Medizininformatik

Portrait

Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker leiten mit ihrem medizinischen Prozess- und Informatik-Know-how anspruchsvolle IT-Projekte. Sie analysieren und spezifizieren die Architektur und leiten die Entwicklung medizinischer Applikationen und deren Vernetzung im Gesundheitswesen oder führen die Produktentwicklung in Softwarehäusern.

 

Das Studium umfasst nebst Grundlagen der klassischen und aktuellen Informatik eine Einführung in das Schweizer Gesundheitswesen, medizinische Grundbegriffe, medizinische und pflegerische Prozesse, klinische Studien und Interoperabilität.
Grosses Gewicht erhält das Projekt- und Self-Management, sowie die Aufbauorganisation von Gesundheitseinrichtungen. Darüber hinaus bauen sie ihre sprachlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen gezielt aus.

 

Die erarbeiteten Grundlagen können im breiten Angebot an Vertiefungsrichtungen gefestigt werden. Den praktischen Aspekt der Tätigkeit erfahren und erleben die Studierenden in Praktika und Projektarbeiten.

Steckbrief

Titel / AbschlussBachelor of Science in Medical Informatics
Schwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Medizinische Grundlagen

  • Anatomie, Pathologie
  • Diagnostik & Therapie
  • Medizinische Statistik

Informatik

  • Allgemeine Informatik
  • Datenbanken
  • Kommunikation

Organisation/Management

  • Projektmanagement
  • Betriebswirtschaft

Gesundheitsinformatik

  • Medizinische Informationssysteme
  • eHealth / Telemedizin
Studienform/enVollzeit
Unterrichtssprache/ndeutsch
Studienort/eBiel (Hauptstandort) und Bern (einzelne Veranstaltungen)
Berufsbefähigungja
StudienbeginnKW 38
AnmeldeschlussAnmeldefrist Bachelor
Aufbauendes Masterstudium

Master of Science in Engineering

Master of Science in Biomedical Engineering

BesonderheitenEinzigartiges Angebot an einer Schweizer Fachhochschule.

Perspektiven

Das Berufsumfeld für die Medizininformatiker/innen ist äusserst dynamisch, entsprechend den Entwicklungen in der Medizin und dem Gesundheitswesen insgesamt. Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die das Gesundheitssystem neu definieren wird. Wettbewerbsdruck, Kostenreduktion, erhöhte Effizienz, verbesserte Qualität und Transparenz werden gefordert und können ohne Medizininformatik kaum realisiert werden.

Mögliche Tätigkeitsgebiete

  • Spitäler: Sie bauen zurzeit neue Medizininformatikabteilungen auf. Hier werden die medizinischen Applikationen beschafft, installiert, integriert und betrieben. Genaue Kenntnisse der medizinischen Prozesse sind dafür notwendig, IT-Know-how unerlässlich. Projektmanagement ist dabei ein grundlegendes Werkzeug.
  • Industrie: Medizinische Applikationen und Telemedizinische Anwendungen sind die Domänen der Medizininformatiker in der Industrie. Die Architektur, Spezifikationen und Entwicklung werden von ihnen durchgeführt bzw. geleitet. Innovationsmanagement und Produktmanagement sind weitere wichtige Betätigungsfelder. Projektmanagement eine Selbstverständlichkeit.
  • Behörden: Benchmarking, Statistiken, Architektur von zukünftigen Vernetzungen und Interoperabilität der dazugehörigen Datenströme sind Aufgaben, die hier den Medizininformatiker erwarten.
  • Versicherungen: Neue innovative Dienstleistungen, Betreiben und integrieren von Applikationen und medizinischen Daten sind hier gefragt.
  • Beratungsunternehmen: Die Veränderungen im Gesundheitswesen erfordern für deren Teilnehmer ständige Anpassungen an die Vorgaben und Entwicklungen. Der IT-Bereich ist dabei von besonderer Bedeutung. Gutachten und Projektmanagement sind dabei Betätigungsfelder, bei denen medizinisches Prozess-Know-how und IT-Kompetenz erwartet werden.

Diese Beispiele zeigen auf wie vielfältig und spannend die Aussichten für Studierende der Medizininformatik heute und in Zukunft sind.

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Abteilungsleitung

Dr. Jürgen Holm

T +41 32 321 63 04

E-Mail

Veranstaltungen

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