Kompetenzen

Unsere Schwerpunkte

Die Schlagzeilen in den Medien gehören Themen wie Wasserverschmutzung, Kunststoffe in den Ozeanen und verunreinigte Böden. Um diese globalen Probleme zu bewältigen und ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, ist es notwendig, dass unsere Wirtschaft nachhaltig wird. Um dieses Ziel zu erreichen, sind auf zwei Seiten Massnahmen notwendig:

Auf der Angebotsseite ist es essenziell, nachhaltigere Produkte/Dienstleistungen zu schaffen. Das heisst, das Angebot an nachhaltigen Produkten muss zunehmen. Dabei ist der gesamte Produktionszyklus zu beachten.

Auf der Nachfrageseite ist neben einer generellen Einschränkung beim Konsum eine stärkere Verbreitung dieser Produkte/Dienstleistungen beim Verbraucher erforderlich. Dies bedeutet, die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten muss steigen.

Mit den drei Schwerpunkten Corporate Sustainability, Circular Economy und Sustainable Consumption decken wir sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite ab.

Corporate Sustainability

Nachhaltiges Wirtschaften ist der Beitrag des privatwirtschaftlichen Sektors zur Erreichung der SDGs und eines nachhaltigeren Planeten. Forschung und Lehre zu Corporate Sustainability beschäftigen sich mit dem Zusammentreffen zweier komplexen Themen, dem Betrieb eines privatwirtschaftlichen Unternehmens und der praktischen Anwendung der Nachhaltigkeit.

Dies kann auf allen Ebenen des Unternehmens geschehen, von der Auswahl, Formulierung und Kommunikation der Unternehmenswerte über die Produkt-, Dienstleistungs- und Organisationsgestaltung bis zur Kommunikation der unternehmerischen Nachhaltigkeitsperspektive. Ziel ist stets die Umsetzung eines unternehmensgerechten, transparenten Nachhaltigkeitskonzepts, das auf Verständnis der Zusammenhänge und informierten Entscheide beruht.

Circular Economy

Global dominiert noch immer das lineare Wirtschaftsmodell. Es werden Rohstoffe gewonnen, mit denen Produkte hergestellt werden. Diese werden nach dem Gebrauch entsorgt. Beim Konzept der Circular Economy geht es darum, die lineare Produktion in einen kontinuierlichen Kreislauf umzustellen, indem erstens der Verbrauch von Ressourcen im Herstellungsprozess reduziert wird, zweitens Produkte für eine längere Verwendungsdauer ausgelegt, vermehrt wiederverwendet und repariert werden und drittens die Materialien der Produkte nach der Verwendung weiterhin für Wertschöpfung genutzt werden.

Im Bereich Circular Economy beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen dieses Modells, indem wir Produktionszyklen möglichst ganzheitlich analysieren. Die Umstellung von einem linearen zu einem zirkulären Wirtschaftsmodell wird aber nicht von heute auf morgen geschehen. Entsprechend ist es wichtig, die einzelnen Produktionsschritte individuell besser zu verstehen. Ausgehend von einem ganzheitlichen Ansatz berücksichtigen wir bewusst einzelne Produktionsschritte wie den Produktionsprozess oder das Innovationsverhalten von Unternehmen und untersuchen, wie diese nachhaltiger gemacht werden können.

Themenschwerpunkte in diesem Bereich sind

  • Zirkuläre Geschäftsmodelle: Wie unterscheiden sich zirkuläre Geschäftsmodelle von linearen Geschäftsmodellen? Wo liegen die Herausforderungen?
  • Nachhaltiger Produktionsprozess: Wie kann der Produktionsprozess von Unternehmen nachhaltiger werden?
  • Produktinnovation: Wie können Unternehmen dazu gebracht werden, ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten?
  • Wie kann das Potenzial der digitalen Transformation genutzt werden, um zirkuläre Geschäftsmodelle besser in die Praxis umzusetzen oder Produkte und Produktionsprozesse besser auf zirkuläre Geschäftsmodelle abzustimmen?
  • Innovation im Bereich Nachhaltigkeit: Co-Creation, Human Centered Design, Design Thinking.

Nachhaltiger Konsum

Die Konsumenten sind entscheidend auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Im Bereich Nachhaltiger Konsum beschäftigen wir uns mit der Fragestellung, wie der Konsum nachhaltiger werden kann.

Themenschwerpunkte in diesem Bereich sind:

  • Ernährung und Food Waste: Wie können Konsumenten zu einer nachhaltigeren Ernährung und zu einer Reduktion von Lebensmittelabfällen beitragen?
  • Integration von Konsumenten in den Produktionsprozess: Wie können wir zum Beispiel mit modernen Kommunikationsmitteln (Consumer Communication) oder mit einer direkten Integration der Konsumenten in den Innovationsprozess (User Innovation) dazu beitragen, dass mehr nachhaltige Produkte hergestellt werden und diese anschliessend konsumiert werden?
  • Einsatz von digitalen Technologien: Wie können wir digitale Technologien nutzen, um den Konsum nachhaltiger zu gestalten?
  • Verhaltensökonomie im Bereich Nachhaltigkeit, zum Beispiel Nudging