Ressourcenprogramm Ammoniak Zentralschweiz

Das Projekt leistet einen Beitrag zu einer standortangepassten Landwirtschaft und zu Produktionssystemen mit redzuzierten Ammoniakemissionen in einem Gebiet mit intensiver Tierproduktion und entsprechend hohen Ammoniakemissionen.

Factsheet

  • Lead department School of Agricultural, Forest and Food Sciences
  • Research unit Sustainability and ecosystem
  • Funding organisation Others
  • Duration (planned) 01.01.2021 - 31.12.2028
  • Project management Thomas Kupper
  • Head of project Thomas Kupper
  • Project staff Thomas Kupper
  • Partner Agroscope
    Agrofutura AG
    Umwelt und Energie Kanton Luzern
    Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband
  • Keywords Ammoniak, Emission, Reduktion, Tierproduktion, Landwirtschaft Umwelt

Situation

Die kritischen Stickstoff Einträge werden in der Schweiz grossräumig überschritten, was weitreichende negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt hat. Hohe Stickstoffeinträge sind die Folge von übermässigen Emissionen. Ammoniak (NH3) aus der landwirtschaftlichen Tierproduktion (Anteil: ca. 70%) stellt die wichtigste Quelle dar. Die Einhaltung der kritischen Stickstoffeinträge erfordert eine Reduktion der landwirtschaftlichen NH3-Emissionen um 40%, was einen massiven Einsatz von emissionsmindernden Techniken und/oder einen Abbau der Nutztierbestände bedingt. Die Zentralschweiz und insbesondere der Kanton Luzern sind geprägt durch intensive Tierproduktion mit entsprechen hohen Emissionen. Bereits früher durchgeführte Ammoniak-Ressourcenprojekte in diesen Kantonen haben keine ausreichende Reduktion der Ammoniakemissionen bewirkt. Das vorliegende Projekt will mittels - besserer Einbindung von Bauplanern/-innen und Bauherrschaften die Umsetzung emissiosnmindernder Stallsystemer fördern. - bei Rindvieh als Hauptverursacher von Ammoniakemissionen– nachhaltige Begin-of-Pipe Ansätze umsetzen - Aussteigenr aus der Milchproduktion Alternativen zur Tierhaltung aufzeigen Die Resultate des Projekts solle Modellcharakter haben und als Vorlage auf andere Gebiete anwendbar sein.

Course of action

Es entstehen 12 Musterställe für emissionsarmes und tierfreundliches Bauen bei Rindvieh und 6 bei Schweinen. Die Musterbetriebe reduzieren ihre Emissionen aus Stall, Laufhof und Weide um mindestens 40% (Rindvieh sowie Schweine mit Ausläufen) resp. 70% Schweine ohne Ausläufe). Betriebe, welche alternative Betriebszweige mit weniger Tieren und mehr Wertschöpfung auf- oder ausbauen, reduzieren die Ammoniakemissionen um mindestens 40%. Die Geruchsimmissionen in 4 Pilotgemeinden werden soweit reduziert, dass sie nicht mehr übermässig sind. Es gibt griffige Instru-mente zur Entschärfung bestehender Geruchssituationen und -konflikten und zur Vermeidung neuer Konflikte.