4. Nationale Tagung Gesundheit & Armut Verzicht und Entbehrung: Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen

21.01.2021, 09:15-16:30 Uhr – Eventfabrik, Fabrikstrasse 12, 3012 Bern

«Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen»: die 4. Nationale Tagung Gesundheit & Armut geht folgenden Fragen nach:

  • Die Fakten: Welche wissenschaftlich fundierten Fakten belegen, dass armutsbetroffene Personen überdurchschnittlich häufig auf erforderliche Gesundheitsleistungen verzichten?
  • Die ökonomische Sicht: Welche Bedeutung haben die Themen «Eigenverantwortung» und «Anreize» aus gesundheitsökonomischer Sicht für unser Gesundheitssystem?
  • Die sozialethische Sicht: Was sind die Voraussetzungen von Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und ist eine Kostensenkung durch Eigenverantwortung möglich?
  • Die Sicht der Betroffenen: Wie erleben Betroffene den Verzicht auf oder die Entbehrung von Gesundheitsleistungen?
  • Die Sicht der Politik: Was kann die Politik auf allen bundesstaatlichen Ebenen dazu beitragen, dass ökonomisch unterprivilegierte Personen nicht auf erforderliche Gesundheitsleistungen verzichten?

Die Tagung wird zweisprachig abgehalten (f/d). Die Plenarveranstaltung wird simultan übersetzt. 

Hell erleuchtete Fenster eines Wohnhauses im Dunkeln.

Steckbrief

  • Startdatum 21.01.2021, 09:15-16:30 Uhr
  • Ort Eventfabrik, Fabrikstrasse 12, 3012 Bern
  • Anmeldefrist 18.12.2020
  • Kosten CHF 250.-; Studierende CHF 60.-; Partner CHF 190.-; Armutsbetroffene gratis

Die Tagung wird von der Berner Fachhochschule BFH in Zusammenarbeit mit renommierten Partnerorganisationen und Institutionen organisiert. Sie soll ein wenig diskutiertes, aber gesellschaftspolitisch wichtiges Thema wissenschaftlich fundiert auf die Agenda von Öffentlichkeit und Politik setzen.

Zeit        Inhalt
9.15-9.30  

Eröffnung und Grusswort

Prof. Dr. Sebastian Wörwag, Rektor Berner Fachhochschule (ab 1. September 2020)

9.30-10.00  

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: die Fakten

Dr. Yves Jackson, Hôpitaux Universitaires de Genève, Genève

10.00-11.00  

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: die Sicht der Betroffenen

Diskussion mit Betroffenen 
Moderation: Claude Hodel/Christine Lindt, ATD Quart monde/Vierte Welt

11.00-11.15   Pause
11.15-11.45  

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: die ökonomische Sicht

Dr. Maria Trottmann, Fachspezialistin Leistungsdaten und Versorgungsforschung SWICA, Winterthur 

11.45-12.15  

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: die sozialethische Sicht

Dr. Wolfgang Bürgstein, Kommission Justitia et Pax 

12.15-13.15   Mittagspause

13.15-14.15

 

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: Workshops zu Projekten in einzelnen Praxisfeldern

   
  1. Workshop 1: (Sucht-)präventive Angebote für sozioökonomisch benachteiligte Familien

    Andreas Pfister/Nikola Koschmieder/Sabrina Wyss, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Luzern, Christa Berger Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich
  2. Workshop 2: Gesundheitskompetenz und der Verzicht auf Gesundheitsleistungen

    René Rüegg, Berner Berner Fachhochschule, Departement Soziale Arbeit, Bern/Thomas Abel, Universität Bern
  3. Workshop 3: Gesundheitsförderung in Familien mit tiefem sozioökonomischen Status

    Anke Moors/Katrin Müller, Verein a:primo/schritt:weise, Winterthur/ Bern
  4. Workshop 4: Verbesserung der Integration psychisch erkrankter Personen

    Karin Steiner/Mirjam Ringenbach, Konsiliardienst Klinische Sozialarbeit der Universitären Psychiatrischen Dienste, Bern
  5. Workshop 5: Zahnmedizinische Prophylaxe bei vulnerablen Bevölkerungsschichten – Pilotprojekt

    Benjamin Fröhlich/Olivier Marmy, Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO, Bern
  6. Workshop 6: Zugangsbarrieren zur Gesundheitsversorgung für asylsuchende schwangere Frauen

    Jean Anthony Grand-Guillaume-Perrenoud, Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit, Bern
  7. Atelier 7 : (Non)recours aux soins de personnes sans assurance-maladie

    Sabrina Roduit, Département de sociologie, Université de Genève, Genève
  8. Atelier 8 : Prise en charge sanitaire de la grande précarité (personnes sans-abri) à Genève

    Melanie Pinon, Haute Ecole de Santé, Genève
  9. Atelier 9 : Renoncement aux soins et petits arrangements avec les thérapeutes

    Mélanie Schmittler, Institut et Haute Ecole de la Santé La Source, Lausanne
  10. Workshop 10: Schuldenfalle Krebs - Sozioökonomische Auswirkungen einer Krebserkrankung 

Eleonore Arrer/Martin Müller, OST Ostschweizer Fachhochschule, St. Gallen (ehem. Fachhochschule St. Gallen)                                                          

14.20-14.40  

Rückmeldung aus den Workshops

Prof. Dr. Eva Soom Ammann, Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit

14.40-15.00   Pause
15.00-16.00  

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: Was ist zu tun?

Podiumsdiskussion mit Gesundheits- und Sozialpolitikerinnen und -politikern aller bundesstaatlichen Ebenen:

 

  • Michèle Blöchliger, Regierungsrätin, Kanton Nidwalden
  • Antoinette de Weck, Vize-Stadtpräsidentin, Freiburg
  • Christoph Eymann, Nationalrat
  • Nicolas Galladé, Stadtrat Winterthur
  • Felix Wettstein, Nationalrat
16.00-16.20  

Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen: eine Synthese

Salome von Greyerz, Bundesamt für Gesundheit, Leiterin der Abteilung Gesundheitsstrategien

16.20-16.30  

Schlusswort/Verabschiedung

    Die Tagung wird von Giada Marsadri und Andrea Arcidiacono zweisprachig moderiert. 

 

Angesprochen sind Personen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft (NGO), die sich für grundsätzliche Fragen der Gesundheits- und Sozialpolitik interessieren.

Partner

Logos von SKOS, Sages, Public health und Avenir social
  • Berner Fachhochschule BFH
  • Bundesamt für Gesundheit BAG, Direktionsbereich Gesundheitspolitik
  • Caritas Schweiz
  • Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK
  • Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
  • Kompetenzzentrum Arbeit KA
  • Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK
  • Nationales Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut, Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
  • Public Health Schweiz
  • Schweizerischer Fachverband für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
  • Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin SGIM
  • Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP
  • Schweizerischer Hebammenverband SHV
  • Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS
  • Schweizerisches Rotes Kreuz SRK
  • Schweizerischer Städteverband