Moving Meyerbeer - visuelle, akustische und kinetische Pathosformeln in den Opern Giacomo Meyerbeers

Das Forschungsprojekt widmet sich äusserer Bewegung und innerer Bewegtheit im europäischen Musiktheater des 19. Jahrhunderts auf der Basis deutscher, italienischer und französischer Opernkompositionen von Giacomo Meyerbeer.

Steckbrief

Ausgangslage

Das Forschungsprojekt will durch die Zusammenarbeit von musikwissenschaftlichen, kunsthistorischen und kinetischen Ansätzen die visuellen, körperlichen und aufführungspraktischen Dimensionen der Opern Meyerbeers fassbar machen.

Vorgehen

Das Vorhaben steht im Kontext aktueller Bestrebungen, Regieansätze aus dem Repertoire des 19. Jahrhunderts auf der Basis interdisziplinär angelegter historischer Forschungen für die heutige Bühnenpraxis nutzbar zu machen. Dabei stellt die Konzentration auf Formen der äusseren und inneren Bewegung in der Oper des 19. Jahrhunderts ein neues Forschungsfeld dar, das einem dringenden Informationsbedürfnis der Aufführungspraxis und Dramaturgie nachkommt.

Ergebnisse

Das Projekt betonte den Zusammenhang der Oper des 19. Jahrhunderts mit Tanztypen der Zeit. Ausgehend von Bild- und anderen Quellen, wurde nachgewiesen, dass die heute plakativ anmutende Anhäufung des gleichen Ausdrucks in den drei Bedeutungsebenen Wortsinn, Musikgestalt und Darstellung (deklamatorisch, musikalisch und szenisch) offensichtlich vom Komponisten beabsichtigt war.

Ausblick

Ein Tagungsband mit den aus dem Symposium "Musiktheater im Brennpunkt von Bild und Bewegung" stammenden Referaten wurde veröffentlicht.