Autorinnen und Autoren im öffentlichen Auftritt. Selbstverständnis und Inszenierungen

Was tun Autorinnen und Autoren, wenn sie mit ihren Texten auf die literarische Bühne steigen? Welche poetologische Bedeutung haben diese Auftritte? – Über künstlerische Strategien auftretender Literaten und schreibender Performerinnen.

Steckbrief

Ausgangslage

Über eine systematische Beobachtung und Analyse von Autritten an Lesungen und poetologische Reflexion der Autorinnen und Autoren werden die zentralen Aspekte ihrer Inszenierungen von Text und Autor herausgearbeitet.

Vorgehen

Autorinnen und Autoren begeben sich auf Lesereisen, sie steigen höchstpersönlich mit Büchern und handgeschriebenen Zetteln auf die Bühne und lesen vor - eher zögerlich oder mit viel Lärm, dem Rhythmus des Textes folgend oder mit dem Gestus eines Erzählers. Im Auftritt wechseln Schreibende, ihre Texte und ihr Publikum ihre Rollen und treten in neue Beziehungen zueinander. Benachbarte Kunstformen werden wichtig, doch im Zentrum bleibt der Text – auf je ganz verschiedene Weise.

Ergebnisse

Die Inszenierung der Unmittelbarkeit von literarischer Produktion und Rezeption, die Performanz der Stimme und das Spiel mit dem literarischen Text auf der Bühne als Zettel, Buch oder Manuskript sowie mit dem Nebeneinander von Autor und Erzähler wurden genauer untersucht. In der Auseinandersetzung stiess das Projektteam auf bisher unerprobte Formate der Inszenierung und die Autoren verfassten drei poetologische Essays, die neben den wissenschaftlichen Texten publiziert werden

Ausblick

In einem Folgeprojekt, das 2013 beim SNF beantragt wird, soll ein umfassendes Archiv mit wichtigen dokumentierten Auftritten der internationalen Szene von Poésie sonore bis Spoken Word aufgearbeitet und untersucht werden.