Mediation mit Kindern und Jugendlichen

Diese Weiterbildung behandelt Mediationsverfahren, in denen Kinder und Jugendliche selbst Mediand*innen sind oder von Mediationen Dritter unmittelbar betroffen sind.

Die Weiterbildung

  • befähigt Sie, Mediationsverfahren bei Konflikten zwischen Kindern bzw. Jugendlichen sowie zwischen Eltern und ihren jugendlichen Kindern zu gestalten.
  • befähigt Sie, Kinder unter Berücksichtigung deren Alters und Entwicklung in Mediationsverfahren bei Elternstreitigkeiten miteinzubeziehen.
  • vermittelt Ihnen eine entwicklungspsychologische Perspektive auf die Bedürfnisse von Kindern unterschiedlichen Alters und fördert Ihr Verständnis von kindlichen Copingstrategien in Konflikten.
  • gibt Ihnen Einblick, wie Kinder und Jugendliche im schulischen und pädagogischen Bereich und in der digitalen Umgebung bei ihren Konflikten unterstützt werden können.     
Aufmerksame Kursteilnehmerinnen

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Mikro-Zertifikat
  • Dauer 6 Studientage
  • Unterrichtstage Mo, Di
  • Anmeldefrist 25.3.2027
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten 2'850
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 26./27. April 2027
    31. Mai/1. Juni 2027
    28./29. Juni 2027

Inhalt + Aufbau

Portrait

Diese Weiterbildung legt den Schwerpunkt auf Situationen, in denen Kinder direkt oder indirekt an einer Mediation beteiligt sind. Es wird vermittelt, wie z.B. Kinder bei elterlichen Konflikten in die Mediation einbezogen werden können. Die Kinder und ihre alters- und entwicklungsspezifischen Bedürfnisse wie auch mögliche soziale Dynamiken stehen dabei im Zentrum. Behandelt werden zudem Mediationen zwischen Jugendlichen und ihren Eltern sowie Unterstützungsmöglichkeiten bei Konflikten zwischen Kindern beziehungsweise Jugendlichen im schulischen, pädagogischen und digitalen Kontext.

Ausbildungsziel

  • Sie verstehen familiendynamische und entwicklungspsychologische Aspekte zur Gestaltung eines kontextangepassten Mediationsprozesses,

  • Sie können kindliche Copingstrategien erkennen und gezielt Kinder und ihre Bedürfnisse in die Mediation holen,

  • Sie verstehen die Besonderheiten der Eltern-Jugendlichen/Kind-Mediation und sind fähig, eine solche auszuführen,

  • Sie können Peer-Mediation theoretisch einordnen, Konflikte unter Kindern einschätzen und Mediationsprozesse praktisch gestalten,

  • Sie können kulturelle Unterschiede und digitale Medien in Peer-Mediationen berücksichtigen und Gewaltfreie Kommunikation kindgerecht einsetzen.

     

Lerneinheit 1: Einbezug von Kindern und Jugendlichen in die Mediation

  • Entwicklungspsychologische Aspekte und Copingstrategien von Kindern und Jugendlichen in Konflikten

  • Verschiedene Modelle eines indirekten und direkten Einbezugs von Kindern und Jugendlichen in die Mediation

  • Chancen und Herausforderungen eines direkten Einbezugs von Kindern und Jugendlichen in die Mediation

  • Praktische Übungen und Hilfsmittel zum Einbezug von Kindern und Jugendlichen in die Mediation

     

Lerneinheit 2: Eltern-Jugendlichen-Mediation

  • Mediation in der Phase der Adoleszenz: Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen (insbesondere körperliche und kognitive Entwicklung, Identitätsentwicklung, Gehirnentwicklung) und ihren Familien
  • Mediation bei Vorhandensein einer Hierarchie (zwischen Eltern und Kindern)
  • Übergeordnete und immanente Bedürfnisse von Eltern und Jugendlichen in der Phase der Adoleszenz
  • Settingwechsel, d. h. Kombination aus gemeinsamen Gesprächen und intermittierenden Einzelgesprächen
  • Ablaufplanung und Prämediation (u. a. Indikation und Kontraindikation, Abgrenzung zu anderen Verfahren und Massnahmen, Gestaltung von Settings, Vorgespräche)
  • Haltungen und Interventionen bei Anmeldung, im Vorgespräch und Durchführung der Eltern-Jugendlichen-Mediation (u. a. Motivierungsstrategien, Arbeitsbündnis und Mediationsauftrag anhand einer zweiseitigen Problemdefinition)
  • Kommunikationstraining zwischen Eltern und Jugendlichen in der Mediation

Lerneinheit 3: Peer-Mediation in Schule, Betreuung und digitaler Umgebung

  • Wirkmechanismen von Peer-Mediation, entwicklungspsychologische Aspekte, soziale Dynamiken in Peer-Gruppen
  • Sensibilisierung für unterschiedliche Konflikt- und Kommunikationsstile, Umgang mit kulturell bedingten Missverständnissen
  • Online-Kontext: Mediationsarbeit in Chats und digitalen Umgebungen, Umgang mit digitalen Konflikten
  • Peer-Mediationen anleiten, begleiten und reflektieren; Konflikte erkennen, analysieren und passende Interventionen auswählen
  • Kindgerechte Umsetzung der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) in Präsenz und Online/Chat, Ich-Botschaften, Gefühle & Bedürfnisse ausdrücken

Fachinputs, Reflexionsarbeit, Simulationstrainings und Rollenspiele. Einzelarbeit, Arbeit in Kleingruppen und im Plenum

Praxistransfer: Prozessplanung anhand eines eigenen Fallbeispiels in Form eines Handouts

Titel + Abschluss

Mikro-Zertifikat

Was ist ein SAS – Short Advanced Studies?

Das Format Fachkurs heisst neu SAS. Das Weiterbildungsformat SAS vermittelt kompakt aktuelles Wissen und Sie können damit ECTS-Credits erwerben. Um ECTS-Credits zu erwerben, erfüllen Sie die Zulassungsbedingungen und erbringen einen erfolgreichen Kompetenznachweis. Die Weiterbildungen können je nach Inhalt an CAS, DAS und MAS angerechnet werden. 
Noch Fragen? 
Antworten finden Sie in unseren FAQ zu den Short Advanced Studies (SAS)

Dozierende

Voraussetzungen + Zulassung

In Ausbildung stehende und ausgebildete Mediator*innen

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Diese Weiterbildung kann von allen Interessierten besucht werden, die den CAS Mediation absolviert haben oder einen vergleichbaren Abschluss mitbringen.

Organisation + Anmeldung

26./27. April 2027
31. Mai/1. Juni 2027
28./29. Juni 2027

Jeweils 8.45-16.45 Uhr

Beratung + Infoveranstaltungen

Infoveranstaltungen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter der gewünschten Infoveranstaltung.

Studienort + Infrastruktur

Bestandteil von