorbereitungsaufträge

Die Kompetenznachweise dieses CAS-Studiengangs bestehen aus den Kompetenznachweisen der beiden SAS.

SAS 1: Patient*innenzentrierte, interprofessionelle Zusammenarbeit in der Neurorehabilitation

Der Kompetenznachweis erfolgt entweder in interprofessionellen Gruppen anhand eines Patientenbeispiels aus der Neurorehabilitation oder einzeln anhand eines strukturellen Beispiels aus dem eigenen Arbeitsalltags. Die Teilnehmenden entwickeln entweder einen evidenzinformierten, patientenzentrierten Rehabilitationsplan, in welchem die im Fachkurs behandelten Inhalte – insbesondere, kollaborative Teamarbeit, Selbstmanagement, Neuroplastizität, das 24-Stunden-Neurorehabilitationskonzept, den Einfluss von Medikamenten, sowie Austrittsplanung und Reintegration – integriert. Als zweite Option kann ein bestehender Arbeitsprozess des eigenen Arbeitsortes analysiert werden, Limiten und Herausforderungen aufgezeigt werden und ein neuer Vorschlag im Sinne der erlernten inter-/multi-/transprofessionellen Modelle erarbeitet werden. Der Kompetenznachweis wird in einer 2–3-seitigen, schriftlichen Ausarbeitung begründet und durch eine 1-seitige, visuelle Darstellung (z.B. Patient Journey, Rehabilitationsfahrplan oder Poster) ergänzt. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer simulierten, interprofessionellen Fallbesprechung präsentiert und gemeinsam mit den Dozierenden und den anderen Teilnehmenden diskutiert. Dabei stehen die nachvollziehbaren Begründungen der klinischen Entscheidungsfindung, die Integration unterschiedlicher professioneller Perspektiven sowie die Reflexion des interprofessionellen Rehabilitationsprozesses im Vordergrund.

SAS 2: Technologien und inter- sowie transprofessionelle Ansätze in der Neurorehabilitation

Der Kompetenznachweis besteht aus einem schriftlichen Fallbericht und dessen mündlicher Präsentation im Plenum. In interprofessionellen Kleingruppen wird dazu ein Fallbeispiel bearbeitet, wobei inter- und transprofessionelle Lösungsansätze sowie mögliche Technologien erarbeitet werden. Der Bericht umfasst den Fallbeschrieb, die Patientenziele sowie relevante Assessments zu den Hauptproblemen, ergänzt durch inter- und transprofessionelle Lösungsansätze im Rahmen der 24-Stunden-Rehabilitation. Darüber hinaus werden mögliche therapeutische Technologien und Assistenztechnologien ausgearbeitet sowie die eigene Lösungsfindung im interdisziplinären Kleinteam reflektiert.

Titel + Abschluss

Dozierende

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

  • Physiotherapeut*innen
  • Ergotherapeut*innen
  • Logopäd*innen 
  • Pflegefachpersonen 
  • Ärzt*innen

Berufliche Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung in Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Pflege BSc/HF mit NTE, Medizin oder einer anderen Gesundheitsprofession. Aktuelle Tätigkeit oder Erfahrung im Arbeitsfeld der neurologischen Rehabilitation (stationär oder ambulant) von Vorteil.

Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Pflegefachpersonen, Physiotherapeut*innen mit HF mit Nachweis von Grundkenntnissen im wissenschaftlichen Arbeiten oder absolviertem SAS «Wissenschaftliches Arbeiten, reflektierte Praxis», Aufnahme «zur Dossier».

Kenntnisse + Fähigkeiten

Erfahrung in der Arbeit im neurologischen Setting von Vorteil. Interesse an inter- und transprofessioneller Zusammenarbeit sowie Offenheit gegenüber neuen Technologien in der Rehabilitation.

Sprachkenntnisse

Die Weiterbildung wird in Deutsch unterrichtet, gute Deutschkenntnisse sind daher Voraussetzung.

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Organisation + Anmeldung

16 Studientage
Für 12 ECTS-Credits rechnen wir mit einem Workload von 360 Stunden (inkl. der Studientage). Dieser beinhaltet Kontaktunterricht, Peer-Hospitation, Selbststudium etc. 
Unterrichtszeiten: in der Regel von 9.15 bis 17.15 Uhr 

Hinweis: Vorbereitende Aufgaben können, sofern vorgesehen, bereits vor dem ersten Kurstag Teil des Workloads sein und sollten entsprechend eingeplant werden.

Durchführung Februar bis Juni 2027
 

  • Donnerstag, 11. Februar 2027
  • Freitag, 12. Februar 2027
  • Samstag, 13. Februar 2027
  • Dienstag, 2. März 2027
  • Mittwoch, 3. März 2027
  • Montag, 15. März 2027
  • Dienstag, 16. März 2027
  • Dienstag, 6. April 2027
     
  • Montag, 19. April 2027
  • Dienstag, 20. April 2027
  • Mittwoch, 21. April 2027
  • Montag, 10. Mai 2027
  • Dienstag, 11. Mai 2027
  • Montag, 24. Mai 2027
  • Dienstag, 25. Mai 2027
  • Dienstag, 15. Juni 2027

 

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.

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