Fernerkundungstools für die forstliche Praxis

Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung der auf waldmonitoring.ch veröffentlichten Anwendungen von Fernerkundungsdaten im forstlichen Kontext. Im Fokus liegt dabei die Validierung der «jährlichen Veränderung mit Sentinel-2-Daten».

Factsheet

Situation

Der Trend stetig wachsender Verfügbarkeit und Qualität flächendeckender Fernerkundungsdaten sorgt für ein großes Potenzial, diese Daten praktisch nutzbar zu machen. Die Open Government Data Initiative vom 1. März 2021 hat diese Entwicklung noch einmal beschleunigt, insbesondere mit der Veröffentlichung der LiDAR Daten. Nach wie vor besteht großer Bedarf, die bestehende Forschung zur Nutzbarkeit in reale Praxisanwendungen zu überführen. In Vorgängerprojekten wurden bereits drei Anwendungen entwickelt (siehe Schlussbericht «Praxistauglicher Einsatz von Fernerkundung im Waldbereich», 2019) und eine weitere Anwendung befindet sich in Entwicklung. Die Use-Cases sind per Web-Dienst (WMS, WFS, WMTS, WCS), github und auf der Seite waldmonitoring.ch verfügbar und finden in unterschiedlichen Kontexten bereits Verwendung. Einsatzbeispiele sind im neu entstandenen Waldmonitoring-Wiki in der Rubrik Einsatzbeispiele dokumentiert. Mit Workshops, umfangreicher Dokumentation und Tutorials wurde die Schwelle zur Anwendung in der Praxis weiter gesenkt. Durch das Etablieren einer Begleitgruppe, der Wiki-Community und einem Newsletter wurden Kanäle geschaffen, die die interaktive (Weiter-)Entwicklung praxisrelevanter Tools ermöglichen, ausgerichtet am Feedback und den Bedürfnissen der Zielgruppe. Es sind ideale Voraussetzungen, um die innovative Entwicklung und Etablierung der Use-Cases fortzusetzen.

Logo der Plattform waldmonitoring.ch
Logo der Plattform waldmonitoring.ch

Course of action

Das Hauptziel des Projektes liegt in der methodischen und technischen Weiterentwicklung der bestehenden Use-Cases. Im Fokus liegt dabei der Use-Case «jährliche Veränderung» [UC1], der bereits gut ausgereift ist und sich durch seine klare Aussagekraft bereits großer Beliebtheit erfreut. Folgende Schritte sollen den Use-Case vom Test-Status in ein validiertes Produkt überführen: • Aussagekraft der Ergebnisse weiter erhöhen und differenzieren, z.B. durch Etablierung eines Validierungssprozesses, der NutzerInnen mit einbezieht («Crowdsourcing»): Wo funktioniert UC1 gut, wo nicht so gut (Laubholzanteil, Bestandesstruktur, Entwicklungsstufen, Exposition/Hangneigung)? Wie sind Veränderungen charakterisiert? • Implementierung weiterer Funktionalitäten in direktem Austausch mit der Praxis (z.B. lokaler Schwellwert-Regler, Bestandesgrenzen, …) • Weitere Vereinfachung der Einsetzbarkeit (z.B. für QGIS) Aufbauend auf diesen Prozess soll die Aussagekraft weiterer Use Cases erhöht werden. Dabei sollen bestehende Infrastrukturen und der Austausch mit der Praxis fortgeführt werden: • Fortgeführter Wissenstransfer und Austausch durch Nachführung mit aktuellen Inhalten für die bestehenden Kanäle (Wiki, Newsletter, Workshops) • Regelmäßiger, direkter Austausch mit einer Begleitgruppe aus der Praxis; Motivation weiterer Einsatzbeispiele unter Mitwirkung der NutzerInnen • Weitere Sicherstellung und Optimierung der aktuell im Web verfügbaren Inhalte sowie Geodienste und Kartenviewer