Waldökonomischer Wissenstransfer Deregulierung im Wald – eine Möglichkeit zur Stärkung der Waldwirtschaft?

Die Schweizer Waldgesetzgebung gilt als eine der strengsten der Welt. Bund und Kantone regeln in Waldgesetzen und Verordnungen umfassend, wie der Wald zu pflegen und zu nutzen ist, damit er die von der Gesellschaft gewünschten Funktionen nachhaltig erfüllen kann.
Von Seiten der Waldwirtschaft wird zunehmend beklagt, dass die Regelungsdichte rund um den Wald eine Bewirtschaftung erschwert und die Wettbewerbsfähigkeit in der Holzproduktion einschränkt. Doch stehen die aktuellen Regulierungen und die für die Kontrolle der Umsetzung zuständigen Organe einer effizienten Waldbewirtschaftung tatsächlich im Weg oder haben sie nicht sogar eine fördernde Wirkung?
Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich der Waldökonomische Wissenstransfer am 6. Mai 2019 an der BFH-HAFL in Zollikofen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Nachhaltigkeitskontrolle bei der Holznutzung mittels Holzschlagbewilligung bzw. Anzeichnungspflicht gerichtet.

06.05.2019, 08:45-16:30 Uhr – BFH-HAFL, Zollikofen

Waldökonomischer Wissenstransfer

Steckbrief

  • Startdatum 06.05.2019, 08:45-16:30 Uhr
  • Ort BFH-HAFL, Zollikofen
  • Anmeldefrist 20. April 2019
  • Kosten 60 CHF / nur Vormittag: 40 CHF (ohne Mittagessen)

Programm

Moderation: N.N., Bundesamt für Umwelt BAFU & Prof. Dr. Bernhard Pauli, Leiter Abteilung Waldwissenschaften, BFH-HAFL.
  08:45   Begrüssung
  09:00   Regulierung des Zusammenspiels von Waldeigentümmern und Forstdienst
Thomas Abt, KOK
  09:20   Diskussion
  09:30   Regulierung des Zusammenspiels von Waldeigentümern und Forstdienst aus Sicht eines Betriebsleiters
Kurt Steck, Forstbetrieb Rheinfelden
  09:50   Diskussion
  10:00   Blick von aussen: Regulierungen in der Waldwirtschaft aus der Sicht eines Ökonomen
Markus Saurer, Industrieökonomie
  10:20   Diskussion
  10:30   Kaffeepause
  10:50   Anzeichnung als Pflicht oder Beratungsdienstleistung? Rolle des Försters im Privatwald und im öffentlichen Wald
Franz Thalmann, Kanton Freiburg, Privatwald Plaffeien, Jaun, Val-de-Charmey & Martin Meyer, Forstbetrieb Brig-Glis
  11:20   Diskussion
  11:40   Neue Wege der Selbstregulierung durch die Eigentümer - Beispiele aus Deutschland
Florian Riedl, Waldbesitzervereinigung Schongau
  12:00   Diskussion
  12:15   Mittagspause
  13:30   Workshops
  • Welche Bedeutung haben Holzschlagbewilligungen und Anzeichnungspflicht bei der heutigen Waldbewirtschaftung?
  • Gibt es Unterschiede im Schutzwald oder im Wirtschaftswald, im Privatwald oder bei grossen Forstbetrieben?
  • Dienen sie einer besseren Wirtschaftlichkeit in der Waldwirtschaft, oder können sie gar hinderlich sein?
  • Sind sie der Garant für die Einhaltung der Multifunktionalität oder kann dieses Ziel auch mit mehr Selbstverantwortung der Waldeigentümer erreicht werden?
  16:00   Apéro

Alle Titel sind Arbeitstitel und können sich noch ändern.

Die Vorträge werden auf Deutsch gehalten. Die visuelle Unterstützung der Vorträge wird jedoch zweisprachig sein – Deutsch und Französisch.