Erfassung der potentiellen CO2-Einsparleistung des Ruggeller Riets

Abschätzung der potenziellen CO2-Einsparleistung durch die Wiedervernässung des Ruggeller Riets. Mittels bodenkundlichen Aufnahmen und Digital Soil Mapping wird bestimmt welche Menge organischer Substanz in welcher Tiefe vorliegt.

Factsheet

  • Lead department School of Agricultural, Forest and Food Sciences
  • Institute Agriculture
  • Research unit Soils and Geoinformation
  • Funding organisation Others
  • Duration (planned) 15.12.2020 - 30.09.2021
  • Project management Stefan Maximilian Oechslin
  • Head of project Stefan Maximilian Oechslin
  • Keywords Bodenkartierung; Wiedervernässung; Digital Soil Mapping; CO2-Senken, C-Bilanz

Situation

Die Gruppe Bodennutzung und Bodenschutz der HAFL Zollikofen wurde durch das Amt für Umwelt der Liechtensteinischen Landesverwaltung angefragt, ein Projekt auszuarbeiten um die potenzielle CO2-Einsparleistung durch die Wiedervernässung des Ruggeler Riets abzuschätzen. Das Ruggeller Riet ist ein rund 90 ha grosses Flachmoor im Norden der Gemeinde Ruggell. Die lokalen Böden sind geprägt durch die Überflutungsdynamik des Rheins, der Akkumulation organischer Substanz unter wassergesättigten Bedingungen sowie dem Materialeintrag vom Eschnerberg und wohl auch der Ill. Durch die Rheinregulierung und die Verbauung der Ill findet kein oberflächlicher Sedimenteintrag mehr statt. Weiter hat die künstliche Drainage zur Folge, dass sich die Akkumulierung organischer Substanz in einen fortlaufenden Abbau umgekehrt hat.

Course of action

Als Zielgrösse für die Modellierung der potenziellen CO2-Einsparleistung, entsprechend den Informationsbedürfnissen der myclimate-Projekte, wird der organischen Kohlenstoffgehalt bis zum r-Horizont verwendet. Um diese zu beschreiben, werden 190 Bohrungen gestochen sowie 5 Profile gegraben. Die Bohrungen und Profile werden peodologisch angesprochen und es werden Laborproben entnommen, um die Lagerungsdichte und die organische Substanz zu bestimmen. Aus den so generierten Punktdaten wird mittels Digital Soil Mapping eine Rasterkarte erstellt, die angibt wieviel kg organischer Kohlenstoff pro m2 in nicht durchgehend wassergesättigten Verhältnissen im Boden vorhanden ist. Die einzelnen Pixelwerte können anschliessend addiert werden, um die potenzielle CO2-Einsparleistung der Gesamtfläche zu errechnen.